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Genehmigungen beantragen, Grenzwerte einhalten, Berichte erstellen: Für viele Unternehmen gehört der Umgang mit Umweltvorgaben zum betrieblichen Alltag. Wie stark diese Regulatorik inzwischen auf die Wettbewerbsfähigkeit wirkt, zeigt das „IHK-Umweltbarometer 2025“. Mit der neuen Unternehmensbefragung, die künftig regelmäßig geplant ist, erhob die IHK-Organisation erstmals systematisch ein Stimmungsbild der Betriebe zur Umweltpolitik und deren Auswirkungen auf den Unternehmensalltag. Die bayerische Auswertung macht deutlich, dass rund ein Drittel der Betriebe die Umweltpolitik als Belastung empfindet – besonders im verarbeitenden Gewerbe und in der Bauwirtschaft.


Grundsätzlich sind die Unternehmen bereit, Verantwortung für Umwelt- und Klimaschutz zu übernehmen. In der praktischen Umsetzung stoßen sie jedoch häufig an Grenzen. Die Vielzahl an Vorgaben auf EU-, Bundes- und Landesebene gilt als komplex, wenig praxisnah und zeitintensiv. Die Anforderungen reichen von Immissions-, Boden- und Gewässerschutz über Chemikalien- und Abfallrecht bis hin zu immer strengeren produkt- und verpackungsbezogenen Vorgaben, etwa beim Ökodesign. Branchenübergreifend und unabhängig von der Unternehmensgröße stellt die Kreislaufwirtschaft für gut ein Drittel der Betriebe das Thema mit dem größten Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit dar. Parallel zu den betrieblichen Umweltschutzvorgaben gewinnen die produktspezifischen Anforderungen (einschl. Ökodesign) bei rund 60 Prozent der Betriebe zunehmend mehr Gewicht im Geschäftsalltag. Gewünscht werden deshalb verlässliche, aufeinander abgestimmte und dauerhaft gültige Rahmenbedingungen sowie praxisnahe Vorgaben im Umweltschutz.

www.ihk-nuernberg.de/N1937

Webcode: N2004