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Förderaufruf zum Vorverfahren der CO2-Differenzverträge 2027 gestartet: Im Fokus Wasserstoff, CCU/CCS und Prozesswärme

27.10.2026

Die CO2-Differenzverträge sichern Unternehmen gegen Schwankungen des CO2-Preises ab. Ziel ist es, Investitionen in innovative und CO2-arme Produktionsverfahren auch unter volatilen Marktbedingungen wirtschaftlich tragfähig zu machen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) hat das Vorverfahren 2027 des Förderprogramms CO2-Differenzverträge (ehem. Klimaschutzverträge) gestartet. Eine Teilnahme am Vorverfahren 2027 ist bis einschließlich 14. Dezember 2026 möglich. 

Voraussichtlich im Mai 2027 soll das eigentliche Gebotsverfahren 2027 starten. Dieses steht ausschließlich Unternehmen offen, die zuvor am Vorverfahren 2027 teilgenommen haben. Mit dem Förderprogramm werden Investitionen energieintensiver Industrieunternehmen in zukunftsweisende und CO2-arme Produktionsverfahren unterstützt. Ziel ist es, Investitionen in unterschiedliche Technologien zur Dekarbonisierung der Industrie anzureizen. 

Schwerpunkt auf Wasserstoff, CCU/CCS und Prozesswärme
Erstmals sind technologiespezifische Förderbudgets festgelegt: Für Wasserstoff, CCU/CCS und Prozesswärme gibt es eigene Förderbudgets. Damit will das BMWE gezielt zum Hochlauf dieser Technologien beitragen. So können sich etwa Wasserstoff-Vorhaben auf ein speziell reserviertes Förderbudget bewerben. Dabei müssen sich die Unternehmen zu einem bestimmten Wasserstoff-Mindesteinsatz bekennen, wofür ihnen ein potenziell höherer Strike-Price in der Auktion gewährt wird.
Auch CCU/CCS-Vorhaben sollen durch ein spezifisches Fördervolumen noch gezielter gefördert werden. Dadurch lassen sich die CO2-Vermeidungskosten von CCU/CCS besser berücksichtigen und der Markthochlauf kann gezielter angereizt werden.

Für die Dekarbonisierung von Prozesswärme steht ebenfalls ein gesondertes Budget zur Verfügung. Ein spezieller Fokus liegt dabei auf Hochtemperaturprozessen, die etwa beim Brennen von Ziegeln, beim Aufschmelzen von Glas-Rohstoffen oder bei der Reduktion von Metallerzen zum Einsatz kommen. Für entsprechende Vorhaben ist ein eigener Teil des Prozesswärme-Budgets reserviert.

Webinar
Um interessierten Unternehmen die Möglichkeit zu geben, sich über die genauen Modalitäten des Vorverfahrens 2027 zu informieren und offene Fragen zu klären, findet zum Beispiel am 3. November 2026 eine digitale Sprechstunden dazu statt.  

Weitere Informationen finden Sie hier: Vorbereitendes Verfahren 2027 der CO2-Differenzverträge startet

Webcode: N2529