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Regent

Die tapferen Schneiderlein

Regent © Regent GmbH

Führen zukünftig Regent: Philippe Brenninkmeijer (l.) und Andreas Martin Meier.

Gute Nachrichten aus Weißenburg: Die Regent GmbH & Co. KG konnte erneut vor einer drohenden Insolvenz gerettet werden. Philippe Brenninkmeijer und der Eichstätter Bauunternehmer Andreas Martin Meier haben das Unternehmen gekauft und wollen gleichzeitig 38 Arbeitsplätze erhalten. Brenninkmeijer entstammt der gleichnamigen Unternehmerfamilie, die auch das Mode-Unternehmen C&A gegründet hat, er kann also einen reichen Erfahrungsschatz in das Unternehmen einbringen. Im Jahr 2015 hatte der Unternehmensberater Dr. Peter Krampf Regent ebenfalls aus der Insolvenz heraus übernommen, musste in diesem Jahr aber aufgrund eines Liquiditätsengpasses jedoch auch Insolvenz anmelden. Das Ziel heute: In rund drei Jahren sollen keine roten Zahlen mehr geschrieben werden. Potenzial dazu gebe es, denn neben der bestehenden, hohen handwerklichen Qualität planen die Inhaber große Investitionen – vor allem in die Mitarbeiter.

Regent ist nach eigenen Angaben die einzige Manufaktur, die Anzüge von Hand in Deutschland herstellt. Henryk Barig und Dr. Michael Aisenstadt hatten die Edelschneiderei im Jahr 1946 gegründet. Zu Beginn spezialisierten sie sich ausschließlich auf die Herstellung von Hemden, erweiterten aber kurz danach ihr Angebot um hochwertige Herrenanzüge. Das Markenzeichen von Regent ist der Dreiloch-Knopf – dieser gilt bis heute als Symbol für die Einzigartigkeit der Manufaktur. Der besondere Ruf im In- und Ausland zog namhafte Kunden an: So trug Willem-Alexander bei der Krönung zum niederländischen König einen Frack von Regent, aber auch der frühere sowjetische Präsident Michail Gorbatschow, Komiker und Monty Python-Mitglied John Cleese oder James Bond-Schauspieler Roger Moore waren Kunden.

 

 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 12|2016, Seite 71

 
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