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Nürnberg voranbringen: Innenstadt, KI und Verwaltung im Fokus

Erschienen am 18.05.2026

Bei der Sitzung des IHK-Gremiums Stadt Nürnberg am 11. Mai 2026 standen zentrale Zukunftsthemen für den Wirtschaftsstandort im Mittelpunkt – von der Urbanen Landesgartenschau über Künstliche Intelligenz bis hin zu politischen Rahmenbedingungen und Verwaltungsprozessen.

Urbane Gartenschau: Perspektive Grasersgasse.

Ein Schwerpunkt war die Urbane Landesgartenschau 2030, die als neues Format mitten in der Stadt geplant ist. Andreas Wissen von der Stadt Nürnberg war zu Gast und stellte dem IHK-Gremium den aktuellen Stand der vor. Das Konzept: Keine klassische Gartenschau auf der grünen Wiese, sondern mitten in Nürnberg – mit Stadtgraben, Theresienplatz, Südstadt, mehr Grün, weniger versiegelten Flächen und neuen Aufenthaltsräumen. Bis zu 500.000 zusätzliche Besucher können dadurch nach Nürnberg kommen. Das IHK-Gremium sieht großes Potenzial für die Innenstadt, insbesondere durch zusätzliche Besucherströme. Entscheidend sei jedoch, diese gezielt in die Innenstadt zu lenken und regionale Betriebe frühzeitig einzubinden, damit auch wirtschaftliche Effekte nachhaltig vor Ort ankommen. Das Gremium will die Planungen weiter begleiten und seine Perspektive einbringen.

Intensiv diskutiert wurde danach der Einfluss von Künstlicher Intelligenz auf Arbeitsprozesse: KI beschleunigt Abläufe, bringt aber auch neue Risiken mit sich. Gremiums-Mitglied und KI-Experte Ingo Di Bella erläuterte anhand von Beispielen, dass insbesondere junge Menschen beim Einstieg ins Berufsleben sehr gern künstliche Intelligenz einsetzen. Das Problem:: Die Qualität von KI-Outputs kann aufgrund der fehlenden Berufserfahrung oft nicht zuverlässig beurteilt werden. Das IHK-Gremium betonte in der anschließenden Diskussion die Bedeutung von Qualifizierung und angepassten Ausbildungskonzepten. Unternehmen, Schulen und Bildungseinrichtungen müssten enger zusammenarbeiten, um den Wandel aktiv zu gestalten, damit KI kein "strukturelles Ausbildungsproblem" wird.

Mit Blick auf die kürzlich geschlossene Kooperationsvereinbarung von CSU und SPD im Nürnberger Rathaus stellte das Gremium fest, dass viele wirtschaftsrelevante Themen aus der Unternehmerschaft berücksichtigt wurden – etwa bei Innenstadtstärkung, Mobilität oder Verwaltungsmodernisierung. Gleichzeitig bestehe weiterhin Handlungsbedarf, insbesondere bei den Themen Gewerbeflächen und Wachstumsperspektiven. Der Gremiumsvorsitzende Thomas Förster kündigte weitere Gespräche mit der neuen Stadtspitze an. Ziel bleibt eine frühzeitige Einbindung des Gremiums in zentrale wirtschaftspolitische Entscheidungen in der Stadt. Daher wurden auch alle neu gewählten Stadträtinnen und Stadträte bereits kontaktiert und mit dem Positionspapier des Gremiums versorgt.

 

Das IHK-Gremium der Stadt Nürnberg versteht sich als frühzeitiger Impulsgeber und will zentrale Zukunftsthemen weiterhin aktiv in die Stadtentwicklung einbringen.

Webcode: N2232