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HL-Studios

Industrie greifbar machen

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Geschäftsführer Alfons Loos (l.) und Jürgen Hinterleithner

Die Erlanger Agentur macht technische Geräte und Anlagen multimedial verständlich.

Wenn ein Hersteller von Industrieanlagen auf einer Messe zeigen will, was seine Produkte können, hat er es oft nicht leicht: Roboterarme, Digitalanzeigen, Fließbänder oder mannshohe Schaltschränke, die wahlweise brummen, surren, zischen oder einfach nur still vor sich hinarbeiten. All das anschaulich darzustellen und die Funktionen zu erläutern, ist oft eine Herausforderung. Unternehmen müssen überlegen, wie sie ihre Erzeugnisse für das Publikum zum Leben erwecken können, wenn es nicht möglich ist, die Produkte vor Ort aufzustellen und zu demonstrieren. Vor allem mit Blick auf die rasante technische Entwicklung, die die Geräte und Anlagen zunehmend komplexer macht, drängt sich diese Frage immer mehr auf. Die hl-Studios GmbH – Agentur für Industriekommunikation aus Erlangen hat sich dieser Herausforderung angenommen.

Angefangen hat die Firma als Fotostudio für Industriewerbung, das die beiden Erlanger Jürgen Hinterleithner und Alfons Loos 1991 in Nürnberg gründeten. Beide haben Kommunikationsdesign mit Schwerpunkt Fotografie und Film an der Technischen Hochschule Nürnberg studiert. 1996 zog die Agentur nach Erlangen-Tennenlohe um. Heute bietet das Unternehmen mit seinen über 100 Mitarbeitern an zwei Standorten ein breites Spektrum an Kommunikationsdienstleistungen an. Dazu gehören u. a. 3D-Animationen und computergenerierte Bildwelten (CGI), Druckerzeugnisse, Filme, Fotos, Grafikdesign, Techniken zur Darstellung virtueller und erweiterter Realität (Virtual / Augmented Reality), Apps, interaktive Messemodelle sowie Messen und Events.

Moderne Medientechniken wie Virtual Reality machen es möglich, dass der Betrachter das beworbene Produkt nicht nur im Katalog oder auf dem Bildschirm, sondern gleich virtuell anschauen kann. Dann lässt sich zum Beispiel die Fertigungsstraße nicht mehr nur im Katalog begutachten, sondern mittels Virtual-Reality-Brille begehen und in den maßstabsgetreuen Ausmaßen erkunden. Abgesehen davon können Unternehmen ihre Produkte auch in eine digital gestaltete Umgebung einbetten, zum Beispiel Medizingeräte in einem virtuellen Behandlungssaal platzieren und so einen Eindruck vom künftigen Einsatzort vermitteln. Auf diese Weise können sich die Auftraggeber auch aufwendige Studioaufbauten für Foto- oder Filmaufnahmen sparen, die ansonsten nötig wären, um den gleichen Effekt zu erzielen.

Um große Maschinen, wie sie in der Industrie üblich sind, überhaupt in Szene setzen zu können, braucht es auch entsprechend große Räumlichkeiten. Die Agentur hat hierfür ein über 200 Quadratmeter großes, befahrbares Studio zur Verfügung, in dem nach eigenen Angaben schon Maschinen mit über zehn Tonnen Gewicht gefilmt und fotografiert wurden. Darin befindet sich eine sechs Meter hohe grüne Spezialwand. Vor dieser kann das Team Detailbilder oder freistehende Aufnahmen anfertigen. So macht die Agentur mit ihren Medienproduktionen – ob gedruckt oder multimedial – Industrieanlagen, Maschinen und Geräte für das Publikum greifbar. Das sogenannte Hybrid-Studio bietet also dem Unternehmen zufolge völlig neue technische Möglichkeiten, mit denen die immer digitaler werdende Industrie besser kommunizieren könne.

Thematisch deckt die Agentur von Automation über Energie, Mobilität, Robotertechnik und IT bis hin zu Verkehrstechnik und Zulieferung ein breites Spektrum der Industriefertigung ab. Zu ihren Kunden zählen dementsprechend auch Schwergewichte der deutschen Wirtschaft wie Continental, Kuka, Osram, Siemens oder Bosch. 2014 eröffnete die Firma ein weiteres Büro in Berlin mit sechs Mitarbeitern. Da es sich bei den Kunden um international agierende Unternehmen handelt, sind die Film-, Foto- und Messeteams der hl-Studios auf dem ganzen Globus unterwegs.

Trotz der internationalen geschäftlichen Aktivitäten fühlt sich die Firma durch ihren Hauptsitz in Erlangen eng mit der Region verbunden. Besonders mit der Kultur- und Kreativwirtschaft in Bayern sowie mit Schulen und Hochschulen sei man im engen Austausch. So sitzt Geschäftsführer Alfons Loos beispielsweise im Hochschulrat der Hochschule Ansbach. Daneben engagiert sich die Agentur in vielfacher Hinsicht gesellschaftlich, zum Beispiel bei der Bürgerstiftung Erlangen, dem HC Erlangen oder im Stifterrat beim Museum Industriekultur, bei dem es auch auf eine anschauliche Darstellung von Technik ankommt.

 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 05|2018, Seite 90

 
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