Zum Hauptinhalt springen
25 Jahre treue Diensterfüllung: Ehrenurkunde der IHK Nürnberg von 1927 für Friedrich Brünner, Werkmeister bei der Alex Zink Filzfabrik AG in Roth, mit einer künstlerischen Stadtansicht sowie dem großen Stadtwappen mit Jungfrauenadler und dem kleinen Stadtwappen mit Adler.

Das Bayerische Wirtschaftsarchiv (BWA) präsentiert in einer Ausstellung zum bundesweiten „Tag der Archive“ auf dem IHK-Campus in München kunstvolle historische Urkunden zu Ehren von Beschäftigten und Unternehmen.

Wer freut sich nicht über ein aufrichtiges Lob für seine Arbeit? Besondere Leistungen von Unternehmen oder einzelnen Beschäftigten wurden früher oft durch eine Auszeichnung mit einer kunstvollen Urkunde oder einer wertvollen Medaille gewürdigt. Im Rahmen des bundesweiten „Tag der Archive“ am Samstag, 7. März 2026, präsentiert das BWA nun eine Auswahl seiner eindrucksvollsten Ehrenurkunden in einer Ausstellung auf dem IHK-Campus unweit des Münchner Ostbahnhofs.

Seit das BWA im Jahr 1994 als Gemeinschaftseinrichtung der bayerischen Industrie- und Handelskammern aus der Taufe gehoben wurde, sind seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ganz Bayern auf der Suche nach historischen Zeugnissen unternehmerischen Schaffens. Mehr als sechs Fachbodenkilometer an historischen Akten und vergleichbaren Unterlagen aus Unternehmen, IHKs und Wirtschaftsverbänden aus dem Freistaat werden in den Magazinen des BWA inzwischen verwahrt – ein großartiger Fundus für die historische Forschung. Mit dem Bayerischen Wirtschaftsarchiv bieten die IHKs ihren Mitgliedsunternehmen einen besonderen zusätzlichen Service. Historische, für den aktuellen Geschäftsgang nicht mehr benötigte Unterlagen traditionsreicher Unternehmen können dem BWA zur Übernahme, dauerhaften Einlagerung und inhaltlichen Erschließung angeboten werden.

Im Zentrum der Präsentation am 7. März stehen Urkunden und Medaillen, mit denen Wertschätzung gegenüber Unternehmen sowie gegenüber Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zum Ausdruck gebracht wurde. Was zunächst unspektakulär klingt, erweist sich bei näherem Hinsehen als ein ganz besonderer Bereich der grafischen Kunst. Der optischen Gestaltung sind dabei kaum Grenzen gesetzt: Sie reicht von historisierenden Formen mit antiken mythischen Gestalten bis zur kunstvollen Kalligrafie, die gänzlich ohne optisches Beiwerk auskommt. Dabei spielen auch die unterschiedlichen Entstehungszeiten eine Rolle, denn jedes ausgefertigte Stück ist ein Kind seiner Zeit und spiegelt ästhetische Vorstellungen der jeweiligen Epoche wider. Auch die Anlässe für derartige Auszeichnungen sind vielfältig – sie reichen von der Teilnahme an einer Weltausstellung bis zum individuellen Arbeitsjubiläum.

Als Gäste auf dem IHK-Campus präsentieren sich die historischen Archive der HypoVereinsbank UniCredit und des Historischen Vereins der Bayerischen Genossenschaften ebenfalls mit kleinen Ausstellungen.

wirtschaftsarchiv.bihk.de

Webcode: N2002