Metropolregion gestaltet die Energiewende mit
Energieregion Nürnberg e. V., Energie-Campus und NKubator: Netzwerke, Forschungsprojekte und Förderung von Start-ups.
Wenn es um Energieeffizienz und nachhaltige Transformation geht, ist die Metropolregion Nürnberg mit gewichtigen Akteuren und innovativen Projekten dabei. Das zeigte sich vor Kurzem beim Dreifach-Jubiläum von Energieregion Nürnberg e. V. (25 Jahre), Energie-Campus Nürnberg EnCN (15 Jahre) und Gründerzentrum NKubator (fünf Jahre), die allesamt im Gewerbepark „Auf AEG“ in Nürnberg ansässig sind:
Energieregion Nürnberg e. V.: Als zentrales Kompetenznetzwerk vernetzt die Initiative die Akteure von Wirtschaft, Wissenschaft, Kommunen und Politik in der Metropolregion. Sie initiiert Kooperationen und treibt die regionale Energiewende voran (www.energieregion.de).
Energie-Campus Nürnberg (EnCN): Das interdisziplinäre Energieforschungszentrum bündelt die Kompetenzen von Universität Erlangen-Nürnberg, Technischer Hochschule Nürnberg, Fraunhofer-Institut IISB und Hochschule Ansbach. Der Energie-Campus sieht sich als Think-Tank, der innovative Technologien entlang der gesamten Energiekette entwickelt – von der Erzeugung bis zur Netzintegration (www.encn.de).
NKubator: Das Innovations- und Gründerzentrum begleitet technologieorientierte Start-ups aus den Bereichen Energie, Green Tech und Nachhaltigkeit. Es unterstützt die Gründer u. a. mit Coaching, einem Netzwerk und moderner Infrastruktur dabei, tragfähige Geschäftsmodelle zu entwickeln und am Markt zu etablieren (www.nkubator.eu).
Einige Beispiele für fünf Projekte, an denen Partner des Energie-Campus derzeit forschen:
OPVplus: In diesem Verbundprojekt werden elektrochrome Photovoltaik-Folien erforscht, die in Fenster und andere transparente Fassadenbereiche integriert werden. Die gedruckte Hybrid-Optoelektronik kann „schaltbar abdunkelnd“ und „stromerzeugend“ genutzt werden, was die Energieeffizienz von Gebäuden deutlich steigert.
sEnSys: Das Projekt demonstriert, wie ein mehrgeschossiges Wohngebäude optimal saniert werden kann. Durch den Einsatz eines digitalen Zwillings sowie einer prädiktiven Steuerung werden Wärmepumpen, Speicher und Verbrauch optimal koordiniert, um einen wirtschaftlichen und klimaneutralen Betrieb zu garantieren.
GeoBOD2: Entwickelt wird eine innovative, 3D-druckfähige Materialmischung aus Bauschutt und Recyclingstoffen. Da die Mischung ohne CO₂-intensive Zementproduktion auskommt, sinkt der herstellungsbedingte Energiebedarf um fast 90 Prozent und die CO₂-Emissionen reduzieren sich um knapp 70 Prozent.
E|Mpower: Dieses Projekt widmet sich dem induktiven Laden von Elektrofahrzeugen während der Fahrt. Dazu fand bereits ein Feldversuch auf einem ein Kilometer langen Teilstück der A6 statt, um diese Technologie für den Schwerlastverkehr zu testen. Erforscht werden automatisierte Methoden, um die induktive Übertragungssysteme automatisiert zu fertigen und in die Straßen einzubringen.
Kopernikus Ensure: 30 Partner entwickeln Technologien, um die Stromnetze zukunftsfähig und sicher zu machen. Demonstrationen in realen Umgebungen und Laboren zeigen auf, wie neue Technologien, Methoden und Konzepte dazu beitragen, die Netze zu stabilisieren und zu flexibilisieren.
Webcode: N2331