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"IHK trifft Wissenschaft" mit Prof. Dr. Veronika Grimm

Erschienen am 16.07.2026

"IHK trifft Wissenschaft" am 15. Juli 2026 mit Prof. Dr. Veronika Grimm

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „IHK trifft Wissenschaft“ begrüßte die IHK Nürnberg für Mittelfranken am 15. Juli 2026 erneut Prof. Dr. Veronika Grimm von der Technischen Universität Nürnberg (UTN). Die renommierte Wirtschaftswissenschaftlerin ist Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sowie des wissenschaftlichen Beraterkreises Wirtschaftspolitik beim Bundeswirtschaftsministerium.

In ihrem Vortrag „Wachstumsgrundlagen erneuern, Sicherheit nachhaltig stärken“ stellte Prof. Dr. Grimm aktuelle Studienergebnisse zur wirtschaftlichen Lage Deutschlands und Europas vor und skizzierte die zentralen wirtschaftspolitischen Herausforderungen der kommenden Jahre.

Prof. Dr. Grimm machte deutlich, dass Deutschland aufgrund von strukturellen Ursachen im internationalen Wettbewerb, insbesondere gegenüber China, zunehmend unter Druck gerät. Für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung werde entscheidend sein, ob es gelingt, bei Schlüsseltechnologien wie Künstlicher Intelligenz und Robotik eigene Stärken aufzubauen.

Angesichts begrenzter politischer Handlungsspielräume komme es darauf an, „Hebelreformen“ mit möglichst großer Wirkung umzusetzen. Diese müssten einerseits die wirtschaftlichen Grundlagen sichern (durch mehr Ausgaben für Sicherheit und Resilienz, nachhaltige öffentliche Finanzen und mehr internationale Zusammenarbeit) und andererseits neues Wachstumspotenzial erschließen (durch ein höheres Arbeitsvolumen, mehr verfügbares Investitionskapital und einen Fokus auf technologischen Fortschritt).

Im Anschluss an den Vortrag entwickelte sich eine lebhafte Diskussion mit den anwesenden Unternehmerinnen und Unternehmern. Dabei wurde auch die Sorge geäußert, ob angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage und einer oftmals nur zögerlichen Umsetzung notwendiger Reformen durch die Politik überhaupt noch Anlass für Optimismus bestehe.

Prof. Dr. Grimm beantwortete diese Frage trotz allem grundsätzlich positiv. Entscheidend sei jedoch, die erforderlichen Reformschritte entschlossen anzugehen und die Weichen für mehr Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und Wachstum rechtzeitig zu stellen. Gelinge dies, könne Deutschland auch künftig ein erfolgreicher Wirtschaftsstandort bleiben.

Die zentralen Aussagen des Vortrages finden sich auch in der gleichnamigen Studie “Wachstumsgrundlagen erneuern, Sicherheit nachhaltig stärken“, die von Prof. Grimm und Prof. Dr. Désirée I. Christofzik (Deutsche Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer) im Auftrag des Gemeinschaftsausschusses der Deutschen Gewerblichen Wirtschaft erstellt wurde.

“Wachstumsgrundlagen erneuern, Sicherheit nachhaltig stärken“ (PDF-Dokument, www.zdh.de)

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