Durchblick mit 3D-Druck
Bei Optic Art Eichinger in Nürnberg kann man sich Brillengestelle im 3D-Drucker in der Filiale fertigen lassen.
Im Optikgeschäft erwartet man normalerweise Brillenständer mit Modellen zum Anprobieren, Tische für Beratungsgespräche und Messgeräte für die Sehstärke. Einen 3D-Drucker würde man eher nicht vermuten, bei Optic Art Eichinger in Nürnberg ist das aber der Fall. Mit ihm lassen sich Brillengestelle ausdrucken. Einige Exemplare davon können Pascal Müller und Denise Brunner, die das Geschäft führen, interessierten Kunden vorzeigen – ob leuchtendes Rosa oder Grün, transparente Modelle oder klassisches Schwarz. Das Gerät steht seit Mitte letzten Jahres im Laden. Seitdem hätten einige Kunden die selbst gedruckten Modelle getestet, sodass die Gestelle inzwischen auch zum Verkauf angeboten werden können. Um eine solche Brille zu fertigen, wird das Gesicht über eine Handy-App eingescannt und das 3D-Modell am PC angepasst. Das Gerät druckt dann einen Rohling aus und nimmt mit einer Fräse den Feinschliff vor. Nach ein paar Stunden und etwas Nacharbeit ist die Fassung fertig.
Pascal Müller, Optikergeselle, und Denise Brunner, Augenoptikermeisterin, übernahmen den Betrieb Anfang 2020 und behielten den Vorgängernamen. Damals befand sich das Geschäft noch in der Südstadt, 2024 folgte der Umzug an den Plärrer. Mit selbstgedruckten Brillen sei man derzeit noch eine Ausnahme in der Branche, erklärt Müller – auch wenn der 3D-Druck an sich dort nichts Neues sei. In der Region ist ihm nur ein weiteres Geschäft im Landkreis Fürth bekannt. Die Eigenproduktion sei auch günstiger, als die Brillen bei einem externen Dienstleister fertigen zu lassen. „Und man macht sich ein Stück weit unabhängiger von den Herstellern“, so der Optikfachmann.
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