Zum Hauptinhalt springen
IHK-Kammergespräch mit Ministerpräsident Dr. Markus Söder: „Wirtschaft braucht Vorfahrt - wie Bayern Wachstum möglich macht“

Biomasse-Strategie Bayern: Heimische Rohstoffe nachhaltig nutzen

26.10.2026

Bayern will weniger fossile Rohstoffe nutzen und sie Schritt für Schritt durch nachwachsende Rohstoffe ersetzen. Dafür hat der Freistaat die Biomasseressourcen-Strategie entwickelt. Sie ist Teil der Bioökonomie-Strategie „Zukunft.Bioökonomie.Bayern“.
 
Die Strategie zeigt, wie Biomasse aus Bayern sinnvoll und nachhaltig genutzt werden kann. Dabei gilt: Lebensmittel haben Vorrang. Die Erzeugung hochwertiger Lebensmittel darf nicht durch andere Nutzungen verdrängt werden. Im Mittelpunkt stehen Rohstoffe aus Land- und Forstwirtschaft, die nicht als Lebensmittel dienen. Sie können zum Beispiel Wärme, Strom und Kraftstoffe liefern. Sie lassen sich auch zu Baustoffen oder Naturfaserprodukten verarbeiten.
 
Bayern verfolgt drei Ziele: Heimische Biomasse soll fossile Rohstoffe nach und nach ersetzen. Aus verfügbarer Biomasse sollen neue, nachhaltige Produkte und Anwendungen entstehen. Diese sollen zum Klimaschutz, zur Energiewende, zu einer sicheren Energieversorgung und zur Kreislaufwirtschaft beitragen.
 
Die Strategie schreibt keine einzelne Technik vor. Sie betrachtet den gesamten Weg vom Rohstoff bis zum fertigen Produkt. In neun Handlungsfeldern beschreibt sie, wie Biomasse nachhaltig als Energie oder Material genutzt werden kann. Dabei berücksichtigt sie, dass Biomasse nur begrenzt verfügbar ist und Umwelt, Natur und Klima geschützt werden müssen.
 
Die Nutzung heimischer Rohstoffe soll auch den ländlichen Raum stärken – mit Wertschöpfung, Infrastruktur und Arbeitsplätzen vor Ort. Dafür unterstützt die Staatsregierung neue Geschäftsmodelle sowie technische Anlagen und schafft passende Rahmenbedingungen. Mit seiner Strategie nimmt Bayern unter den Ländern eine Vorreiterrolle ein.

Bericht aus der Kabinettssitzung – Bayerische Staatskanzlei: www.bayern.de

Webcode: N2514