IHK Nürnberg greift "Sicherheit & Verteidigung" als Zukunftsthema im Projekt „transform_EMN“ auf
Sicherheit | Verteidigung
Im Rahmen des Projekts „transform_EMN“ sollten Automobilzulieferer in der Metropolregion Nürnberg (EMN) bei ihrer strategischen Neuausrichtung unterstützt werden – mit Fokus auf Diversifikation, Technologietransfer und neue Marktchancen. Als einer von mehrere Zukunftspfaden haben wir dabei das Themenfeld “Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (SVI)“ identifiziert, wobei Automation, humanoide Robotik und IT-Sicherheit ebenso im Fokus stehen wie der Zugang zu nationalen und internationalen Netzwerken.
Strategischer Rahmen: Der Operationsplan Deutschland
Mit dem „Operationsplan Deutschland“ (www.bundeswehr.de, PDF-Dokument) hat die Bundesregierung Ende 2025 Leitlinien zur Stärkung der nationalen Verteidigungsfähigkeit erlassen. Unter dem Motto „Deutschland.Gemeinsam.Verteidigen.“ gehört dazu auch die bessere Vernetzung der militärischen Akteure mit Wirtschaft und Industrie in den Feldern Logistik, Cyberabwehr und Dual-Use-Technologien.
Information
Leitfaden: „Einstieg in die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie“
Wie können kleine und mittlere Unternehmen am Vergabe- und Beschaffungsprozess im Verteidigungsbereich teilhaben? Ein neuer Leitfaden des DIHK-Verlags liefert erstmals kompakte Orientierung für KMU und Start-ups, die eine Zusammenarbeit mit der Bundeswehr oder Unternehmen der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie prüfen möchten. Die Broschüre ist kostenpflichtig.
Die sicherheits- und verteidigungsnahe Wirtschaft gewinnt in Europa deutlich an Bedeutung. Davon können auch Unternehmen in Bayern profitieren — nicht nur klassische Rüstungsunternehmen, sondern ebenso Zulieferer, Dual-Use-Anbieter, Software- und Elektronikfirmen, Cybersecurity-Spezialisten sowie technologieorientierte Start-ups. Relevante Förder- und Unterstützungsangebote finden sich vor allem auf EU- und Bundesebene, ergänzt durch technologie- und digitalisierungsorientierte Programme in Bayern. (Defence Industry and Space)
Strategien für die Geschäftsleitung zur rechtssicheren Organisation von Exportprozessen und zum Schutz der persönlichen Reputation. Wer als Zulieferer in der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie…
Das Bundesamt für Verfassungsschutz warnt in seinem Sicherheitshinweis 01/2026 vor einer erhöhten Gefährdung von Energieinfrastrukturen in Deutschland. Neben Cyberangriffen und möglichen…
Smart, souverän, nachhaltig: Die IPEC 2026 zeigte, wie Europa Verteidigung und Sicherheit weiterentwickelt – und welche Chancen sich daraus für Unternehmen, Innovation und den Mittelstand ergeben.
Mit SVI‑Connect steht Unternehmen seit Kurzem eine neue digitale Plattform zur Verfügung, die speziell darauf ausgerichtet ist, die Lieferketten der deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie…
“BRAVE1“ ist die staatliche ukrainische Defence-Tech-Plattform, die Unternehmen, Start-ups, Investoren und Bedarfsträger aus Militär und Staat zusammenbringt, um Innovationen schneller zu testen, zu fördern und in die Anwendung zu bringen. Für internationale Partner bietet BRAVE1 u. a. Zugang zu Pitches, Hackathons, Networking sowie Programme zum Erproben von Technologien in der Ukraine („Test in Ukraine“). Ukrainian Defense Innovations „BRAVE1“ (brave1.gov.ua/en)
Die „Enforce Tac“ ist Deutschlands führende Fachmesse für innere und äußere Sicherheit sowie Verteidigung. Dort präsentieren rund 1.000 Aussteller aus über 50 Ländern Innovationen, Technologien und Lösungen für Sicherheits‑ und Verteidigungsaufgaben und bieten Raum für Austausch, Kooperation und strategischen Dialog. Die nächste „Enforce Tac“ findet vom 1. bis 3. März 2027 im Messezentrum Nürnberg statt. Mehr unter www.enforcetac.com
Als “Stimme der deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie“ vertritt der BDSVI die Interessen der wehrtechnischen Industrie in Deutschland. Er fördert den Dialog mit Politik, Verwaltung und Gesellschaft und unterstützt seine Mitglieder bei Fragen rund um Märkte, Regularien und internationale Kooperationen. Zum Bundesverband der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie e.V. (www.bdsv.eu)
Das ENDR vernetzt europäische Regionen mit starker Verteidigungs- und Sicherheitsindustrie. Ziel ist es, Innovationen zu fördern, regionale Cluster zu stärkenm und den Austausch zwischen Unternehmen, Forschung und Verwaltung zu intensivieren – mit Fokus auf Dual-Use-Technologien und europäische Kooperationsprojekte. U.a. sind der SVI-Hub Bayern und die Provinz Nord-Brabant im Netzwerk aktiv, mit denen unsere IHK eng zusammenarbeitet. Auch die “IPEC 2026“ fand in diesem Netzwerk statt. Mehr Informationen unter defence-industry-space.ec.europa.eu
Informationen zur Vergabe
Die Bundeswehr und ihre Organisationen vergeben regelmäßig Aufträge – von IT über Bau bis Ausrüstung. Am 15. Januar 2026 hat der Bundestag das „Gesetz zur beschleunigten Planung und Beschaffung für die Bundeswehr“ (BwPBBG, dip.bundestag.de) verabschiedet, um diese Planungs‑ und Vergabeverfahren zu vereinfachen und zu beschleunigen. In das Gesetzgebungsverfahren hat sich auch der Deutsche Industrie‑ und Handelskammertag (DIHK) mit einer Stellungnahme eingebracht.
Unternehmen, die sich mit ihren Angeboten an Auftragsvergaben beteiligen möchten, finden zentrale Informationen und Ausschreibungen auf folgenden staatlichen Plattformen:
Das Auftragsberatungszentrum Bayern e.V. (ABZ) berät Unternehmen kostenfrei zu vergaberechtlichen Fragen im Bereich öffentlicher Liefer- und Dienstleistungsaufträge.
Unter dem Begriff der (Cyber-)Resilienz ist die Fähigkeit eines Unternehmens gemeint, (Cyber)-Sicherheitsvorfälle entweder zu verhindern oder sie durchzustehen und sich danach wieder zu erholen. Die Resilienz von Unternehmen kann durch gute Vorbereitung und definierte Maßnahmen gestärkt werden. Dabei können folgende Informationen helfen.
Lieferketten, Energie, IT – die Resilienz der Wirtschaft ist entscheidend für Sicherheit und Stabilität. Die Handelskammer Hamburg stellt einen umfassenden Krisenvorsorgeplan vor – mit konkreten Tools für Unternehmen, um in unsicheren Zeiten handlungsfähig zu bleiben.
Ein Projektteam der Ukrainischen Außenhandelskammer (AHK Ukraine) ist durch das Land gereist, um mit Geschäfsführerinnen und Geschäftsführern darüber zu sprechen, wie man Unternehmen in Kriegszeiten erfolgreich führt. Unternehmen, die nur wenige Kilometer von der Front entfernt rund um die Uhr produzieren; die während der russischen Besatzung ihre Werke verloren und nach der Befreiung wieder aufgebaut haben; die mit Stromausfällen, und der Einberufung ihrer Mitarbeiter zu kämpfen haben.
Mit dem Online-Portal ResilienzCheck.org können Unternehmen in etwa 15 Minuten kostenlos und anonym ihre organisatorische Widerstandsfähigkeit testen. Der Online‑Selbsttest bewertet 10 zentrale Resilienzbereiche – von Cyber‑Sicherheit über Führung und Kultur bis zur Lieferketten‑Resilienz – und liefert sofort konkrete Empfehlungen zur Stärkung Ihrer Krisenfestigkeit.