Infos aus Ihrer IHK: Der Newsletter für das Ehrenamt (Ausgabe März 2026)
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Viel Spaß bei der Lektüre wünscht
Ihr Markus Lötzsch
Hauptgeschäftsführer der IHK Nürnberg für Mittelfranken
Inhalt
Work-and-stay-Center: Mittelfranken wirbt um internationale Fachkräfte
Mittelfranken macht Tempo bei der Fachkräftesicherung! Denn wir bauen derzeit das Work‑and‑Stay‑Center Mittelfranken auf. Beteiligt sind neben der IHK Nürnberg für Mittelfranken auch die Handwerkskammer und weitere Partner. Gemeinsam schaffen wir eine neue zentrale Anlaufstelle für internationale Fachkräfte und regionale Unternehmen. Ziel des Centers: Einwanderung und Integration deutlich vereinfachen und besser koordinieren. Als Service-Hub für qualifizierte Zuwanderung bündelt es künftig Informationen, Beratung und behördliche Abläufe an einem Ort.
Das deckt den gesamten Weg internationaler Fachkräfte ab: Angefangen mit Visum, Anerkennung und Einreise, über Ankommen, Wohnen und Orientierung bis hin zu langfristiger Bindung und beruflicher Weiterentwicklung in der Region. Auch Unternehmen profitieren davon: Das Center unterstützt sie dabei, international zu rekrutieren und einen digitalen Talent-Pool aufzubauen.
Wie geht es nun weiter? Mit der Gründung der Work‑and‑Stay‑Center Mittelfranken gGmbH Ende 2025 wurde der Grundstein gelegt. 2026 folgt der offizielle Start mit dem gemeinsamen Online‑Portal. Spätestens 2027 soll das Center zur zentralen Adresse für internationale Fachkräfte werden, die in Mittelfranken arbeiten und leben möchten. Auch international setzt die IHK bereits Akzente: Sie hat zusammen mit Partnern aus Kenia eine Kooperation unterzeichnet, um enger beim Thema Fachkräfte zusammenzuarbeiten.
Wir leben KI!
Künstliche Intelligenz gehört inzwischen schon ein paar Jahre zu unserem Alltag. Und das nicht nur privat, sondern natürlich auch in der Wirtschaft in der Region. Damit sie die Potenziale von KI voll ausschöpfen kann, treibt die IHK Nürnberg für Mittelfranken das Thema aktiv voran: Sie unterstützt Unternehmen nämlich gezielt beim Einstieg in KI-Technologien – zum Beispiel, indem sie sich an praxisnahen BIHK-Webinarreihen wie „Künstliche Intelligenz verstehen und nutzen“ beteiligt: Dabei erhalten Betriebe einen kompakten Überblick über rechtliche Bedingungen und wie man die Technologie konkret anwendet. Ergänzt wird das Ganze durch regelmäßige Veranstaltungen zu digitalen Themen wie mathematischer Optimierung oder Prozessautomatisierung. Zudem engagiert sich die IHK in themenspezifischen Kooperationen, etwa im Webinar „KI für die Ressourceneffizienz“, das zeigt, wie Unternehmen mithilfe von KI Material und Kosten sparen können.
Auch die IHK-Akademie Mittelfranken macht fit für KI: Dort stehen spezialisierte Weiterbildungen bereit, die Beschäftigte mit dem nötigen Know-how versorgen, um KI in der Praxis einsetzen können. Das reicht von Grundlagenkursen bis zu praxisorientierten Trainings zu KI-Tools und Prompting-Techniken.
Auch intern setzt die IHK Nürnberg bewusst auf KI: Beim KI-Tag der IHK wurden Mitarbeitende an rechtliche, technische und praktische Aspekte herangeführt. Das Ziel: Berührungsängste abbauen und KI alltagstauglich in die eigenen Services integrieren.
Und auf der Berufsbildungsmesse in Nürnberg im vergangenen Dezember kam unser sozialer Roboter MAX für die Ausbildungsberatung zum Einsatz. Er fragt Jugendliche nach ihren Fähigkeiten, Interessen und Neigungen und schlägt ihnen dann passende Ausbildungsberufe vor. Auf Wunsch erklärt er auch die verschiedenen Berufe. Im nächsten Schritt ist geplant, dass MAX auch in anderen Sprachen berät und gezielt Eltern über die Möglichkeiten einer dualen Ausbildung informiert.
Sie sehen: Mit diesem breit gefächerten Engagement stärkt die IHK Nürnberg die digitale Zukunftsfähigkeit der regionalen Wirtschaft und macht KI für Unternehmen aller Größen praktisch nutzbar.
Unterstützung in wirtschaftlich schwierigen Zeiten
Für die mittelfränkische Wirtschaft ist die Lage weiterhin herausfordernd. Das hat unsere jüngste IHK-Konjunkturumfrage gezeigt. Die regionale Konjunktur zeigt zwar leichte Verbesserungen. Doch von einer echten Trendwende kann noch keine Rede sein. Viele Unternehmen kritisieren nach wie vor fehlende Strukturreformen und unbefriedigende Standortfaktoren. Sie erschweren eine stabile Erholung.
Wir lassen unsere Betriebe in dieser Situation aber nicht allein: Die IHK ein breites Spektrum an Beratungen, Informationen und Förderhinweisen. Darunter sind zum Beispiel Angebote wie Hilfe bei Digitalisierungsvorhaben, Qualifizierung, Finanzierungsfragen oder beim Zugang zu staatlichen Programmen. Das Ziel ist klar: Wir helfen Unternehmen dabei, konjunkturelle Schwächen zu überbrücken, Prozesse zu optimieren und sich strategisch für die Zukunft aufzustellen.
Welche Marktchancen gibt es in der Rüstungsbranche?
Die geopolitische Lage hat sich in den vergangenen Jahren radikal verändert. Mit dieser Herausforderung muss unsere Wirtschaft umgehen. Aber für sie ergeben sich auch Chancen: etwa in der Rüstungsbranche, die in den vergangenen Jahren enormen Aufwind erfahren hat. So ergeben sich neue Chancen für Unternehmen – beispielsweise für die, die bisher ihren Schwerpunkt in der Automotive-Branche hatten. Die IHK Nürnberg für Mittelfranken unterstützt Firmen dabei, neue Märkte in der Rüstungs-, Sicherheits‑ und Verteidigungsbranche zu erschließen.
Orientierung gab die IHK beispielsweise mit spezialisierten Formaten auf der Branchenmesse Enforce Tac präsent. Dort erhielten mittelständische Unternehmen Einblicke in Marktpotenziale, Beschaffungslogiken und Kooperationschancen – insbesondere im Kontext des Wiederaufbaus der Ukraine. Mit diesen Angeboten begleitet die IHK Betriebe bei der strategischen Transformation. Gleichzeitig stärkt sie deren Wettbewerbsfähigkeit in einem anspruchsvollen, aber zukunftsträchtigen Marktumfeld.
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