Code trifft Zukunft
Das IT-Unternehmen Isento GmbH in Nürnberg entwickelt nicht nur Software-Lösungen, sondern engagiert sich auch in der Forschung.
In der Ostendstraße in Nürnberg sitzt ein IT-Dienstleister mit einem ungewöhnlichen Namen: Isento. Der Begriff stammt aus dem Portugiesischen und bedeutet so viel wie „frei“. „Das Wort beschreibt sehr gut den Kern unserer täglichen Arbeit“, erklären die beiden Geschäftsführer Dr. Jürgen Baier und Dr. Shota Okujava, „denn wir lösen die Herausforderungen im IT-Umfeld unserer Kunden, damit diese frei sind, sich auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren“. Das tut das Unternehmen schon seit der Gründung 2010 und befindet sich seitdem kontinuierlich auf Wachstumskurs.
Aus einem kleinen Team von Software-Entwicklern ist inzwischen ein mittleres Unternehmen mit rund 60 Beschäftigten in den Bereichen Software-Entwicklung und -architektur sowie Projekt- und Qualitäts-Management geworden. Die interdisziplinär aufgestellten Teams konzipieren und entwickeln Software-Lösungen, die von vielen Menschen gleichzeitig genutzt werden können. Die Anwendungen müssen dabei hohen Anforderungen an Sicherheit, Stabilität und Regulierung genügen. Vor allem in den Branchen Banking, Versicherungen, öffentliche Verwaltung und Industrie ist das ein Muss. Für sie entwickelt die Isento GmbH zum Beispiel interne Komponenten für die Auswertung von Reports. „Wir begleiten unsere Kunden von der Planung bis zur Umsetzung und Inbetriebnahme ihres neuen IT-Projekts“, erklärt Baier den Ansatz. „Das übernehmen unsere Projektmanager und agilen Coaches, die entweder inhouse bei uns oder direkt vor Ort bei unseren Kunden arbeiten.“
Engagiert in der Forschung
Neben diesen Kundenprojekten engagiert sich das Nürnberger IT-Unternehmen – zusammen mit der Datev und dem Fraunhofer IIS – auch in einem Forschungsprojekt namens „QUIK-AI“. Gemeinsam wollen die Beteiligten das Potenzial von Künstlicher Intelligenz gezielt für die Entwicklung von Software nutzen und vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMU) unterstützen. Diese sowie sehr viele Schulen und Universitäten lernen Isento im Moment aber über ein ganz anderes Zukunftsprojekt kennen: über PIB, den „printable intelligent bot“. Das ist ein humanoider Roboter aus dem 3D-Drucker, den jeder selbst drucken und anschließend zusammenbauen kann. Alle dafür notwendigen Komponenten – angefangen von den CAD-Zeichnungen bis hin zum Quellcode – sind Open Source und werden von einer wachsenden Gemeinschaft aus Technikbegeisterten kontinuierlich weiterentwickelt.
„Inzwischen sind das schon mehr als 2 000 Leute aus allen gesellschaftlichen Bereichen“, freut sich Baier. „Das ist echt klasse, denn wir sind fest davon überzeugt, dass zukunftsweisende Innovationen wie diese gemeinschaftlich und transparent entwickelt werden sollten.“ Und so bauen immer mehr Auszubildende in Unternehmen, Schüler in Schulen und Studierende in Universitäten den kleinen Roboter zusammen und programmieren ihn – und tauchen dabei ganz praxisnah in wichtige technische Themen wie Robotik, Mechanik und Künstliche Intelligenz ein.
Autorin: Elke Zapf
Webcode: N2204