"Wo sonst" – burgbad GmbH aus Grafenberg
Grafenberg bei Greding
Wo sonst?Hochautomatisiert, präzise und tief verwurzelt im ländlichen Raum
Burgbad gehört zu den Unternehmen, die eindrucksvoll zeigen, wie viel industrielle Kraft im ländlichen Raum steckt. Am Standort in Grafenberg, einem Gemeindeteil der Stadt Greding, entstehen Badmöbel in echter Maßarbeit – millimetergenau, individuell und in Losgröße 1. Möglich macht das eine der modernsten Fertigungsumgebungen der Branche: hochautomatisiert, digital vernetzt und flexibel bis ins letzte Detail.
In den vergangenen Jahren hat Burgbad seine technologische Entwicklung konsequent vorangetrieben und massiv investiert – unter anderem in neue Anlagen, Robotik, digitale Fertigungsprozesse und eine Produktionsarchitektur, die individuelle Möbelstücke effizient und in hoher Qualität ermöglicht. Allein für die Weiterentwicklung der Produktionslogik und Automatisierung flossen rund acht Millionen Euro in neue Technologien und Prozessinnovationen. Diese Investitionen stärken nicht nur den Standort, sondern treiben zugleich die Modernisierung einer ganzen Region voran, die eng mit dem Unternehmen verbunden ist.
Burgbad zeigt, dass Zukunft nicht nur in Metropolen entsteht. Sondern dort, wo Technologie, Handwerk und regionale Verantwortung zusammenkommen – mitten im ländlichen Raum.
Interview mit dem Geschäftsführer Peter Schmidt-Gebhardt
Interview
Was macht diesen ländlichen Standort für Burgbad zu einem Ort, an dem Hightech und Heimat so selbstverständlich zusammengehören?
Es ist nicht der Standort an sich – Investitionen können Sie überall tätigen – es sind die Menschen, die hier arbeiten. Der hohe Grad an Engagement und Loyalität ist die Basis für die Umsetzung komplexer Technologien. Unsere Kolleginnen und Kollegen sind bereit, sich mit dem Unternehmen zu entwickeln und unvermeidliche Anstrengungen auf sich zu nehmen.
Warum ist genau hier der richtige Ort, um in Hightech und Zukunftsfähigkeit zu investieren?
Zum einen bot der Standort die Raumreserve, die man für eine Automatisierung braucht – wir mussten eine neue Halle bauen. Und zweitens: So schön es im ländlichen Raum auch ist, so schwierig ist hier auch Arbeitsmarkt. Um zukunftsfähig zu bleiben und weiteres Wachstum zu realisieren, müssen wir sorgsam mit unseren Arbeitskräften umgehen. Das funktioniert nur mit einer vorausschauenden Automatisierungsstrategie.
Welche Traditionen aus der Region prägen bis heute die Art, wie Burgbad denkt und produziert?
Wir sind im Grunde immer noch ein Familienbetrieb. Auch die Holding, zu der wir gehören, ist in Familienbesitz. Wir pflegen den direkten Kontakt und den menschlichen Umgang miteinander. Viele unserer Mitarbeitenden sind schon in zweiter oder dritter Generation bei burgbad. Dadurch hat sich unser Unternehmen zu einem verlässlichen Arbeitgeber in der Region entwickelt und zieht jetzt auch neue Talente an.
Unsere Investitionen zeigen: Zukunft entsteht dort, wo man auf der Basis gegenseitigen Vertrauens offen für Veränderung ist und alle an einem Strang ziehen.
Was macht Sie stolz, wenn Sie an Burgbad und diesen Standort denken?
Es ist die Entwicklung von einem ehemaligen, im Sauerland beheimateten Schreinerbetrieb mit einem großen Holzplatz drumherum zu einem führenden Industriebetrieb in unserer Branche. Trotz internationaler Verflechtungen agieren wir bewusst regional – etwa in Bezug auf Nachhaltigkeit und Lieferketten – und machen immer noch hochwertige „Möbel Made in Germany“. Auch und gerade dank innovativer Produktionsprozesse! Diese Balance – das Bewahren einerseits und das Bestreben nach Verbesserung und die Neugierde auf technologische Entwicklung andererseits – macht unsere Unternehmenskultur aus.
Welche Kraft hat ein Unternehmen, das fest in seiner Region steht – und was gibt es zurück?
Meine persönliche Erfahrung: Aus dem Gefühl des Zusammenhalts eines Unternehmens im ländlichen Raum kann enorme Kraft entstehen. Was wir aus unserem Verantwortungsbewusstsein als Arbeitgeber zurückgeben können, ist Sicherheit und Engagement für soziale Einrichtungen und Veranstaltungen in der Region - da, wo unsere Mitarbeitenden wohnen.
Welche Kraft entfaltet ein Unternehmen, das tief in seiner Region verwurzelt bleibt und gleichzeitig Industrieproduktion neu denkt?
Wir entwickeln uns nicht sprunghaft, sondern kontinuierlich, und nehmen unsere Mitarbeitenden auf diesem Weg mit. Darin liegt die Kraft, dass neue Technologie nicht „von oben“ implementiert wird, sondern von den Mitarbeitenden entwickelt und umgesetzt wird.
Welche Rolle spielen die Menschen aus der Region bei der Umsetzung technologischer Innovationen?
Sie spielen eine zentrale Rolle, denn letztlich sind sie es, die es machen. Wir arbeiten in relativ komplexen Prozessen. Wer könnte es also besser als unsere eigenen Kolleginnen und Kollegen? Sie begleiten nicht nur die Umsetzung, sondern leben den Prozess. Tagtäglich. Das ist der beste Garant für den Erfolg.
Was wäre Burgbad ohne diesen ländlichen Standort – und was wäre der Standort ohne Burgbad?
Das ist eine schwierige Frage. Ich kann nur sagen, was wir ohne den Standort wären: Das Unternehmen würde in dieser Form nicht existieren. Es hat sich hier mit seinen Mitarbeitenden entwickelt. Diese Dynamik kann man nicht kopieren.
Der ländliche Raum ermöglicht uns zu wachsen und uns zu entwickeln.
Badmöbel von burgbad:
Über eine nichtalltägliche Leidenschaft für das Alltägliche.
Die Wurzeln von burgbad liegen im Sauerland. Die Geschichte des Unternehmens beginnt 1946 zwischen zerstörten Häusern – mit „handwerksmäßig hergestellten“ Holzbaukästen, eigentlich einem Spielzeug für Kinder. Doch sie wurden für Jung und Alt zum Symbol des Wiederaufbaus und des Traums von einer besseren Zukunft.
Dieter Ruddies, der Gründer des Unternehmens, hatte ein Gespür dafür, welche Dinge den Menschen im Alltag dienlich waren: ob Nähkästen, Kaffeemühlen oder Tapeziertische. Und früher als viele andere erkannte er, welche Bedeutung Möbel fürs Bad gewinnen sollten.
Im Bad zu Hause seit 1966.
Unter dem Motto „Das Bad der Zukunft wird möbliert sein“ wagte Dieter Ruddies den Sprung ins Badezimmer. Und das zu einer Zeit, als noch kaum jemand an schöne und funktionale Möbel fürs Bad dachte.
Es war der Startpunkt für eine außergewöhnliche Erfolgsgeschichte. Von Beginn an geht es dabei um das Nachdenken über das Alltägliche sowie um perfekte Funktion; ebenso wie um die Leidenschaft für exzellente Qualität und seit vielen Jahren auch um Nachhaltigkeit in einem ganzheitlichen Sinn.
So ist burgbad unter anderem der erste klimaneutrale Badmöbelhersteller. Seit 2020 haben wir zudem unsere Fertigung in Schmallenberg, Greding und Lauterbach komplett auf „Möbel Made in Germany“ ausgerichtet. Denn verlässliche und nachvollziehbare Lieferketten sind aus unserer Sicht ebenfalls ein bedeutsamer Aspekt der Nachhaltigkeit.
Quelle: burgbad.de
Webcode: P2036