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Weg frei für Fachkräfte aus Kenia: IHK vertieft Kooperation

Erschienen am 30.01.2026
Unterzeichneten den Letter of Intent: Irene W. Karari (State Department for Diaspora Affairs des kenianischen Außenministeriums) sowie Bruno Backes (AHK Ostafrika), IHK-Präsident Dr. Armin Zitzmann und IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Lötzsch (hinten, von links).

Wie können wir die Einwanderung qualifizierter Fachkräfte aus Kenia noch besser gestalten? Genau darum ging es bei einem einwöchigen Besuch einer kenianischen Delegation in Mittelfranken. Im Rahmen des Besuchs haben unsere IHK, das neue Work-and-Stay-Center Mittelfranken (in Gründung), die Auslandshandelskammer für Ostafrika (AHK) sowie das State Department for Diaspora Affairs der kenianischen Regierung eine gemeinsame Absichtserklärung unterschrieben. Ziel: Die Mobilität von Fachkräften zwischen Kenia und Mittelfranken deutlich voranbringen.

Austausch, Einblicke und viele neue Impulse

Die kenianische Delegation, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern von Regierung, Behörden und Bildungseinrichtungen, nutzte die Woche für intensive Einblicke in deutsche Strukturen. Auf dem Programm standen Besuche im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), der Bundesagentur für Arbeit in der Anerkennungsstelle für ausländische Bildungsabschlüsse IHK FOSA. Und in München  fanden Gespräche mit Wirtschaftsstaatssekretär Tobias Gotthardt und Mitgliedern des Bayerischen Landtags statt.

Ein besonderes Highlight war das IHK-Kammergespräch, bei dem Staatssekretärin Roseline Njogu digital zugeschaltet war. Gemeinsam diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer darüber, wie Einwanderung noch reibungsloser und effizienter gestaltet werden kann – von der Anwerbung über die Vorbereitung bis zur Integration der Fachkräfte vor Ort.

Letter of Intent: Ein erster Schritt zu einer engeren Partnerschaft

Mit der Unterzeichnung des Letter of Intent bekennen sich alle Partner dazu, den Austausch zu vertiefen. Vorgesehen sind unter anderem regelmäßige Updates über Arbeitsmarktbedarfe sowie eine gemeinsame Weiterentwicklung der Prozesse rund um Fachkräftegewinnung und Migration.

„Das ist ein erster Schritt hin zu einer formelleren Partnerschaft“, betonte IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Lötzsch, der auch Geschäftsführer des Work-and-Stay-Center Mittelfranken ist, das derzeit aufgebaut wird. Das Center setzt sich dafür ein, Unternehmen wie Fachkräfte zuverlässig durch Einwanderung und Integration zu begleiten.

Hintergrund: Migrationsabkommen und bayerische Repräsentanz in Nairobi

Basis der Zusammenarbeit ist das Migrationsabkommen zwischen Deutschland und Kenia aus dem Herbst 2024. Seitdem ist auch der Freistaat Bayern mit einer eigenen Repräsentanz in Nairobi vertreten. Bereits damals hatte eine IHK-Delegation vor Ort erste Gespräche geführt, die nun in einer vertieften Kooperation münden. Ein Bestandteil war die sogenannte „Customer Journey“, in der die Einwanderungswege kenianischer Fachkräfte analysiert und konkrete Verbesserungspotenziale herausgearbeitet wurden.

Webcode: N2003