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EMAS-Workshop und Erfahrungsaustausch: Welche Anreize und Unterstützungsangebote sind nötig?

 

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Dipl.-Betriebsw. (FH) Stefan Schmidt

Dipl.-Betriebsw. (FH) Stefan Schmidt

Umwelt- und Arbeitsschutz, Energie- und Biotechnik Tel: +49 911 1335 445

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Die Einführung eines Umweltmanagementsystems nach EMAS ist freiwillig. Bislang haben in Deutschland 684 Unternehmen des produzierenden Gewerbes EMAS implementiert, davon 383 KMU[1]. Die Verbreitung von EMAS hängt maßgeblich davon ab, dass das wahrgenommene Verhältnis von Aufwand und Nutzen für die Unternehmen positiv ist. EMAS zielt darauf ab, dass Unternehmen ihre Umweltleistung kontinuierlich verbessern. Das reicht von Energie, Material und Wasser über Abfall und Emissionen bis hin zu biologischer Vielfalt und kann u. a. über den effizienteren Umgang mit Energie, Material und Abfall zu handfesten Kosteneinsparungen führen. Bisherige Erfahrungen zeigen jedoch, dass sich die Kosten einer EMAS-Einführung und Aufrechterhaltung nicht immer durch Effizienzgewinne amortisieren lassen.[2] Daher spielen zusätzliche (finanzielle) staatliche Anreize eine wichtige Rolle, um die Verbreitung von EMAS im produzierenden Gewerbe zu fördern. Dass die stärkere Verbreitung von EMAS ein zentrales Anliegen der Politik ist, zeigt die Zielstellung von 5.000 EMAS-Standorten bis 2030, die in der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie  verankert wurde.

Derzeit bestehen bereits vielfältige Anreize und Erleichterungen für EMAS-Unternehmen. Im Rahmen eines Forschungsvorhabens im Auftrag des Umweltbundesamtes ist jedoch deutlich geworden, dass trotz des vergleichsweise langen Bestehens viele dieser Erleichterungen kaum in Anspruch genommen werden und nur vereinzelt auch die gewünschte Wirkung erzielen. Als wirksam, im Sinne einer Anreizwirkung zur Ein- oder Fortführung von EMAS, haben sich insbesondere folgende Maßnahmen herausgestellt:

  • Gebührenerleichterung im Zusammenhang mit dem Genehmigungsverfahren
  • Verlängerung der Intervalle von immissionsschutzrechtlichen Vor-Ort-Inspektionen durch die zuständige Behörde
  • Erfüllung der Energieauditpflicht mittels EMAS
  • Steuererleichterungen im Rahmen der Spitzenausgleichs-Effizienzsystemverordnung
  • Möglichkeit zur Reduzierung der EEG-Umlage durch die besondere Ausgleichsregelung

Im Forschungsvorhaben werden Möglichkeiten beleuchtet, wie die Verbreitung von EMAS durch eine bessere Verzahnung mit dem Umweltordnungsrecht oder durch sinnvolle finanzielle Anreize weiter gefördert werden kann. Aufbauend auf den bisherigen Ergebnissen wollen wir mit Ihnen in einem Praxis-Workshop insbesondere zu folgenden Fragestellungen diskutieren:

  • Was sind/waren entscheidende Gründe EMAS ein- oder fortzuführen?
  • Welche der bestehenden Anreize und Erleichterungen für EMAS sind für Ihr Unternehmen relevant? Können diese ausschlaggebend für die Entscheidung sein, EMAS anstatt eines anderen Managementsystems (z.B. ISO 14001 oder ISO 50001) ein- oder fortzuführen?
  • Was sind die größten Hürden die bestehende Erleichterungen oder Förderungen in Anspruch zu nehmen?
  • Wie wirksam sind Ihrer Meinung nach die vorgestellten Instrumente, um die Verbreitung von EMAS zu fördern?
  • Wie müssten Anreize und Erleichterungen aussehen, damit sich gerade KMU des produzierenden Gewerbes verstärkt für EMAS interessieren?

Wir laden Sie herzlich ein zum Workshop am Donnerstag, den 26. September 2019 von 10:00 – 15:45 Uhr in den Räumlichkeiten der IHK Akademie Mittelfranken, Raum 1.05, Walter-Braun-Straße 15, 90425 Nürnberg.

Für den Tag ist folgender Ablauf geplant:

Uhrzeit

Tagesordnungspunkt

10:00 – 10:30

Begrüßungskaffee | Eintreffen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer

10:30 – 11:00

Begrüßung und Vorstellung (IHK, BMU/UBA, adelphi)

11:00 – 11:30

EMAS-Novelle 2017/2019 – die wichtigsten Änderungen im Überblick
Vortrag: tbd.

11:30 – 12:15

EMAS-Wiedereinstieg: Warum sich ein Unternehmen entscheidet, EMAS wieder einzuführen

Vortrag mit anschließender Diskussion
Vortrag: Ulrich Sacher, LEONI Draht GmbH

12:15 – 13:00

Mittagspause mit kleinem Imbiss

13:00 – 13:45

Vorstellung des Forschungsvorhabens und der Herleitung von EMAS-Anreizinstrumenten für KMU im produzierenden Gewerbe.

Vortrag mit anschließender Diskussion

Vortrag: adelphi consult GmbH, Arqum GmbH

13:45 – 14:30

(Teil I)

Vorstellung und Bewertung der auf KMU im produzierenden Gewerbe zugeschnittenen EMAS-Anreize und Erleichterungen.

Vortrag mit anschließender Diskussion

Vortrag: adelphi

14:30 – 14:45

Kaffeepause

14:45 – 15:30

(Teil II)

Vorstellung und Bewertung der auf KMU im produzierenden Gewerbe zugeschnittenen EMAS-Anreize und Erleichterungen.

Vortrag mit anschließender Diskussion
Vortrag: adelphi

15:30 – 15:45

Zusammenfassung und Ausblick

Moderation: adelphi consult GmbH, Berlin

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei, die Teilnahmeplätze sind limitiert.

 

[1] Die Daten stammen aus dem aktuellen EMAS-Registerauszug https://www.emas-register.de

[2] Beides – sowohl  den finanziellen Vorteil durch EMAS als auch hemmende Faktoren – belegen mehrere EMAS-Evaluationsstudien, u. a. „EMAS in Deutschland – Evaluierung 2012“ (https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/emas-in-deutschland-evaluierung-2012) und „Final Report – Supporting the evaluation of the implementation of EMAS in 2017“ (http://ec.europa.eu/environment/emas/emas_publications/policy/fitness_check_en.htm).

Art
Workshop
Termin / Dauer

26.09.2019, 10:00 Uhr bis 15.09.2019, 15:45 Uhr

Es sind noch Plätze frei.

Ort
IHK Akademie Mittelfranken
Walter-Braun-Straße 15
90425 Nürnberg
Preis
Kostenlos
 
 
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