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Anstoßen auf erfolgreiches Exportgeschäft: Brauerei-Chefin Katalin Fürstin von Wrede mit den Vertretern ihres italienischen Generalimporteurs.

Kleine und mittlere Unternehmen, die ins Auslandsgeschäft starten, sollten sich für das bayerische Förderprogramm „Go International“ bewerben. Das rät IHK-Außenwirtschaftsexperte Christian Hartmann Betrieben, die bisher nicht oder nur wenig im Ausland tätig waren. Denn diese Initiative der bayerischen IHKs und Handwerkskammern sei das Top-Förderinstrument des Freistaats für diese Zielgruppe. Unternehmen aus Bayern erhalten auf diesem Wege Förderungen für eine Reihe von Aktivitäten der Markterschließung. Einige Beispiele: Teilnahme an Auslandsmessen, Erstellen von fremdsprachigen Webseiten und Werbematerialien, Marktberatungen, Produktzertifizierungen oder Mitarbeiterschulungen.

Ein Unternehmen, das dieses Angebot erfolgreich genutzt hat, ist die Fürst Carl Schlossbrauerei Ellingen: Ihr gelang mit „Go International“ der Einstieg auf dem italienischen Markt und der systematische Ausbau des Auslandsgeschäfts darüber hinaus. „Heute exportieren wir unsere Biere nach Italien, in China haben wir ein Lizenzgeschäft“, so Geschäftsführerin Katalin Fürstin von Wrede. „Der Fokus liegt seit 2019 auf Italien. Eine italienische Agentur wurde auf uns aufmerksam, als sie nach einer bayerischen und idealerweise fränkischen Brauerei Ausschau hielt, mit der sie sich eine Zusammenarbeit vorstellen konnte.“ Die Kriterien für die Agentur waren erstklassige Bierqualität, gelebte Tradition, Familienbetrieb, Regionalität sowie langjährige Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern. Aktiv ist die Brauerei vor allem in Norditalien – insbesondere in den Regionen Venetien, Friaul und Trentino. Das Kundennetzwerk umfasst Restaurants, Pizzerien und Bars, die Wert auf authentische, handwerklich gebraute Biere legen.

Auf „Go International“ wurde die Brauerei durch die Wirtschaftsförderung im Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen aufmerksam, die eng mit der IHK Nürnberg für Mittelfranken in Verbindung steht. Die IHK berät und unterstützt die Betriebe bei der Teilnahme an diesem Förderprojekt. Ziel war damals konkret die Markterschließung in Italien und die Vermeidung von Fehlern beim Markteintritt. Im Rahmen von „Go International“ nutzte die Fürst Carl Schlossbrauerei u. a. folgende Fördermaßnahmen: Marktanalyse und Marktrecherche für Italien, Entwicklung einer Marketing-Strategie, Übersetzung von Flyern, Produktkatalogen und Website ins Italienische sowie Auftritt auf der Messe „L’Artigiano in Fiera“ in Mailand inklusive Standfläche, Messestand, Dolmetscher und Messeabwicklung. Die Gesamtkosten der Maßnahmen beliefen sich auf rund 24 000 Euro, wovon etwa 11 000 Euro gefördert wurden.

Die Ziele wurden nach Angaben von Katalin Fürstin von Wrede erreicht: Seit 2019 besteht eine erfolgreiche Partnerschaft mit einem italienischen Generalimporteur. Dadurch konnte sich die Brauerei dauerhaft in Italien positionieren und ein Vertriebs- und Kundennetzwerk aufbauen. Der Messeauftritt in Mailand sei dabei ein wichtiger Türöffner gewesen. Ihr Fazit: „Wir können Go International ausdrücklich weiterempfehlen.“

https://weltweit-erfolgreich.de/bayern/foerdermittel/go-international/ 

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Info-Veranstaltungen

An kleine und mittlere Unternehmen wendet sich die IHK-Veranstaltungsreihe „Einstieg ins internationale Geschäft“. Einige Themen: Chancen und Risiken des Exportgeschäfts, erste Schritte, Auswahl von Zielmärkten, Förderprogramme sowie Zoll- und Exportabwicklung. Die nächsten Termine: Donnerstag, 9. Juli (16 Uhr, im Landratsamt Erlangen-Höchstadt in Erlangen) und Mittwoch, 14. Oktober (16.30 Uhr im Landkreis Roth, genauer Ort wird noch festgelegt).

www.ihk-nuernberg.de/V771

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