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175 Jahre IHK

Dynamische Region Roth

181018_175Jahre_IHK_Roth__2018_1635 © Kurt Fuchs/ IHK

IHKG-Vorsitzender Joachim von Schlenk-Barnsdorf begrüßte die Gäste im Schloss Ratibor.

Wechselvolle Wirtschaftsgeschichte: Das IHK-Gremium Landkreis Roth feierte das IHK-Jubiläum im Schloss Ratibor.

Der Landkreis Roth steht wirtschaftlich glänzend da: Sehr gute Geschäftslage der Unternehmen, breiter Branchenmix und niedrige Arbeitslosenquote von rund zwei Prozent. Diesem Aufschwung ging ein langer Weg voraus, der von vielen Aufbrüchen, aber auch Rückschlägen geprägt war. Das wurde bei einer Veranstaltung aus Anlass des 175-jährigen IHK-Jubiläums deutlich, bei der Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung im Schloss Ratibor einen Blick zurück in die wechselvolle Wirtschaftsgeschichte warfen.

Als König Ludwig I. von Bayern im Jahr 1843 flächendeckend Handelskammern gründen ließ, war es mit der Mitsprache der Wirtschaft nicht weit her. Sie musste sich ihre Rechte auch in den folgenden Jahren mühsam erkämpfen, wie der Historiker Dr. Hans-Diether Dörfler von der Erlanger Agentur Birke und Partner ausführte. Schließlich musste der König im Jahr 1866 doch einer modernen Wirtschaftsordnung zustimmen, die auch mehr Rechte für die Handelskammern mit sich brachte. Seit diesem Jahr wurde den Kammern auch die Möglichkeit eingeräumt, Bezirksgremien einzurichten. In Roth sollte es allerdings noch ein Jahrhundert dauern, bis dort ein IHK-Gremium eingerichtet wurde. Zwar war die sogenannte Leonische Industrie (Herstellung von Drähten und Kabeln) in Roth prominent vertreten, doch bis sich der gesamte heutige Landkreis Roth zu einem wichtigen Wirtschaftsstandort entwickelte, sollte es noch einige Jahrzehnte dauern. Der wirtschaftliche Aufschwung nach dem Zweiten Weltkrieg, zu dem im Landkreis auch viele Heimatvertriebene aus dem Sudetenland beitrugen, führte zum Wunsch der Wirtschaft, die Interessenvertretung zu verbessern. So kam es schließlich im Jahr 1967 zur Gründung des IHK-Gremiums Roth.

Heute werde das IHK-Gremium Landkreis Roth (IHKG) als wichtiger Gesprächs- und Kooperationspartner von Politik und Verwaltung sehr geschätzt, wie Landrat Herbert Eckstein und Roths Bürgermeister Ralph Edelhäußer bei der Feierstunde unterstrichen, die unter dem Motto „Reden über Verantwortung“ stand. IHKG-Vorsitzender Joachim von Schlenk-Barnsdorf und IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Lötzsch bedankten sich bei den vielen Unternehmern, die sich in den vergangenen Jahrzehnten ehrenamtlich im IHKG Roth für die regionale Wirtschaft engagiert haben. Sie hoben auch die Bedeutung der Unternehmerfabrik Landkreis Roth hervor, die von Karl Scheuerlein geleitet wird und mit der die IHK auf Feldern wie etwa Berufsbildung, Innovationsförderung und Gewerbeflächen bestens zusammenarbeite.

 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 11|2018, Seite 48

 
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