Geschäftsbericht 2025
Der Geschäftsbericht 2025 der Industrie- und Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken in digitaler Form: Mit einem Klick erhalten Sie Einblick in Bilanz, Jahresabschluss, Gewinn- und Verlustrechnung sowie die wichtigsten Informationen zu unseren Kernthemen. Außerdem finden Sie wirtschaftliche Kennzahlen der Region und einen Überblick über unsere Produkte und Dienstleistungen.
Inhaltsverzeichnis
Jahresabschluss
Kernthemen
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Im abgelaufenen Jahr 2025 wurden in Mittelfranken 7 504 Ausbildungsverhältnisse in IHK-Berufen geschlossen. Damit ist die Zahl der neuen Ausbildungsverträge trotz fehlendem Abiturientenjahrgang aufgrund der Umstellung von G8 auf G9 nur moderat gesunken (minus 4,2 Prozent). Trotz schwacher Konjunktur suchen viele Ausbildungsbetriebe in der Region nach Nachwuchskräften, allerdings konnten dennoch viele der angebotenen Ausbildungsstellen nicht besetzt werden. Gründe hierfür waren überwiegend, dass den Ausbildungsbetrieben keine bzw. keine geeigneten Bewerber/innen zur Verfügung standen. Hinzu kommt, dass aufgrund der Umstellung von G8 auf G9 etwa 4.000 Schülerinnen und Schüler weniger mit allgemeiner Hochschulreife auf den Ausbildungsmarkt gekommen sind.
Die IHK Nürnberg für Mittelfranken betreute 2025 insgesamt 18 489 Ausbildungsverhältnisse. Es wurden 7 607 Abschlussprüfungen abgelegt, die IHK-Bildungsberaterinnen und -berater haben 1 650 Beratungen in Ausbildungsbetrieben durchgeführt. An 338 IHK-Weiterbildungslehrgängen nahmen 3 941 Personen teil. 4 345 Personen legten eine Weiterbildungsprüfung bei der IHK ab. Darüber hinaus engagierten sich 5 897 ehrenamtliche Prüferinnen und Prüfer in der Aus- und/oder Weiterbildung bei der Abnahme der Prüfungen.
Um dem Fachkräftemangel in der Region entgegenzuwirken, standen im Mittelpunkt der Aktivitäten im Bereich der Ausbildung Maßnahmen der Berufsorientierung sowie Projekte zur Unterstützung des Matchings zwischen Jugendlichen und Ausbildungsbetrieben.
Duale Berufsausbildung
Neben den klassischen Printangeboten zur Berufsorientierung ("Startpunkt Ausbildung" und "dipolo") wurden die Schüler/innen allgemeinbildender Schulen in Mittelfranken und deren Eltern über Zukunftssäulen oder Berufsorientierungsboxen mit Informationen in Printform sowie über ein großes digitales Display zu verschiedensten Ausbildungsthemen und offenen Ausbildungsstellen der Region versorgt.
Die Praktikumswoche Mittelfranken wurde auch 2025 im Juli und während der Sommerferien angeboten. Somit konnten interessierte Schülerinnen und Schüler tageweise in Ausbildungsbetriebe "schnuppern".
Studienaussteigerinnen und Studienaussteiger sind weiterhin eine beliebte Zielgruppe der Ausbildungsbetriebe und auch vonseiten der Studierenden wird das Angebot einer Beratung zu den Möglichkeiten der Dualen Berufsausbildung intensiv genutzt. Etwa 150 potenzielle Studienaussteigerinnen und Studienaussteiger wurden 2025 beraten und konnten oftmals direkt an interessierte Betriebe vermittelt werden. Unter bestimmten Voraussetzungen können ehemalige Studentinnen und Studenten die Ausbildung um bis zu 18 Monate verkürzen. Bei längerer Studiendauer ist ggf. sogar der direkte Einstieg in eine Aufstiegsfortbildung möglich.
Engagierte Azubis haben als „IHK-AusbildungsScouts“ in über 300 Einsätzen an allgemeinbildenden Schulen mehr als 6 000 Schülerinnen und Schüler erreicht und über die duale Ausbildung und die Karrieremöglichkeiten informiert. In speziellen Info-Veranstaltungen für Eltern wurden diese über die Chancen der beruflichen Bildung informiert – schließlich sind Eltern meist maßgeblich an der Berufswahl ihrer Kinder beteiligt. Hier kamen auch sogenannte „KarriereScouts“ zum Einsatz. Das sind ehemalige Azubis, die schon Berufserfahrung gesammelt haben und bestens über Entwicklungsmöglichkeiten nach der Ausbildung informieren können.
Mit der mobilen Beratungsbox und dem Roboter MiA erreichten die IHK-Bildungsberater/innen über 1 000 Schülerinnen und Schüler direkt vor Ort, meistens auf den Schulhöfen, aber beispielsweise auch im Rahmen des Girl's Day vor verschiedenen Unternehmen.
Auch auf den IHK-Vermittlungsbörsen zum Matching zwischen Jugendlichen und Ausbildungsbetrieben (Last-Minute-Börse, Nachvermittlungsbörse, Nachrücker-Börse und IHK-Azubi-Challenge) wurden viele Kontakte geknüpft und Ausbildungsverträge angebahnt. Darüber hinaus berieten die IHK-Bildungsberaterinnen und -berater bei zahlreichen mittelfränkischen Berufsinformationsveranstaltungen.
Integration von Flüchtlingen
Die IHK-Integrationsberatung unterstützte speziell das Matching zwischen Unternehmen und Geflüchteten. In einer "offenen Sprechstunde" konnten sich ausbildungsinteressierte Geflüchtete ohne vorherige Terminvereinbarung informieren. Auch Betriebe konnten sich rund ums Thema Ausbildung von Geflüchteten beraten lassen. Das von der IHK zur Verfügung gestellte Kompetenzfeststellungsverfahren check.work für Menschen mit Fluchthintergrund wurde von Arbeitsagenturen, Jobcentern, Berufsschulen bzw. Bildungsträgern genutzt.
Fortbildungsprüfungen
Die Fortbildungsprüfungen in der höherqualifizierenden Berufsbildung – darunter Fachwirte, Industriemeister und Betriebswirte – bewegen sich mit 2 208 Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf dem Niveau des Vorjahres. Auch die Ausbildereignungsprüfungen halten mit 2 137 Teilnehmenden ihr hohes Vorjahresniveau. Der mittlerweile mit 3 000 Euro dotierte "Meisterbonus" für den erfolgreichen Abschluss einer IHK-Aufstiegsfortbildung wurde im Jahr 2025 an 1 079 Absolventinnen und Absolventen ausgezahlt. Einen deutlichen Zuwachs verzeichnen die Sachkundenachweise nach Gewerberecht. Mit 7 078 Personen stieg die Zahl im Jahr 2025 im Vorjahresvergleich nochmals um 16 Prozent.
IHK-Akademie Mittefranken
Die IHK-Akademie Mittelfranken bietet an ihren Standorten in Nürnberg, Rothenburg ob der Tauber, Ansbach und Weißenburg ein breites Spektrum an öffentlich zugänglichen Weiterbildungsangeboten für die Region. Zudem unterstützt sie Mitgliedsunternehmen durch gemeinsam erarbeitete Inhouse-Qualifikationen, also im Betrieb stattfindende Schulungen, bei der Erreichung ihrer Entwicklungsziele.
Weiterbildungen finden an der Akademie verstärkt in einem hybriden Mix aus Online- und Präsenzunterricht statt. Sie werden durch sog. Flipped-Classroom-Konzepte mit Kurzlerneinheiten (Lernnuggets) zur selbstständigen Lernorganisation ergänzt. Teilnehmende profitieren von einem breit gefächerten Lehrangebot, da mittels modularen Lehrgangskonzepten unterschiedliche Zeitformen und Lehrgangsorte verzahnt werden.Weiterbildungen im Rahmen der höheren Berufsbildung werden durch Aufstiegs-BAföG und Meisterbonus hinreichend gefördert. Die mögliche Förderung übersteigt in vielen Fällen die Kurskosten.
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Kriege, Krisen, Katastrophen- eine neue Weltwirtschaftsordnung ist im Entstehen, bei der aus Sicht der Großmächte anscheinend zukünftig das Recht des Stärkeren zählt und nicht die Stärke des Rechts. Trumps Zollpolitik ist Ausdruck hierfür, mit weitreichenden Konsequenzen für die mittelfränkischen Wirtschaft. Geopolitik wird dadurch zu einem wichtigen Thema in der strategischen Ausrichtung der Firmen. Neue Absatzmärkte und Rohstofflieferanten sollen zukünftig dazu beitragen, Abhängigkeiten zu reduzieren. All dies fließt in die Arbeit des Geschäftsbereichs International bei Veranstaltungen und Auslandsprojekten ein.
Nachfrage nach Veranstaltungen mit neuem Rekord
Mit 2 913 Teilnehmern bei 87 Veranstaltungen wurde eine neue Rekordmarke gesetzt. Von Zoll- und Außenwirtschaftsrecht über „USA nach der Wahl“ bis hin zur „Roadshow Brasilien“ – das Themenspektrum war auch 2025 breit gefächert. Neue Veranstaltungsformate wie „Ticket Around the World“ oder „IHK- Netzwerk International“ wurden bestens angenommen.
Qualität auf hohem Niveau
Im Jahr 2025 hatten der Geschäftsbereich begonnen, die Qualität von Veranstaltungen anhand des Net Promoter Score (NPS) zu bewerten. Der NPS ist eine Kennzahl zur Messung der Kundenzufriedenheit und Loyalität, die angibt, wie wahrscheinlich es ist, dass Kunden ein Unternehmen oder Produkt weiterempfehlen. Die Skala des NPS reicht von -100 bis +100. Ein Wert zwischen 0-30 bedeutet „hoch“ und zwischen 30-70 „sehr hoch“ und 70-100 „exzellent“.
Von Januar bis Dezember wurden 32 Veranstaltungen mit 461 Teilnehmern analysiert. Das Ergebnis: der NPS von 83,1 liegt eindeutig im Bereich „exzellent“ und ist somit ein großartiges Ergebnis!
Meilenstein der Digitalisierung – Volldigitales Ursprungszeugnis für den Außenhandel eingeführt
Mit dem volldigitalen Ursprungszeugnis (dUZ) hat die Digitalisierung 2025 einen weiteren Meilenstein im deutschen Außenhandel erreicht. Erstmals steht Unternehmen eine vollständig digitale öffentliche Urkunde zur Verfügung – ein bislang papiergebundener Kernprozess wird damit konsequent in die digitale Welt überführt.
Entwickelt von der IHK-Gesellschaft für Informationsverarbeitung gemeinsam mit mehreren Industrie- und Handelskammern und Pilotunternehmen, ging das System nach erfolgreicher Erprobung im September 2025 bundesweit in den Regelbetrieb. Über das zentrale Portal eUZweb können Ursprungszeugnisse nun vollständig digital beantragt, genehmigt und genutzt werden. Der bisherige Medienbruch – der Ausdruck auf amtlichen Formularen – entfällt.
Ursprungszeugnisse sind zwar formal unscheinbar, im internationalen Handel jedoch unverzichtbar: Sie bescheinigen den handelspolitischen Ursprung von Waren und sind in vielen Ländern Voraussetzung für die Einfuhr, Zollvergünstigungen oder Finanzierungsinstrumente wie Akkreditive. Allein in Deutschland werden jährlich rund eine Million dieser Dokumente ausgestellt.
Besondere Bedeutung kommt der rechtlichen Dimension zu. Als öffentliche Urkunden unterliegen Ursprungszeugnisse hohen formalen Anforderungen. Mit dem dUZ gelingt erstmals eine vollständig digitale, rechtsverbindliche und international verifizierbare Ausstellung. Seriennummern und Verifizierungscodes ermöglichen die Echtheitsprüfung weltweit; zugleich erfüllt das System internationale Standards der Weltzollorganisation.
Was auf den ersten Blick wie eine technische Neuerung wirkt, erweist sich in der Praxis als substanzieller Fortschritt: Das digitale Ursprungszeugnis steht exemplarisch für den Wandel hin zu effizienteren, schnelleren und moderneren Abläufen im internationalen Warenverkehr – mit großer Wirkung bei einem kleinen, aber entscheidenden Dokument.
Beschaffungsmärkte im Blick
Ein großer Erfolg war die 11. Einkaufsinitiative Westbalkan am 4. Juni 2025 in der IHK Nürnberg für Mittelfranken. Das Event war vor allem durch intensive B2B Gespräche zwischen deutschen Einkäufern und Lieferanten aus dem Westbalkan sowie eine sehr hohe Matchmaking Dichte geprägt.
Rund 24 deutsche einkaufende Unternehmen trafen in der IHK Nürnberg auf über 80 ausgewählte Lieferanten aus den Ländern Albanien, Bosnien‑Herzegowina, Kosovo, Kroatien, Nordmazedonien, Serbien und Slowenien. Mehr als 200 vorab terminierte B2B‑Meetings sorgten für einen sehr strukturierten Ablauf und ermöglichten passgenaue Gespräche zu konkreten Beschaffungsbedarfen. Im Fokus standen Themen wie Nearshoring, alternative Beschaffungsquellen sowie die Stärkung und Diversifizierung von Lieferketten in Branchen wie Maschinenbau, Automobilindustrie, Metallverarbeitung, Kunststoff‑ und Elektroindustrie. Die Initiative wurde vom Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) gemeinsam mit den Auslandshandelskammern des Westbalkans und der IHK Nürnberg für Mittelfranken im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz durchgeführt.
Die Veranstaltung gilt als Best‑Practice‑Format des Markterschließungsprogramms für KMU und zielt auf eine stärkere Integration der Unternehmen des Westbalkans in deutsche Lieferketten. Die Atmosphäre wurde von den Teilnehmenden als durchweg positiv beschrieben: intensive Gespräche, neue Kontakte und konkrete Geschäftsanbahnungen standen im Vordergrund. Die hohe Zahl an qualifizierten Lieferantenprofilen und die gezielte Vorauswahl der Gesprächspartner wurden als wesentliche Erfolgsfaktoren für die 11. Einkaufsinitiative Westbalkan hervorgehoben.
Europa im Fokus
Der Geschäftsbereich International hat 2025 mit Formaten wie „Marktchancen Iberische Halbinsel“, „Marktchancen Griechenland – Vom Sorgenkind zum Musterschüler“ oder „Marktchancen Türkei“ Unternehmen aus der Region gezielt zu Geschäftsmöglichkeiten in diesen europäischen Ländern informiert. Im Fokus standen Markteinstieg, rechtliche und steuerliche Rahmenbedingungen sowie Investitions‑, Export- und Kooperationschancen. Breiteren Raum wurde den Branchenchancen in diesen Ländern, etwa in Energie, IKT/Start-ups, Umwelttechnologien, Automotive und Wasserstoff gewidmet. Die Länderexperten der jeweiligen deutschen Auslandshandelskammer (AHK) informierten aus erster Hand und individuelle Beratungsgespräche für konkrete Projekte rundeten die jeweiligen Veranstaltungen ab.
Das 16. Asien-Pazifik-Forum Bayern in Nürnberg wieder ausgebucht
Am 17. Juli 2025 wurde das Nürnberger „Haus der Wirtschaft“ beim Asien-Pazifik-Forum zum Treffpunkt für Bayerns Exportwirtschaft mit Fokus auf den ASEAN-Raum. Die besondere Rolle Thailands als diesjähriges Partnerland wurde dabei durch eine zukunftsweisende Partnerschaft unterstrichen: Die IHK Nürnberg für Mittelfranken unterzeichnete ein Memorandum of Understanding (MoU) mit der thailändischen Forschungsagentur NSTDA, um die Zusammenarbeit in Wirtschaft und Innovation langfristig zu festigen.
Das Programm bot eine gezielte Mischung aus strategischem Weitblick und operativer Tiefe. Ein besonderes Highlight war die Keynote von Prof. Dr. Manuel Vermeer, der mit seiner profunden Asien-Expertise die kulturellen und wirtschaftlichen Dynamiken der Region analysierte und wertvolle Impulse für erfolgreiche Geschäftsbeziehungen lieferte. Wie diese Strategien in der Praxis aufgehen, verdeutlichte der bayerische Weltmarktführer Krones. Anhand konkreter Praxisbeispiele gab das Unternehmen Einblicke in seine Erfolgsgeschichte im asiatisch-pazifischen Raum und zeigte auf, wie bayerisches Know-how in diesen Wachstumsmärkten bestehen kann.
Flankiert wurde die Veranstaltung von einer Fachausstellung mit über 30 Dienstleistern, die passgenaue Lösungen für den Exportalltag präsentierten. Wie groß der konkrete Informationsbedarf ist, belegte die beeindruckende Bilanz am Ende des Tages: Insgesamt wurden 454 individuelle Beratungsgespräche mit Experten der Auslandshandelskammern (AHKs) durchgeführt. Besonders gefragt war das Partnerland Thailand mit 59 Terminen, gefolgt von Vietnam (48) und Malaysia (33), sowie China (30), Japan (28) und Singapur (28). Damit festigte das Forum erneut seine Rolle als unverzichtbarer Kompass für bayerische Unternehmen in einer dynamischen Weltwirtschaft.
Neues Format „IHK-Netzwerk International“ erfolgreich gestartet
„IHK-Netzwerk International“ nennt sich ein neues Veranstaltungsformat der IHK Nürnberg für Mittelfranken. Der Ablauf: Zunächst berichtet ein Experte über eine bestimmte Region oder ein außenwirtschaftliches Thema. Daran schließt sich eine Diskussionsrunde an, bei dem sich die Teilnehmer kennenlernen und Erfahrungen aus der Praxis austauschen.
Beim ersten „IHK-Netzwerk International“ stand Lateinamerika im Mittelpunkt. Pamela Valdivia, Bayerische Repräsentantin für Südamerika, skizzierte wirtschaftliche Möglichkeiten und Herausforderungen auf dem Kontinent. Die Repräsentantin, die ihr Büro bei der Deutsch-Chilenischen Auslandshandelskammer (AHK) in Santiago de Chile hat, ist für die fünf Länder Argentinien, Chile, Kolumbien, Peru und Uruguay zuständig. Beleuchtet wurden dabei Wachstumsbranchen, die Start-up und Tech-Szene, die wirtschaftliche Integration des Kontinents, die regionale Unterschiede und kulturelle Faktoren.
Bei der zweiten Veranstaltung der Reihe analysierte Prof. Dr. Manuel Vermeer die geopolitischen Strategien Chinas und Indiens. Auch im Fokus: die Konsequenzen für internationale Unternehmen und Europa.
Ausschuss konstituiert
Am 26. März 2025 fand die konstituierende Sitzung des IHK- Außenwirtschaftsausschusses statt. Als Vorsitzender wurde IHK-Vizepräsident Wido Fath bestätigt. Sein Stellvertreter ist Eike Scholl von der NürnbergMesse. Bereits bei diesem Termin waren die Arktis und die Rivalität der Großmächte das Thema. Weitere Highlights in den darauffolgenden drei Sitzungen waren „Abkommen statt Abschottung - Europas Reaktion auf die US- Handelspolitik“, „Rohstofflieferketten unter Druck: Was Unternehmen jetzt tun können“, „Zwischen Konkurrenz und Kooperation: China und Indien im globalen Machtgefüge“. Geschäftschancen in folgenden Märkten waren weitere wichtige Tagesordnungspunkte: Ukraine, Marokko, Serbien, Türkei, Indien, Großbritannien, Rumänien und MENA-Regionen.
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Das Thema Fachkräftesicherung war auch im Jahr 2025 ein strategischer Schwerpunkt der IHK-Arbeit, da der Mangel an Fachkräften die weitere Entwicklung zahlreicher Unternehmen behindert. Die Sicherung von nachhaltigem Wachstum und Beschäftigung in der Metropolregion Nürnberg sowie die künftige Wettbewerbsfähigkeit der mittelfränkischen Wirtschaft werden entscheidend davon abhängen, ob es gelingt, die notwendigen Fachkräfte zu gewinnen, in Unternehmen zu entwickeln und zu binden und im Wirtschaftsraum zu halten.
Hierzu braucht es passende Rahmenbedingungen und Fördermöglichkeiten zur besseren Ausschöpfung des vorhandenen Erwerbspersonenpotenzials. Die Zuwanderung von Fachkräften aus dem Ausland ist ebenfalls unverzichtbar, um den künftigen Fachkräftebedarf zu decken. Letztlich bedarf es einem Wirtschaftsraum mit attraktiven Standortbedingungen für Arbeitnehmer sowie Unternehmen, die mit Zuversicht den Herausforderungen der Zukunft und der wandelnden Arbeitswelt begegnen.
Netzwerke
Die IHK ist besonders durch ihre Netzwerkarbeit als Interessenvertretung der Wirtschaft aktiv, um für ein nachhaltiges Wachstum am Arbeitsmarkt die richtigen Weichen zu stellen. Zur Wahrung der wirtschaftlichen Interessen der Mitgliedsunternehmen koordiniert die IHK-Netzwerke regionaler Akteure und Firmen, um Fachkräfte für die Wirtschaft zu sichern.
IHK-Ausschuss Fachkräftesicherung
Im Jahr 2018 beschloss die Vollversammlung der IHK den Aufbau eines IHK-Fachhausschusses für Fachkräftesicherung, der sich 2019 konstituierte. Die Kernaufgabe des Ausschusses liegt in der Beratung der IHK bei allen wirtschaftlich relevanten Fragestellungen aus dem Bereich Fachkräftesicherung. In den Ausschusssitzungen werden aktuelle Themen vorgestellt und diskutiert, um ein Meinungsbild des Ausschusses zu erarbeiten. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für Stellungnahmen der IHK gegenüber Behörden oder der Öffentlichkeit. Der Ausschuss initiiert und treibt eigene Projekte zum Thema Fachkräftesicherung voran.
IHK-Netzwerk Frauen Unternehmen Wirtschaft
Das IHK-Netzwerk „Frauen unternehmen Wirtschaft“ hat zum fünften Jahresempfang ins Haus der Wirtschaft eingeladen. Der Einladung zur Netzwerkveranstaltung für engagierte Frauen aus Unternehmen, Politik und Verwaltung, Hochschulen, Kultur und Medien folgten rund und 200 Teilnehmerinnen und nutzten die Gelegenheit, sich auszutauschen, neue Impulse zu sammeln und Kontakte zu knüpfen.
Für Denkanstöße sorgte die Keynote von Andrea Nahles, Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit. Unter dem Titel „Neue Stärke für unsichere Zeiten: Frauen als Motor für einen wirtschaftlichen Aufschwung“ sprach sie über die zentrale Rolle von Frauen in der Wirtschaft und die Bedeutung weiblicher Führung in Zeiten des Wandels, über KI und über Rollenbilder. Im Anschluss stellte sich Frau Nahles den Fragen des Publikums in einer moderierten Gesprächsrunde.
Mit dem Netzwerk „Frauen Unternehmen Wirtschaft“ setzt sich die IHK seit 2018 mit verschiedenen Formaten für die bessere Vernetzung von Unternehmerinnen und Frauen in Führungspositionen ein und fördert deren Austausch untereinander. Die Initiative wurde zuletzt im Rahmen des Frauenpreises 2024 der Stadt Nürnberg mit einem Anerkennungspreis ausgezeichnet.
Initiative Familienbewusste Personalpolitik
Die Initiative Familienbewusste Personalpolitik ist eine Plattform, um Themen und Good-Practice-Beispiele zur familienbewussten Personalpolitik in Unternehmen und öffentlichen Stellen zu diskutieren. Es handelt sich um ein gemeinsames Projekt von IHK Nürnberg für Mittelfranken, Handwerkskammer für Mittelfranken, Bündnis für Familie Nürnberg, Arbeitsagentur Nürnberg und Forum Wirtschaft der Metropolregion Nürnberg. Auf ihrer Website sammelt die Initiative Ergebnisse, zu denen sich die Kooperationspartner informieren und Erfahrungen austauschen. Zusätzlich sind zu verschiedenen Themen Arbeitsgruppen in der Initiative familienbewusste Personalpolitik aktiv. Darin sind Unternehmen und Dienstleister vertreten, die sich in unserem Netzwerk engagieren. Sie stehen in kontinuierlichem Austausch über Good-Practice und entwickeln gemeinsam neue Ideen, wie sich familienbewusste Personalpolitik weiterentwickeln kann. Im Jahr 2025 fand die Herbsttagung der Initiative im „Haus der Wirtschaft“ statt mit dem Titel: „Fachkräfte halten – auf mit Falten“. Die Fragestellung lautete: Wie „müssen“, „können“, „wollen“ und „dürfen“ ältere Arbeitskräfte arbeiten?
Runder Tisch Inklusion Mittelfranken
Etwa eine Million Menschen mit Behinderung sind in Unternehmen in Deutschland beschäftigt. Die Arbeitslosenquote unter den Menschen mit Schwerbehinderung ist aber signifikant höher als in der Gesamtbevölkerung, obwohl ein Großteil der arbeitssuchend gemeldeten Menschen mit Schwerbehinderung eine abgeschlossene Ausbildung oder eine höhere berufliche Qualifikation mitbringen. Die IHK Nürnberg für Mittelfranken unterstützt Mitgliedsunternehmen dabei, Menschen mit Behinderung neu einzustellen oder weiter zu beschäftigen. Durch ihre Netzwerkkontakte kann die IHK in einer Lotsenfunktion direkt an eine zuständige Stelle weitervermitteln, zum Beispiel zur Beantragung von Fördermitteln.
Projekte
Initiative „IHK macht Schule“
Im Jahr 2025 wurde die Initiative „IHK macht Schule“ erfolgreich weitergeführt. Ziel des Programms, das auf Initiative des IHK-Fachausschusses für Fachkräftesicherung angestoßen wurde, ist es, wirtschaftliche Zusammenhänge, betriebliche Abläufe und deren Bedeutung für Gesellschaft und Alltagsleben stärker in der gymnasialen Bildung zu verankern. Die Initiative möchte Schülerinnen und Schülern einen realistischen Blick auf wirtschaftliche Wertschöpfung, Innovationsprozesse und globale Verflechtungen vermitteln und damit ökonomische Grundkompetenzen fördern.
Im Schuljahr 2024/25 nahmen insgesamt 30 Schülerinnen und Schüler aus vier Gymnasien in Nürnberg und Fürth teil. Sie besuchten Workshops, Diskussionsrunden und Planspiele und erhielten Einblicke in Themen wie Innovation, Außenhandel, Digitalisierung, Verkehrsinfrastruktur, Energieeffizienz und Klimaschutz. Ergänzend lernten sie praktische Aspekte wirtschaftlicher Alltagsfragen kennen, etwa Versicherungen, Geldanlage, Altersvorsorge oder Steuern. Unternehmensbesuche – unter anderem beim Flughafen Nürnberg, bei Faber-Castell, dem Innovationslabor Josephs, der Technischen Universität Nürnberg (UTN) und dem Fraunhofer-Institut IIS – rundeten das Programm ab und vermittelten praxisnahe Einblicke in die vielfältige Wirtschafts- und Innovationslandschaft der Region. Am 25. Juni 2025 informierte außerdem ein „Lehrer-Tag“ über Inhalte und Aufbau des Programms.Ergänzend setzte der Zukunftskongress „IHK macht Schule“ ein starkes Zeichen für nachhaltige Fachkräftebindung. Unter dem Leitgedanken „Von Willkommen zu Willbleiben“ entwickelten über 100 Schülerinnen und Schüler aus 19 Schulen praxisnahe Projektideen, die internationale Fachkräfte beim Ankommen in Deutschland unterstützen. Begleitet von Expertinnen und Experten aus der Praxis sowie inspiriert durch persönliche Einblicke in Integrationswege entstanden in 20 Teams kreative Konzepte – von Begegnungsformaten bis hin zu Unterstützungsangeboten für Alltag, Arbeit und Wohnen. Vor dem Hintergrund der geplanten Work‑and‑Stay‑Agentur zielte der Kongress darauf ab, Fachkräfte nicht nur zu gewinnen, sondern langfristig für die Region zu begeistern.
Für das Schuljahr 2025/26 ist eine Fortsetzung der Initiative vorgesehen.
Initiative „Make it in Bavaria“
Mit dem Online-Portal www.make-it-in-bavaria.com bringt die Bayerische Staatsregierung internationale Fachkräfte und bayerische Arbeitgeber zusammen. Die Plattform bietet umfassende Informationen und wertvolle Unterstützung für den Einwanderungsprozess und die Integration in den bayerischen Arbeitsmarkt. Die IHK Nürnberg für Mittelfranken ist einer der Impuls- und Ideengeber für das neue Serviceangebot sowie für effizientere Prozesse bei der Einwanderung von Fachkräften aus Nicht-EU-Staaten.
Die Plattform ergänzt das umfassende Angebot von „Make it in Germany“, dem Informationsportal der Bundesregierung für Fachkräfte aus dem Ausland, mit Informationen über den bayerischen Arbeitsmarkt, das Leben in Bayern und die zahlreichen Integrationsangebote. Die IHK Nürnberg für Mittelfranken hatte sich aktiv an der Entwicklung der Kampagne „Make it in Bavaria“ beteiligt, auf deren Basis nun eine Initiative „Make it in Nürnberg“ gestartet werden soll. Wichtiger Teil des Konzepts ist die Errichtung eines „Welcome Centers“ in Nürnberg, für das sich die IHK seit Längerem stark macht. „Eine solche zentrale Anlaufstelle für ausländische Fachkräfte und für Arbeitgeber würde einen großen Beitrag leisten, um die Prozesse rund um Einwanderung und Integration effizienter zu gestalten“, so IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Lötzsch.
Die IHK Nürnberg für Mittelfranken engagiert sich seit Langem für dieses Ziel. Der „IHK-Firmenservice Internationale Fachkräfte“ unterstützt die Betriebe seit 2019 bei der Rekrutierung, Einstellung und Integration von internationalen Fachkräften aus Drittstaaten. Mit acht Ausländerbehörden in Mittelfranken wurden Kooperationsabkommen geschlossen, um die Prozesse beim sogenannten „beschleunigten Verfahren“ der Fachkräfteeinwanderung zu koordinieren. „Aber für die Zuwanderer und deren Arbeitgeber sind die Verfahren nach wie vor komplex und stellen damit eine große Hürde dar“, so Lötzsch. „Deshalb haben wir die Initiative ,Let’s work and live in Nürnberg‘ ins Leben gerufen.“
Ein wichtiges Projekt war eine Analyse aller Stationen, mit denen ausländische Fachkräfte bei der Einwanderung Kontakt haben. Partner waren Stadt Nürnberg, Anerkennungsstelle IHK FOSA, Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Regierung von Mittelfranken sowie Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit. Bei einer sogenannten „Kundenerlebnisreise“ haben sich die teilnehmenden Institutionen in die Rolle der einwandernden Fachkräfte versetzt und die einzelnen Verfahrensschritte aus deren Sicht betrachtet. Die Untersuchung ergab dringenden Handlungsbedarf, denn die Verfahren würden von Zuwanderern und Arbeitgebern als intransparent und langwierig empfunden. Die Erkenntnisse wurden im Sommer vergangenen Jahres Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Tobias Gotthardt vorgestellt. Dieser sagte bei dem Treffen in Nürnberg zu, die Ergebnisse in die politische Arbeit einzubeziehen.
Beratungsangebote
Neben der Netzwerkarbeit berät die IHK Firmen auch zur Fachkräftesicherung sowie zu passenden Förderprogrammen.
IHK-Firmenservice Internationale Fachkräfte
Mit dem Inkrafttreten des neuen Fachkräfteeinwanderungsgesetzes werden bereits etablierte Regelungen für Fachkräfte mit Hochschulabschlüssen, wie die Blaue Karte EU, weitergeführt und optimiert. Zudem wurden die Möglichkeiten für einen Aufenthalt zur Teilnahme an Qualifizierungsmaßnahmen in Deutschland deutlich ausgeweitet. Ein weiterer innovativer Bestandteil des Gesetzes ist die Einführung der Chancenkarte, die es qualifizierten Fachkräften ermöglicht, gezielt nach einem Arbeitsplatz zu suchen. Auch das beschleunigte Fachkräfteverfahren nach §81a Aufenthaltsgesetz bleibt ein zentraler Bestandteil, um die Einwanderung von Fachkräften effizienter zu gestalten.
Im Rahmen des beschleunigten Fachkräfteverfahrens können Personen aus Drittstaaten das für die Einreise und Arbeitsaufnahme erforderliche Visum schneller erhalten. Beschleunigt werden sowohl die Anerkennung des ausländischen Abschlusses als auch die Terminvergabe und Visumsausstellung bei der Botschaft.
In Mittelfranken werden die Ausländerbehörden bei der Umsetzung vom „IHK-Firmenservice Internationale Fachkräfte (FiF)“ unterstützt. Dieser hat im Jahr 2025 über 100 Betriebe bei allen Fragen rund um die Rekrutierung im Ausland, die Beantragung von Visa und Aufenthaltstiteln sowie der betrieblichen Integration ausländischer Mitarbeiter beraten und – auch dank der guten Zusammenarbeit mit den Ausländerbehörden und der Zentralen Stelle für die Einwanderung von Fachkräften (ZSEF) – erfolgreich bei den Verfahren begleitet.
Außerdem setzt FiF seit Mai 2023 das Projekt Anpassungsqualifizierung um. Das Team der IHK begleitet zudem bei der Qualifizierung und hält Kontakt zur Anerkennungsstelle IHK FOSA. FiF hat im Jahr 2025 über 300 Fachkräfte bei allen Fragen rund um Anerkennung und Qualifizierung unterstützt. Im Vergleich zu 2024 (109 Beratungen) ist die Zahl der Anfragen von Unternehmen zum beschleunigten Fachkräfteverfahren leicht zurückgegangen. Das Jahresziel für 2025, 100 Unternehmen zu beraten, wurde jedoch mit 105 Beratungen von FIF übertroffen.
Auch bei der Beratung von Fachkräften ist die Nachfrage im Vergleich zu 2024 deutlich gestiegen: Während im Jahr 2024 insgesamt 185 Beratungen durchgeführt wurden, waren es im Jahr 2025 bereits 373 Beratungen.
Folgende Veranstaltungen sind hervorzuheben:
Auf der IHK‑Integrationsmesse am 12. März 2025 kamen internationale Talente, Geflüchtete sowie Migrantinnen und Migranten mit Mitgliedsunternehmen ins Gespräch und erhielten konkrete Unterstützung bei der betrieblichen Integration.
Ergänzend stärkte die IHK mit interkulturellen Trainings am 24. Juni und 2. Oktober im Haus der Wirtschaft die Kompetenzen von Fachkräften im Umgang mit kultureller Vielfalt im Arbeitsalltag. Die Trainings vermittelten unter anderem interkulturelle Kompetenzen sowie Grundlagen der Kommunikation im Betrieb. Ergänzend wurde ein Bewerbungscoaching angeboten. Darüber hinaus bot sie an drei Terminen (26. Februar, 25. Juni und 6. November) Veranstaltungen zur Anerkennung und Qualifizierung an, die Fachkräften den Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt erleichtern.
Kontinuierlichen Austausch förderte der IHK‑Fachkräfteservice mit einem alle sechs Wochen stattfindenden Arbeitgeberstammtisch, organisiert gemeinsam mit der Agentur für Arbeit Nürnberg und der Handwerkskammer für Mittelfranken. Das Format vernetzt Unternehmen und Institutionen, schafft Raum für praxisnahen Erfahrungsaustausch und treibt die Fachkräftegewinnung in der Region gezielt voran.Newsletter
Über den Newsletter bieten wir aktuelle Informationen, Praxisbeispiele, Werkzeuge, Service und Events rund um das Thema Fachkräftesicherung: Welche Trends beeinflussen die Fachkräftegewinnung? Wie sieht gute Personalarbeit angesichts der digitalen Transformation und des demographischen Wandels aus? Und wo findet man Unterstützung und Vernetzung?
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Die IHK Nürnberg für Mittelfranken unterstützte die digitale Transformation der regionalen Wirtschaft auch 2025 mit vielfältigen Informations-, Beratungs- und Vernetzungsangeboten. Schwerpunkte waren Künstliche Intelligenz, digitale Souveränität, Cybersicherheit, Datenökonomie sowie die Digitalisierung von Unternehmen und öffentlicher Verwaltung. Dabei spielte auch das Transformationsnetzwerk transform_EMN eine wichtige Rolle, um insbesondere kleine und mittlere Unternehmen bei der digitalen und technologischen Transformation zu begleiten.
Der IHK-DigitalisierungsReport Mittelfranken zeigte, dass die Digitalisierung in den Unternehmen weiter voranschreitet und Künstliche Intelligenz zunehmend in der Breite der Wirtschaft angekommen ist. Gleichzeitig bewerten die Unternehmen den Digitalisierungsstand der öffentlichen Verwaltung weiterhin kritisch. Die IHK brachte diese Erkenntnisse in die wirtschaftspolitische Interessenvertretung ein und setzte sich für leistungsfähige digitale Verwaltungsangebote und einen konsequenten Bürokratieabbau ein.
Unternehmen erhielten im Berichtsjahr praxisnahe Unterstützung durch Informationsveranstaltungen, Webinare, Beratungen und Publikationen. Im Mittelpunkt standen Anwendungsfelder der Künstlichen Intelligenz, Chatbots, KI-Assistenten, Wissensmanagement, Datennutzung, Datenschutz, IT-Sicherheit sowie aktuelle europäische Regelwerke wie AI Act und Data Act. Ergänzt wurde das Angebot durch Fachinformationen zu rechtlichen und organisatorischen Anforderungen beim Einsatz von KI-Systemen. Die gemeinsam von den bayerischen IHKs angebotenen Webinar-Reihen zu Künstlicher Intelligenz, Datennutzung und IT-Sicherheit erreichten erneut eine hohe Resonanz.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Förderung innovativer KI-Anwendungen in Unternehmen. Hierzu gehörten Veranstaltungen und Netzwerke zur industriellen Nutzung von KI, zur datengetriebenen Wertschöpfung sowie zu neuen Entwicklungen bei großen Sprachmodellen und digitalen Assistenzsystemen. Das digitale Serviceangebot der IHK wurde kontinuierlich weiterentwickelt. Dazu zählen unter anderem KI-gestützte Informations- und Beratungsangebote für Gründerinnen und Gründer sowie die KI-gestützte Ausbildungsberaterin wie MiA und MAX, die Jugendliche bei der Berufsorientierung unterstützen.
© IHK Nürnberg für MittelfrankenAusbildungsberater "MAX" ist ein "sozialer Roboter", der von der IHK Nürnberg für Mittelfranken und der Hochschule Ansbach entwickelt wurde und Fragen zum Thema Ausbildung beantwortet. Auch in der beruflichen Weiterbildung gewann Künstliche Intelligenz weiter an Bedeutung. Neu beziehungsweise ausgebaut wurden Angebote wie die Basisschulung zum EU AI Act, Schulungen zum Prompt Engineering sowie Seminare und Zertifikatslehrgänge zu digitalen Kompetenzen, KI-Management, Generativer KI, Cloud-Technologien und Cybersicherheit.
Darüber hinaus engagierte sich die IHK in internationalen Netzwerken. Im Themenfeld Künstliche Intelligenz und Nachhaltigkeit beteiligte sie sich an einer internationalen Online-Konferenz zu KI und Kreislaufwirtschaft mit rund 390 Teilnehmenden aus 40 Ländern und unterstützte damit den internationalen Wissens- und Technologietransfer.
IHK beim Nürnberg Digital Festival
Als langjährige Partnerin beteiligte sich die IHK Nürnberg für Mittelfranken erneut aktiv am Nürnberg Digital Festival. Unter dem Motto „Tech to the People“ brachte sie Unternehmen, Wissenschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft zusammen und setzte wichtige Impulse für die digitale Transformation der Region. Zu den Höhepunkten zählten die Veranstaltung „Ein Tag zur digitalen Souveränität“ mit Fokus auf Open Source und digitale Unabhängigkeit, das Webinar „Deep(C)Phishing“ zu den Risiken von Deepfakes und Cyberangriffen, „Female Leadership in der digitalen Arbeitswelt“, der gemeinsam mit dem 1. FC Nürnberg veranstaltete „DATA DAY“ zum strategischen Umgang mit Daten und Künstlicher Intelligenz, die Veranstaltung „Making Design Matter“ zu nachhaltiger Produktentwicklung sowie der erstmals durchgeführte „Agency Day“ zur Vernetzung regionaler Agenturen und Unternehmen.
Mit ihren Veranstaltungen, Kooperationen und ihrer Rolle als Gastgeberin zahlreicher Sessions im Haus der Wirtschaft leistete die IHK erneut einen wichtigen Beitrag zur Sichtbarkeit des Digitalstandorts Nürnberg und zur Vernetzung zentraler Akteure der digitalen Transformation.
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Mit rund 100 000 Beschäftigten ist die Fahrzeug-Zulieferindustrie eine Schlüsselbranche für Beschäftigung, Wachstum und Innovation in der Metropolregion Nürnberg. Das Großprojekt „transform_EMN“, das in Zusammenarbeit mit anderen Partnern umgesetzt wird, unterstützt mit einem Volumen von 6,6 Millionen Euro kleine und mittlere Unternehmen der regionalen Automobil-Zulieferindustrie dabei, die Mobilitätswende hin zu alternativen Antrieben, Digitalisierung und energieeffizienter Produktion zu meistern. Um sich zukunftsfähig aufzustellen, erhalten betroffene Unternehmen konkrete Angebote zu Vernetzung, Technologietransfer und Beschäftigtenqualifikation.
Die IHK Nürnberg für Mittelfranken verantwortete bis Mitte 2025 in diesem Projekt die Erstellung einer regionalen Transformationsstrategie und Transfer- und Vernetzungsaktivitäten entlang des Transformationspfades für kleine und mittelständische Unternehmen. Dazu zählt u. a. die Messung des Transformationsreifegrads mit Hilfe des Transformationskompasses.
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Elektrifizierung der Franken-Sachsen-Magistrale im Fokus
Im Rahmen der Bahnlogistik-Konferenz im Bayernhafen Nürnberg am 30. April 2025 stand die Franken-Sachsen-Magistrale zwischen Dresden und Nürnberg im Mittelpunkt der fachlichen und politischen Diskussion. Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kommunen – darunter Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter – unterstrichen übereinstimmend die hohe verkehrliche und wirtschaftliche Bedeutung der Strecke und forderten eine zügige Weiterplanung sowie Umsetzung der Elektrifizierung zwischen Nürnberg, Hof und der tschechischen Grenze.
Ein aktuelles Gutachten bestätigt die hohe Relevanz des Projekts für den nationalen und internationalen Schienengüterverkehr. Die vollständige Elektrifizierung würde die Logistikregion Nürnberg nachhaltig stärken, den Güterverkehr Richtung Osteuropa beschleunigen und zur Entlastung des stark frequentierten Bahnnetzes beitragen.
Trotz positiver Wirtschaftlichkeitsbewertung fehlte bislang der formale Planungsauftrag des Bundes. Die Konferenzteilnehmer appellierten daher an die künftige Bundesregierung, Planungsprozesse zu beschleunigen und die notwendigen Investitionsmittel bereitzustellen. Die Veranstaltung machte deutlich, dass die Franken-Sachsen-Magistrale weit über regionale Interessen hinausgeht und als europäisches Infrastrukturprojekt von zentraler Bedeutung ist.
Bayern gemeinsam bewegen
Beim Erlebnistag „Bayern gemeinsam bewegen“ im Bayernhafen Nürnberg präsentierten sich am 18. Oktober 2025 zahlreiche Akteure der Transport- und Logistikbranche, um über Berufsbilder, Ausbildung und Qualifizierung zu informieren. Ziel der Veranstaltung war es, die Bedeutung von Mobilität und Logistik sichtbar zu machen und Nachwuchs für die Branche zu gewinnen. Wir waren gemeinsam mit den bayerischen Industrie- und Handelskammern (BIHK) mit einem Stand vertreten und informierten insbesondere über das Thema Berufskraftfahrerqualifikation. Im Fokus stand neben der Information zu Ausbildungswegen der Austausch mit Interessierten und Unternehmen. Damit leisteten wir einen Beitrag zur Fachkräftesicherung in der Transport- und Logistikbranche.
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Gründung Fachausschuss Bau und Immobilienwirtschaft
Am 7. April 2025 wurde der bisherige Arbeitskreis Immobilienwirtschaft, nach acht Jahren, in ein dauerhaftes Gremium überführt und der Fachausschuss Bau‑ und Immobilienwirtschaft neu konstituiert. Die Mitglieder des Ausschusses sind Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Fachakteure aus der gesamten Bau‑ und Immobilienwertschöpfungskette. Im Vorfeld der konstituierenden Sitzung fand im Februar ein vorberei-tender Gründungsworkshop statt, der die thematischen Schwerpunkte und Organisationsstruktur des neuen Gremiums vorab erarbeitete. Die Ergebnisse wurden in Form der Grundpositionen für die kommende Amtsperiode festgelegt. Ziel der Ausschussarbeit ist es, die regionalen Rahmenbedingungen für eine zukunftsfähige Standortentwicklung zu verbessern und die Interessen der Branche im gesamtwirtschaftlichen Kontext gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit zu vertreten.
IHK-Immobilienpreis
Am 27. Juni 2025 wurde zum dritten Mal der IHK-Immobilienpreis unter dem Motto „Zukunft bauen“ verliehen, der auf Initiative des Arbeitskreises Bau und Immobilienwirtschaft entstanden ist und bereits zum dritten Mal vergeben wurde. Ziel des Wettbewerbs ist es, herausragende Neubau-, Sanierungs- und Innovationsprojekte aus Mittelfranken sichtbar zu machen und Impulse für eine zukunftsfähige Immobilienentwicklung zu setzen. Die Bewertung der Einreichungen erfolgte durch eine Fachjury, deren Mitglieder dem Fachausschuss Bau- und Immobilienwirtschaft angehören. Ausgezeichnet wurden in der Kategorie Sanierung das Evangelische Siedlungswerk Bayern GmbH mit dem Projekt „New Work Offices“ am Hans-Sachs-Platz, in der Kategorie Neubau die Schultheiß Projektentwicklung AG für den „Krügelpark“ in Stein sowie mit dem Sonderpreis Innovation die UmweltBank AG für das Projekt „UmweltHaus“, die neue Unternehmenszentrale am Nürnberger Nordwestring. Die ausgezeichneten Projekte überzeugten, durch Nachhaltigkeit, Qualität und Vorbildcharakter und tragen zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts bei.
Bürokratieabbau
Am 10. Oktober 2025 fand in den Räumen der IHK Nürnberg für Mittelfranken die zweite Ausgabe des „Praktikerrats Bauwirtschaft“ unter der Überschrift „Bürokratie bremsen – Vertrauen stärken“ statt. Teilgenommen haben Vertreterinnen und Vertreter aus dem Planungs-, Bau- und Ausbaugewerbe sowie Bürgermeister, Landräte und Mitarbeitende der Baubehörden. Seitens der Landespolitik nahmen Ministerialdirigent Dr. Martin Kraus-Vonjahr aus dem Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr sowie der Beauftragte für Bürokratieabbau der Bayerischen Staatsregierung, MdL Walter Nussel, teil. Das Format „Praktikerrat Bauwirtschaft“ ist eine gemeinsame Initiative der IHK Nürnberg für Mittelfranken und der HWK für Mittelfranken. Ziel der Veranstaltung ist es, in einem partnerschaftlichen Dialog konkrete bürokratische Hemmnisse in der Bauwirtschaft zu identifizieren und praxistaugliche Lösungsansätze zu entwickeln. Im Ergebnis wurden zentrale Problemfelder benannt und erste gemeinsame Ansatzpunkte für mehr Vertrauen, größere Handlungsspielräume und verlässlichere Regelungen zwischen Wirtschaft, Verwaltung und Politik herausgearbeitet.
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© Vanessa MundAuftakt in die neue IHK‑Wahlperiode 2025–2029
Über 200 Unternehmensvertreter nutzten den Auftakt im Haus der Wirtschaft für Einblicke in die IHK‑Arbeit und intensives Netzwerken.
Zur Auftaktveranstaltung für die neue IHK-Wahlperiode 2025 bis 2029 hat die IHK Nürnberg für Mittelfranken alle Unternehmerinnen und Unternehmer eingeladen, die bei der IHK-Wahl 2024 für die IHK-Vollversammlung und die 14 regionalen IHK-Gremien kandidiert hatten. Über 200 Vertreterinnen und Vertreter der Wirtschaft Mittelfrankens folgten der Einladung und kamen am 15. Januar 2025 im „Haus der Wirtschaft“ in Nürnberg zusammen. Auf dem Programm standen vielfältige Einblicke in die Arbeit der IHK. So konnten die Gäste in einer kurzweiligen Rallye durch das Haus verschiedene Aufgabenfelder der IHK kennenlernen. Beim „Netzwerk-Bingo“ stand die Vernetzung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Mittelpunkt. Durch kleine Aufgaben und Fragen konnten sie sich kennenlernen und auch mehr über die Regionen und die Kontaktpersonen in den IHK-Geschäftsstellen erfahren. IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Lötzsch skizzierte die Kernelemente des IHK-Prinzips. In Gesprächsrunden, die von Markus Othmer moderiert wurden, gaben Vertreterinnen und Vertreter von Haupt- und Ehrenamt sowie von DIHK und BIHK Einblicke in die IHK-Aktivitäten und -Projekte.
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Das Haus der Wirtschaft wurde 2025 wieder intensiv als Veranstaltungsort genutzt . So fanden verschiedene Veranstaltungen statt, die sowohl für Fachpublikum, aber auch für die Öffentlichkeit ausrichtetet waren. Darüberhinaus hat die IHK Nürnberg für Mittelfranken verschiedene Preise öffentlichkeitswirksam verliehen.
- Jahresempfang und Kammermedaille: Auf dem IHK-Jahresempfang "Wirtschaft | Politik" im "Haus der Wirtschaft" ist Bernd Krebs, Gründer und Aufsichtsratsvorsitzender der Toolcraft AG in Georgensgmünd, mit der IHK-Ehrenmedaille ausgezeichnet worden.
- „IHK trifft Wissenschaft“: Prof. Dr.-Ing. Bernhard Grill, Leiter des Fraunhofer-Instituts IIS, stellte im Feuerbachsaal das Sprachmodell „Teuken“ vor und gab einen Ausblick auf dessen Weiterentwicklung.
- Asien-Pazifik-Forum: Zum 16. Mal hatte die IHK den Kongress gemeinsam mit den anderen bayerischen IHKs organisiert. Thailand war diesmal Partnerland.
- Integrationsmesse: Zum vierten Mal fand die Integrationsmesse der IHK Nürnberg für Mittelfranken statt. Unter den Besucherinnen und Besuchern waren am 12. März 2025 im „Haus der Wirtschaft zahlreiche internationale Fachkräfte, Geflüchtete, Migrantinnen und Migranten sowie Unternehmen aus der Region. Über 2 000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, um mit Unter-nehmen ins Gespräch zu kommen und sich über berufliche Perspektiven zu informieren. Über 2 000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, um mit Unternehmen ins Gespräch zu kommen und sich über berufliche Perspektiven zu informieren.
- Jahresempfang "Frauen Unternehmen Wirtschaft": Das IHK-Netzwerk "Frauen unternehmen Wirtschaft" hat am 21. Mai 2025 zum Jahresempfang ins Haus der Wirtschaft eingeladen – mit Ehrengast und Speakerin Andrea Nahles (Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit).
- Kammer-Musik: Die Konzertreihe „Kammer-Musik“ im „Haus der Wirtschaft“ hat 2025 einen Spendenerlös von 2 900 Euro erbracht. Er kommt wieder der Benefiz-Aktion „Freude für Alle“ des Verlags Nürnberger Presse zugute. Die IHK Nürnberg für Mittelfranken veranstaltete die Konzertreihe in Kooperation mit der Hochschule für Musik Nürnberg.
- IHK-Gründerpreis: Um besonders erfolgreiche Firmengründungen auszuzeichnen, hat die IHK Nürnberg für Mittelfranken 1996 den "IHK-Gründerpreis Mittelfranken" ins Leben gerufen. Geehrt werden seitdem jedes Jahr drei junge Unternehmen, die sich seit der Gründung erfolgreich am Markt etabliert haben. Zu den Gewinnern im Jahr 2025.
- IHK-Immobilienpreis Mittelfranken: Mit dem Preis zeichnete die IHK Nürnberg am 27. Juni 2025 Immobilien in der Region aus, die einen Beitrag zur nachhaltigen Standortentwicklung leisten. Dabei stand diesmal das Thema „Zukunft bauen“ im Fokus.
- IHK-Netzwerkveranstaltungen für Neumitglieder und Selbstständige: Die IHK Nürnberg für Mittelfranken organisiert mit „NewKammer“, „Wirtschaft nebenan“ und „Netzwerk-Café“ regelmäßig Veranstaltungen für neue Mitglieder und Selbstständige, die dabei die Möglichkeit, mehr über die Aufgaben und vielfältigen Aktivitäten der IHK zu erfahren, fachliche Impulse zu wechselnden Themen zu erhalten und sich mit anderen Unternehmern zu vernetzen.
- Bayerische Kreislaufwirtschafts- und Ressourceneffizienztage (KReTa): Die Fachveranstaltung zu Kreislaufwirtschaft, Ressourcen, Klimaschutz des Ressourceneffizienz-Zentrum Bayern (REZ) fand im Haus der Wirtschaft statt. Die IHK Nürnberg für Mittelfranken unterstützte die Veranstaltung als Gastgeberin im Rahmen des bayerischen Kooperationsprojektes.
- Nürnberg Digital Festival: Unter dem Motto „Tech to the People“ entwickelte sich Nürnberg 2025 erneut zu einem zentralen Standort digitaler Innovation. Die IHK Nürnberg für Mittelfranken war als langjährige Partnerin wieder umfassend am Nürnberg Digital Festival beteiligt. (s. Abschnitt Digitalisierung | Künstliche Intelligenz)
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Viel mehr als Telefonie: Der KundenService als zentrale Anlaufstelle für Mitgliedsbetriebe und Kunden
Der KundenService der IHK ist weit mehr als der Knotenpunkt für eingehende und ausgehende Telefonate. Neben der Betreuung zahlreicher weiterer Kontaktkanäle begleitet das Team Unternehmen entlang ihres gesamten Lebenszyklus: vom ersten Kontakt nach der Gewerbeanmeldung über Veranstaltungen bis hin zu Unternehmensbesuchen vor Ort. Dabei verbindet der KundenService exzellente Erreichbarkeit mit persönlichem Austausch und trägt dazu bei, die Angebote der IHK passgenau mit den Bedürfnissen ihrer Mitgliedsbetriebe zu verknüpfen.
Neue Mitglieder aktiv begleiten
Wer erstmals ein Gewerbe anmeldet, sieht sich mit zahlreichen neuen Themen konfrontiert. Eine der häufigsten Fragen entsteht, wenn die IHK erstmals Kontakt aufnimmt und über die gesetzliche Mitgliedschaft informiert. Die zentrale kommunikative Herausforderung besteht darin, das vielfältige Aufgaben- und Leistungsportfolio der IHK verständlich zu vermitteln und den konkreten Nutzen für das jeweilige Unternehmen aufzuzeigen.
Bereits zu Beginn der Mitgliedschaft informiert der KundenService neue Unternehmen aktiv über relevante Angebote und Unterstützungsmöglichkeiten. Im Jahr 2025 wurden rund 16.700 Begrüßungskarten-Sets verschickt. Ergänzt wird dieser Erstkontakt durch persönliche Austauschformate wie den zweimal jährlich stattfindenden Neumitglieder-Empfang NEWKAMMER mit insgesamt 320 Gästen, die quartalsweise angebotenen Netzwerk-Cafés mit insgesamt 240 Besuchern sowie die Veranstaltungsreihe „Wirtschaft nebenan“ für Einzel- und Kleinunternehmen mit 115 Gästen bei drei Veranstaltungen. Über alle Veranstaltungen hinweg erzielte der KundenService einen Net Promoter Score (NPS, Kennzahl für die Weiterempfehlungsbereitschaft) von 54, was als großartiges Ergebnis gilt.
Die Erfahrung zeigt jedoch, dass sich viele Unternehmerinnen und Unternehmer erst nach den oft turbulenten ersten Geschäftsjahren intensiver mit den Angeboten und Unterstützungsmöglichkeiten der IHK beschäftigen. Genau hier setzen die Unternehmensbesuche an.
Zeit für persönliche Begegnungen bei Unternehmensbesuchen
Seit 2016 sind Unternehmensbesuche mit Fokus auf die gesetzliche Mitgliedschaft ein strategisches Handlungsfeld der IHK. Ziel ist es, den persönlichen Kontakt zu den Mitgliedsbetrieben zu stärken und insbesondere solche Unternehmen zu erreichen, die bislang nur wenig Berührung mit der IHK hatten. Nach den Pandemie-Jahren wurde die Ansprache verschiedener Zielgruppen weiterentwickelt; seit 2025 stehen insbesondere Kleingewerbetreibende im Fokus.
Die Gespräche finden je nach Wunsch des Unternehmens vor Ort, in der IHK-Hauptgeschäftsstelle in Nürnberg oder als Online-Termin statt. Besuche in der Region Mittelfranken werden in der Regel von Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern der IHK-Geschäftsstellen übernommen. Entstehen bei einem Besuch spezifische fachliche Fragestellungen, vermittelt der KundenService gezielt an die zuständigen Fachbereiche. „Das Spannende an unseren Besuchen ist, dass wir mit ganz unterschiedlichen Menschen und Betrieben in Kontakt kommen“, berichtet Andreas Speck, der die Unternehmensbesuche koordiniert und gemeinsam mit drei weiteren Kolleginnen und Kollegen durchführt. „Mal besuchen wir Solo-Selbstständige, die ihr Unternehmen in ihren Privaträumen ausüben. Mal erhalten wir bei mittelständischen Unternehmen eine Betriebsführung. Gemeinsam ist allen Besuchen das große Interesse an einem direkten Austausch mit der IHK.“
Die Gespräche dauern durchschnittlich etwa eine Stunde. Einschließlich Terminvereinbarung, Vorbereitung, Fahrtzeit und Nachbereitung beträgt der Aufwand pro Besuch rund einen halben Arbeitstag. Im Jahr 2025 absolvierte der KundenService durchschnittlich einen Unternehmensbesuch pro Woche. Für 2026 ist geplant, die Zahl der Besuche zu verdoppeln.
„Wichtig ist uns, unsere Mitglieder persönlich kennenzulernen und konkrete Ansatzpunkte zu finden, wie wir sie als IHK unterstützen können“, ergänzt Rainer Mackel, Teamleiter des ServiceTeams. „Natürlich erläutern wir auch die Hintergründe der gesetzlichen Mitgliedschaft sowie Aufbau, Struktur und Portfolio der IHK. Im Mittelpunkt stehen aber der persönliche Dialog und die Frage, welchen konkreten Nutzen wir für das Unternehmen schaffen können.“
Hohe Beratungsqualität durch unmittelbaren Kontakt zu den Mitgliedern
Die Mitarbeitenden des KundenService, die Unternehmensbesuche durchführen, übernehmen diese Aufgabe zusätzlich zum Tagesgeschäft. Gerade diese Verbindung aus direktem Kundenkontakt und persönlicher Beratung schafft einen besonderen Mehrwert.
Einerseits gewährleistet das Team während der Geschäftszeiten die telefonische Erreichbarkeit der IHK und ist täglich mit den Anliegen der Mitgliedsbetriebe befasst. Andererseits gewinnen die Mitarbeitenden durch die Unternehmensbesuche wertvolle Einblicke in die Praxis und Herausforderungen der Betriebe. Gleichzeitig verfügen sie über fundierte Kenntnisse der Angebote aller IHK-Geschäftsbereiche.
„Als KundenService sind wir die erste Anlaufstelle für unsere Mitgliedsbetriebe“, betont Sabine Edenhofer, Leiterin des Stabsbereichs KundenService. „Künstliche Intelligenz unterstützt uns bereits heute bei verschiedenen Aufgaben. Gerade bei komplexen Fragestellungen bleibt jedoch der persönliche Austausch mit kompetenten Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern entscheidend.“
Leistungsstarker Service in allen Kontaktkanälen
Die persönliche Nähe zu den Mitgliedsbetrieben spiegelt sich auch in den Leistungskennzahlen des Jahres 2025 wider. Mit einer telefonischen Erreichbarkeit von 96 Prozent erreichte der KundenService erneut einen Spitzenwert. Insgesamt wurden 41.228 Telefonate angenommen. Das Anrufvolumen lag damit leicht unter dem Vorjahresniveau, während die durchschnittliche Bearbeitungszeit auf 3 Minuten und 34 Sekunden anstieg. Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass Mitglieder seltener mit Standardanfragen an die IHK herantreten und zunehmend komplexere Fragestellungen mitbringen. Die hohe Zufriedenheit mit der telefonischen Beratungsleistung zeigt sich in einem exzellenten Net Promoter Score von 93 im Bereich Inbound-Telefonie.
Besonders erfreulich ist die hohe Lösungsquote: 74 Prozent aller telefonischen Anfragen wurden bereits im KundenService abschließend beantwortet, weitere 2 Prozent teilweise bearbeitet. Nur 24 Prozent der Anliegen mussten an Fachabteilungen weitergeleitet werden. Damit erreichte der KundenService die bislang höchste Quote eigenständig gelöster Anfragen und entlastete die Fachbereiche spürbar. Thematisch standen Fragen zur Berufsbildung weiterhin an erster Stelle. In 32 Prozent aller Anrufe ging es um Weiterbildung, in 26 Prozent um Ausbildung.
Auch der Chat auf den Internetseiten der IHK und der IHK-Akademie wurde intensiv genutzt. Im Jahr 2025 führte der KundenService 6.743 Chats durch. Die Nutzerinnen und Nutzer bewerteten den Service im Durchschnitt mit 4,7 von 5 möglichen Punkten.
Digitalisierung und moderne Serviceangebote
Die digitale Kommunikation gewinnt weiter an Bedeutung. Mit 7.640 abschließend bearbeiteten E-Mails erreichte der KundenService 2025 einen neuen Höchstwert. Gleichzeitig stieg die Zahl der gezielt an Fachbereiche weitergeleiteten E-Mails auf 7.308. Darüber hinaus gingen 11.290 E-Mails ein, die lediglich der Information dienten oder als Spam identifiziert und gelöscht wurden.
Auch bei der Einführung neuer digitaler Services unterstützt der KundenService regelmäßig die Fachbereiche. Ein Beispiel ist das Azubi-Info-Center: Zwischen November 2024 und Juni 2026 verschickte das Team rund 3.330 Aktivierungscodes an Auszubildende in Mittelfranken, die ihren Code nicht erhalten oder verlegt hatten.
Persönlich, digital und nah an den Unternehmen
Ob telefonisch, per E-Mail, im Chat, auf Veranstaltungen oder bei Unternehmensbesuchen: Der KundenService begleitet Mitgliedsbetriebe entlang ihres gesamten Unternehmensalltags. Die hohe Zufriedenheit der Kundinnen und Kunden, die wachsende Bedeutung persönlicher Kontakte sowie die konsequente Weiterentwicklung digitaler Angebote zeigen, dass individueller Service auch in einer zunehmend digitalisierten Welt unverzichtbar bleibt. Mit dem geplanten Ausbau der Unternehmensbesuche wird der KundenService seine Rolle als zentrale Anlaufstelle stärken und so die IHK als verlässlicher Partner der mittelfränkischen Wirtschaft positionieren.
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Die im Jahr 2024 wieder aufgenommenen Aktivitäten rund um den IHK-Markenkern wurden 2025 intensiviert und die Führungskräfte auf der Führungskonferenz im Februar auf die für 2025 geplanten Aktivitäten vorbereitet.
IHK-Markentag
Am 13. März 2025 fand der erste „Wir sind IHK! – Markentag“ statt. Die gesamte IHK inklusive der Geschäftsstellen blieben vormittags geschlossen und rund 200 Kolleginnen und Kollegen haben sich im Haus der Wirtschaft in Nürnberg getroffen.
Ziel der Veranstaltung war, die Belegschaft auf die für 2025 geplanten Markenkern-Aktivitäten vorzubereiten.
Angelehnt an die Auftaktveranstaltung in die neue Wahlperiode für das IHK-Ehrenamt konnten alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Vormittag im Rahmen einer Rallye durch die verschiedenen Geschäftsbereiche mehr über die vielfältige Arbeit kennenlernen.
Die Veranstaltung wurde sehr gut angenommen und soll 2026 erneut stattfinden.
IHK-Challenge mit der Brandification-App
Bereits Ende 2024 wurde die App „Brandification“ eingesetzt. Auf dieser web-basierten Plattform wurden über drei Wochen gamifiziert Umfragen und Quizze zum Thema Marke IHK durchgeführt und dadurch der Wissensstand ermittelt werden. Auf Basis der Erkenntnisse wurde die IHK-Challenge mit der App durchgeführt.
Über insgesamt sieben Wochen wurden erneut Quizze und Umfragen ausgespielt. Der Markenkern und die einzelnen Markenwerte standen wieder im Mittelpunkt. Ziel war, das vorhandene Wissen zu vertiefen und zu festigen.
Begleitend dazu waren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jede Woche aufgerufen, Foto-Challenges zu meistern. Die Challenges sollten den Zusammenhalt untereinander stärken und Kolleginnen und Kollegen abteilungs- und standortübergreifend in Kontakt bringen.
Die Erkenntnisse: 77 Prozent der Belegschaft haben aktiv teilgenommen und über 220 Fotos eingereicht. Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass das Verständnis für die Marke IHK stark ausgeprägt ist und dass die Werte im Alltag intensiv gelebt werden. Gleichzeitig wurden spannende Ansatzpunkte und Chancen aufgezeigt – etwa, wo Prozesse und Zusammenarbeit noch markenwert-orientierter gestaltet oder einzelne Werte noch stärker besetzt und kommunikativ begleitet werden können.
Diese Erkenntnisse wurden mit unseren Markenbotschafterinnen in einem Workshop vertiefen. Ziel ist es, daraus gemeinsam konkrete Maßnahmen und Aktionen abzuleiten, die auf die Marke IHK einzahlen aber zugleich auch Ihre Wünsche und Anregungen aufgreifen.
Markenbotschafterinnen
Auf dem IHK-Markentag wurde dazu aufgerufen, dass sich Kolleginnen und Kollegen freiwillig als Markenbotschafter melden können.
Aus dem Kreis der Markenbotschafter sind eigene Ideen entstanden. So gibt es beispielsweise den neuen internen Podcast „Kammer-Klatsch – Unter uns gesagt“. Er soll die Arbeit einzelner Kolleginnen und Kollegen vorstellen und so Einblicke in die Arbeit der IHK und ein besseres Verständnis für die Arbeit der Kolleginnen und Kollegen geben. Im Intranet gibt es zudem die neue News-Rubrik „Good News“. Mit kleinen Meldungen werden regelmäßig positive Nachrichten aus dem Haus geteilt. Kleine Geschichten, Projekte und besondere Momente, sollen zeigen, was gemeinsam alles bewegt wird.
Der Kreis der Markenbotschafter soll wachsen, so dass auch weitere Aktivitäten rund um den Markenkern aus dem Kreis der Botschafter angestoßen und umgesetzt werden können.
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Einsatz von KI
Der Geschäftsbereich Kommunikation der IHK hat im Jahr 2025 den Einsatz von KI für verschiedene Anwendungszwecke stark ausgebaut. KI wird umfassend und datenschutzkonform eingesetzt, insbesondere zur Beschleunigung von zeitintensiven Prozessen. Recherche und die Erstellung erster Text-Entwürfe wurden durch Microsoft CoPilot, ChatGPT bzw. einen in das Themen-Tool „Scompler“ integrierten Text-Assistenten unterstützt. Grafiken wurden mithilfe der in die Adobe Creative Cloud integrierten KI-Tools editiert, inklusive vollständiger Generierung neuer Bilder mit Adobe Firefly. In der Webredaktion ermöglichte „Vibe Coding“ die schnelle Entwicklung kleinerer Web‑Applikationen (etwa für Aussteller‑Übersichten von Berufsbildungs‑Börsen), was vorher nur durch Dienstleister möglich war. KI wurde außerdem zur Prüfung von Webseiten auf Aktualität und fehlerhafte Links eingesetzt. Ein CoPilot-Agent kreierte Vorlagen für CI‑konforme Social‑Media‑Posts, insbesondere im Veranstaltungs-Bereich. Außerdem unterstützte der Geschäftsbereich beim Betrieb und der Entwicklung des IHK‑Gründungsbots, u. a. durch die KI-lesbare Aufbereitung von PDF‑Inhalten und Anpassungen im Quellcode (in GitHub).
Markenkern-Aktivitäten
Vgl. Kernthema „Markenkern“.
Postfach für Medien-Produktions-Anfragen
Bereits seit einiger Zeit können Mitarbeitende Kommunikationsanlässe über ein Formular an den Geschäftsbereich Kommunikation melden. Diese Themen werden direkt in das Redaktionssystem eingespielt und im Team bearbeitet. Auf dem jährlichen Boxenstopp ist die Idee entstanden, ein ähnliches Formular auch für Anfragen zu Medienproduktionen einzuführen. Dadurch sollen die Anfragen besser kanalisiert werden. Das Formular wurde Ende April 2025 eingeführt. Bis Ende des Jahres 2025 sind darüber 169 Anfragen eingegangen. Das Spektrum ging von einfachen Flyern bis hin zu ganzen Broschüren.
Neuauflage der Broschüre „Ehrbare Kaufleute“
Vgl. Punkt „Ehrbare Kaufleute / CSR“.
Gelebte Nachhaltigkeit
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Die grundlegende Verpflichtung, für gesellschaftlich verantwortungsvolles Unternehmertum zu wirken und zu einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen, begründet sich für die IHK Nürnberg für Mittelfranken durch das Werte- und Handlungs-Leitbild der Ehrbaren Kaufleute. Dies ist als Auftrag in § 1 Absatz 1 im IHK-Gesetz verankert. Zudem hat sich die IHK Nürnberg für Mittelfranken durch ihre Mitgliedschaft im UN Global Compact seit 2012 auf dessen Grundsätze zu nachhaltiger und verantwortungsvoller Unternehmensführung verpflichtet. Die Grundsätze sind in den zehn universellen Prinzipien in den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung sowie in den globalen Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals, SDGs) der vereinten Nationen definiert. Die IHK Nürnberg für Mittelfranken fördert diesen internationalen Werterahmen aktiv in ihrem Einflussbereich und dokumentiert ihr Engagement regelmäßig im zweijährlichen Communication on Engagement.
Wer sich wie die IHK Nürnberg für Mittelfranken sowohl dem Leitbild der Ehrbaren Kaufleute als auch den Prinzipien des UN Global Compact verpflichtet, macht damit eine grundlegende Haltung deutlich: Er legt seinem Handeln die Maxime zugrunde, keine Geschäfte auf Kosten Anderer zu machen – auf Kosten anderer Menschen, anderer Länder, künftiger Generationen oder der natürlichen Umwelt.
Die IHK Nürnberg für Mittelfranken bekräftigt hiermit im Kontext der jährlichen Geschäftsberichterstattung diese Grundsätze sowie relevante, in ihrem Einflussbereich liegende Nachhaltigkeitsziele weiterhin zu fördern, zu verbreiten und mit Leistungen für ihre Mitglieder praktisch zu gestalten. Eine Auswahl ihrer Aktivitäten und Angebote sind nachfolgend kurz vorgestellt.
© Global CompactNetzwerk Unternehmensverantwortung
Um Unternehmen bei der praktischen Umsetzung gesellschaftlicher Verantwortung zu unterstützen, hat die IHK gemeinsam mit dem Mittelstand-Digital Zentrum Franken im Herbst 2024 das Netzwerk „Unternehmensverantwortung“ ins Leben gerufen. Es bringt Unternehmen und Organisationen zusammen, um gemeinsam ihre Nachhaltigkeitsthemen weiterzuentwickeln und für ein zukunftsfähiges Morgen einzustehen. Mitgliedsunternehmen erhalten die Möglichkeit, ihr Wissen zu teilen, voneinander in der praktischen Umsetzung zu lernen und sich bei Herausforderungen zu unterstützen, um nachhaltiges Denken fest in den betrieblichen Alltag zu integrieren. 2025 ist das Netzwerk stetig gewachsen und bot bei vier Treffen – drei digital und eines in Präsenz – praxisnahe Impulse und kollegiale Fallberatung. Die Themen reichten von Nachhaltigkeitsberichterstattung, Datenmanagement und Standardisierung in der Lieferkette über VSME Praxisbeispiele, ethische Entscheidungsfindung und Wesentlichkeitsanalysen bis hin zu Nachhaltigkeitsstrategien im Mittelstand sowie inklusiver Unternehmenskultur.
Unterstützen
Seit über zehn Jahren unterstützt die IHK Akademie Mittelfranken Unternehmen mit dem Zertifikatslehrgang „CSR Manager/-in (IHK)“ dabei, ihre Geschäftstätigkeit nachhaltig weiterzuentwickeln. 2025 wurde dieses Angebot um den neu konzipierten „CSRD Manager/-in (IHK)“ ergänzt, der erfolgreich umgesetzt wurde und Unternehmen dabei hilft, die Anforderungen der europäischen Nachhaltigkeitsberichterstattung strukturiert und rechtssicher zu erfüllen.
Die Veranstaltung „Das Lieferkettengesetz in der Praxis: Zwischen Unsicherheit und Umsetzung“ bot Unternehmen einen verständlichen Überblick über den aktuellen Stand des LkSG, die Diskussionen um nationale Reformen sowie das europäische Lieferkettengesetz. Gemeinsam mit dem BAFA wurden praxisnahe Hinweise vermittelt, wie Unternehmen und KMU ihre Sorgfaltspflichten risikobasiert und effizient erfüllen können (zum WiM-Artikel).
Im Herbst 2025 zeigte die Roadshow „Nachhaltigkeit einfach berichten“ des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) kleinen und mittleren Unternehmen sowie Handwerksbetrieben, wie sie mithilfe der neuen kostenlosen DNK Plattform ihre CSRD Berichterstattung einfach, strukturiert und ressourcenschonend umsetzen können.
Sonstiges Weiterbildungsangebot der IHK-Akademie Mittelfranken I Nachhaltigkeit
Mit weiteren Angeboten bieten wir spezielles Fachwissen im Bereich Nachhaltigkeit an und unterstützen die nachhaltige Entwicklung von Unternehmen unserer Region:
- Sustainable Leadership (IHK) – Nachhaltigkeitskommunikation, -marketing, - reporting
- Sustainable Mentor (IHK)
- Change Agent (Modul 2 von 4 - zum/zur Mentor/in (IHK))
- Sustainable Expert Human Resources (IHK)
- VSME-Manager/in (IHK)
- Betriebliche/r Klimamanager/in (IHK) (neu)
- Kommunale/r Nachhaltigkeitsmanager/-in (IHK) (neu)
Neuauflage der Broschüre „Ehrbare Kaufleute“
2025 wurde eine neue Auflage für die Broschüre „Ehrbare Kaufleute“ vorbereitet. Die Inhalte wurden komplett überarbeitet. Die neue Auflage kann großzügig z. B. bei Führungen oder Veranstaltungen verteilt werden.
BIHK und DIHK
Die IHK Nürnberg für Mittelfranken beteiligt sich regional und überregional aktiv an verschiedenen Arbeitskreisen. Sie engagiert sich bspw. Bei der AG „Ehrbare Kaufleute“ vom Bayerischen Industrie- und Handelskammertag e. V. (BIHK). Zudem ist sie im engen Austausch mit dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag e. V. (DIHK) in Berlin.
13. Bayerischer CSR-Tag 2025 am 17. September in München
Unter Beteiligung der IHK Nürnberg für Mittelfranken fand am 17 . September 2025 der 13. Bayerische CSR-Tag in München statt. Die Überschrift lautete „Zwischen Werten und Wirklichkeit: Was heißt verantwortungsvolles Wirtschaften heute?“. Dabei drehte sich alles um die Frage, wie Unternehmen angesichts wachsender globaler Herausforderungen Verantwortung übernehmen, nachhaltige Transformation gestalten und wirtschaftliches Handeln mit gesellschaftlichen Werten in Einklang bringen können.
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Eine nachhaltige Unternehmensentwicklung für unsere Mitarbeitenden, unsere Mitgliedsunternehmen, unsere Gesellschaft und unsere Umwelt ist uns als IHK wichtig. Unsere gelebte Nachhaltigkeit haben wir nach den drei Dimensionen – gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch – gegliedert.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Die Kompetenz und das Engagement unserer Mitarbeitenden sowie die Orientierung an den IHK-Markenwerten sind wesentliche Voraussetzungen für die Erbringung qualitativ hochwertiger und verlässlicher Dienstleistungen. Zur Förderung von Motivation, Zusammenarbeit und persönlicher Entwicklung bieten wir vielfältige Formate und Angebote an. Dazu gehören insbesondere jährliche Mitarbeitenden-Dialoge, teaminterne Boxenstopps, Veranstaltungen und Trainingsangebote, Maßnahmen der Führungskräfteentwicklung, Kennenlerntage für neue Mitarbeitende sowie die jährliche Personalversammlung. Darüber hinaus stehen bedarfsorientiert Maßnahmen zur Teamentwicklung sowie individuelle Coaching- und Weiterbildungsangebote zur Verfügung.
Im Berichtsjahr nahmen 108 von insgesamt 249 Mitarbeitenden an Weiterbildungsmaßnahmen teil. Dabei wurden insgesamt 235 Trainingstage absolviert.
Arbeitsplatz und Gesundheit
Der Schutz der Gesundheit unserer Mitarbeitenden hat für uns einen hohen Stellenwert. Neben den gesetzlichen und organisatorischen Maßnahmen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz legen wir besonderen Wert auf präventive Angebote. So geben wir daher regelmäßig Impulse zur bewussten und gesunden Gestaltung des Arbeitsalltags. Dazu gehörten 2025 die Veranstaltungen „Bewegte Pause – Yoga am Schreibtisch“, „Atemtechniken im Büro“, „Fitness und Vitalität im Büro“. Ebenso nahmen Mitarbeitende wieder am B2Run Firmenlauf in Nürnberg teil. Zudem stehen ihnen regelmäßige betriebsärztliche Untersuchungen zur Verfügung.
Allen Mitarbeitenden steht ein Wahlmodell zur Verfügung, das entweder einen Zuschuss zum öffentlichen Personennahverkehr oder zusätzliche Vorsorgeleistungen im Rahmen einer betrieblichen Krankenversicherung umfasst. Damit werden nachhaltige Mobilität und Gesundheitsvorsorge gefördert sowie die bestehenden Maßnahmen zur Gesundheitsförderung sinnvoll ergänzt.
Das Betriebliche Eingliederungsmanagement wie auch die Maßnahmen des Arbeitsschutzes sorgen für das Wohl unserer Mitarbeitenden. Mit flexiblen Arbeitszeitmodellen und diversen Teilzeit-, Home-Office- und Mobile-Work-Regelungen gehen wir auf ihre individuellen Bedürfnisse ein.
Im Jahr 2025 lag die Teilzeitquote mit 35,74 Prozent auf etwa dem gleichen Niveau wie im Vorjahr. 63,86 Prozent der IHK-Mitarbeitenden sind weiblich (Vorjahr: 64,8 Prozent). Die Frauenquote unter den Führungskräften liegt wie im Vorjahr bei 27,78 Prozent.
Gesellschaftliches Engagement
Wir sind uns unserer gesamtgesellschaftlichen Verantwortung in der Region bewusst. Daher unterstützen wir freiwilliges Engagement und ehrenamtliche Tätigkeiten. So nahmen Mitarbeitende auch im Berichtsjahr am von „TÜREN ÖFFNEN“ organisierten Corporate-Volunteering-Tag “IN AKTION” teil und unterstützten diesmal das Team des Kindermuseums Nürnberg bei einer gemeinsamen Bastelaktion mit Kindern aus dem Stadtteil St. Leonhard und der Vorbereitung didaktischer Materialien für die stadtteilbezogene Bildungsarbeit.
Nachhaltige Mobilität
Mit der Möglichkeit des Fahrradleasings sowie dem flexiblen Wahlmodell, das Mitarbeitenden ermöglicht, einen Zuschuss zum öffentlichen Personennahverkehr in Anspruch zu nehmen. unterstützen wir die nachhaltige und umweltfreundliche Mobilität unserer Mitarbeitenden nicht nur auf dem Arbeitsweg. Auch nahm auch im Berichtsjahr wieder ein Team aus unserem Haus am „Stadtradeln“ teil, einer Aktion für mehr Klimaschutz und zur Sichtbarmachung der Bedürfnisse von Radfahrenden bei Kommunen und Entscheidungsträgern.
Wirtschaft in Zahlen
Auf unserer Internetseite "Wirtschaft in Zahlen" finden Sie in übersichtlicher Form die wichtigsten Informationen über die Wertschöpfung, die konjunkturelle Entwicklung und die Wirtschaftsstruktur in der Wirtschaftsregion. Wir geben eine Übersicht über die wichtigsten Arbeitgeber, die Arbeitsmarktzahlen und die Entwicklung bestimmter Branchen in Mittelfranken. Weitere Themen: Infrastruktur, Außenhandel, Tourismus, Steuern und Kaufkraft. Die Seite wird laufend aktualisiert und erweitert.
Zur Internetseite "Wirtschaft in Zahlen"
Service-Wegweiser
Unser Service-Wegweiser zeigt auf einen Blick, wie die IHK aufgebaut ist, welche Gremien und Organe es gibt und welcher Geschäftsbereich für Ihr Anliegen zuständig ist.
Hier gelangen Sie zum Service-Wegweiser (PDF, barrierefrei, 3 MB)
Pressearbeit mit Weitblick
Die IHK Nürnberg für Mittelfranken legt großen Wert auf eine aktive und transparente Kommunikation. Mit gezielter Pressearbeit informieren wir regelmäßig über aktuelle Entwicklungen, Positionen und Projekte der regionalen Wirtschaft. Ziel ist es, komplexe Themen verständlich aufzubereiten und die Öffentlichkeit über relevante wirtschaftliche Fragestellungen auf dem Laufenden zu halten. Dabei setzen wir auf enge Zusammenarbeit mit regionalen und überregionalen Medien sowie auf eine breite Themenvielfalt – von Ausbildung über Infrastruktur bis hin zu wirtschaftspolitischen Stellungnahmen. Besondere Aufmerksamkeit fanden in der Presseberichterstattung 2025 die wirtschaftliche Entwicklung der Region, die von den IHK-Konjunkturumfragen und den Auswirkungen der US-Zollpolitik geprägt war. Darüber hinaus berichteten zahlreiche Medien über den Beginn der neuen Wahlperiode nach der IHK-Wahl 2024 mit der Konstituierung von Vollversammlung, Präsidium und regionalen Gremien.
Ein zentraler Bestandteil ist die zeitnahe Veröffentlichung unserer Pressemitteilungen auf der IHK-Website. So stellen wir sicher, dass alle Interessierten jederzeit Zugriff auf unsere aktuellen Informationen haben.
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