Zukunftsdialog „Energie & Wirtschaft“: Unternehmen diskutieren Zukunftsthemen am Campus Feuchtwangen
Feuchtwangen, 14. Oktober 2026 - Wie können Unternehmen die Herausforderungen der Energiewende erfolgreich meistern? Welche Rahmenbedingungen benötigen Betriebe für Investitionen und Wachstum? Und wie gelingt die Sicherung von Fachkräften in der Region? Mit diesen Fragen beschäftigte sich der Zukunftsdialog „Energie & Wirtschaft“ des IHK-Gremiums Dinkelsbühl am Campus Feuchtwangen der Hochschule Ansbach. Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung nutzten die Veranstaltung zum offenen Austausch über die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Landkreis Ansbach.
Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des IHK-Gremiums Dinkelsbühl, Johannes Riegel, erhielten die Teilnehmenden zunächst einen Einblick in das Forschungsprojekt „PRISMA“, das am Campus Feuchtwangen vorgestellt wurde. Anschließend zeigte Lothar Beckler, Technischer Werkleiter der Stadtwerke Feuchtwangen, in seinem Vortrag regionale Konzepte für eine nachhaltige Energieversorgung auf und verdeutlichte die Bedeutung einer zukunftsfähigen Infrastruktur für Unternehmen und Bevölkerung.
Im Mittelpunkt des Abends stand der Dialog zwischen Wirtschaft und Politik. Gemeinsam mit Hans Henninger, stellv. Landrat des Landkreises Ansbach, sowie Dr. Katrin Leuzinger, Bereichsleiterin Wirtschaft, Landesentwicklung und Verkehr bei der Regierung von Mittelfranken, diskutierten die Gäste aktuelle Herausforderungen und Perspektiven für die wirtschaftliche Entwicklung der Region. Themen waren unter anderem Investitionen, Genehmigungsverfahren, Energieversorgung sowie die Sicherung von Fachkräften.
Grundlage der Diskussion bildeten aktuelle Ergebnisse der Unternehmensbefragung 2026 im Landkreis Ansbach. Diese zeigt, dass 39,4 Prozent der Betriebe bis 2029 Modernisierungs- oder Instandhaltungsmaßnahmen planen. Gleichzeitig wünschen sich 54,3 Prozent der Unternehmen Unterstützung bei Fördermitteln und 27,7 Prozent Hilfestellung bei Genehmigungsverfahren.
Auch der Fachkräftemangel bleibt ein zentrales Thema. Fast die Hälfte der Betriebe sucht kurzfristig Personal. Für die kommenden zwölf Monate werden rund 2.000 offene Stellen erwartet. Mehr als ein Drittel der Unternehmen wünscht sich zusätzliche Unterstützung bei der Fachkräftesicherung.
„Der Zukunftsdialog hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig der direkte Austausch zwischen Unternehmen, Politik und Verwaltung ist. Nur gemeinsam können wir die Rahmenbedingungen schaffen, die unsere Region auch künftig als attraktiven Wirtschaftsstandort stärken“, betonte Johannes Riegel zum Abschluss der Veranstaltung.
Beim anschließenden „Netzwerken“ nutzten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit, die angesprochenen Themen zu vertiefen und neue Kontakte zu knüpfen. Die Veranstaltung machte deutlich, dass die Zukunftsfragen Energieversorgung, Investitionen und Fachkräftesicherung eng miteinander verbunden sind und gemeinsam angegangen werden müssen.
Webcode: N2497