IHK-Gremiumssitzung Erlangen am 1. Juli 2026
Politik, Gründung und Exportorientierung.
Das waren die Schwerpunkte der gestrigen IHK-Gremiumssitzung (IHK-Gremium Erlangen).
Über 40 Teilnehmer und Gäste waren zu Framatome gekommen. Die Firma, die Ihren Umsatz zu 95 % im Exportgeschäft macht, ist ein großer Arbeitgeber mit ca. 2.000 Mitarbeitern in der Region.
Nach der Besichtigung eines analogen Modells des Kernkraftwerkes Brokdorf begrüßte Johannes Hofmann, Vorsitzender des IHK-Gremiums Erlangen und Carsten Haferkamp, Managing Director der Framatome GmbH die Teilnehmer.
Spannend war der erste Austausch mit der Politik in dem Gremium nach der Kommunalwahl. Mit Bürgermeisterin Eva Linhart und Bürgermeister Chrisitan Lehrmann stellten sich zwei Erlanger Stadtvertreter vor, erläuterten die neue Ressortaufteilung und gaben u.a. auch erste Informationen zu dem geplanten Wirtschafts- und Digitalisierungsbeirat. Aus der Unternehmerschaft wurde im Verlauf insbesondere die Forderung nach einer Verbesserung der Kommunikation z.B. im Baustellenmanagement angesprochen.
Ein besonderer Schwerpunkt war das Thema Gründung.
Mit Mark Sippel von Golden Devices GmbH aus Tennenlohe stellte sich der IHK-Gründerpreisträger von 2025 dem Gremium vor. Er erläuterte die erfolgreiche Geschichte des Unternehmens und begeisterte das Publikum mit den vielfältigen Anwendungsfällen seiner gedruckten Antennen. Von der NASA bis zu Verteidigung.
Anschließend gab Benjamin Bauer vom Nürnberger Zollhof ein Update zur ZOHO-Factory in Erlangen, die bald für Ausgründungen aus der Universität ein passendes Umfeld bieten wird. Die Region ist eine der 10 bundesweiten Preisträger aus dem Bundeswettbewerb "Startup Factories".
Mathias Schuch von der Erlanger Wirtschaftsförderung stellte erste Ergebnisse und Ideen aus der Studie für zukünftige technologie- und forschungsorientierte Produktionsflächen vor.
Anschließend beleuchtete Christian Hartmann aus dem Geschäftsbereich International der IHK die Bedeutung des Exportes an der regionalen Wertschöpfung hervor. In der prognos-Studie ist die Exportrelevanz entscheidend, die die regionale Wertschöpfung und nicht den Umsatz in den Fokus stellt. Erlangen und der Landkreis sind hier besonders gut aufgestellt.
Zum Abschluss wurde über die Erlanger Innenstadt gesprochen:
Mit bevorstehenden Baumaßnahmen zur regionalen Wärmeplanung, die aufgrund von Bundesvorgaben bis 2030 umgesetzt sein müssen, stehen umfangreiche Belastungen für die Innenstadt an. Ebenfalls wurden die Ergebnisse der städtischen Studie zur Innenstadtmobilität & -attraktivität aus Sicht des Gremiums eingeordnet.
Webcode: N2258