Wo sonst – wenn nicht hier?
Im Rahmen einer Kampagne der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) zeigen Unternehmen aus Mittelfranken, was im ländlichen Raum geleistet wird.
Wirtschaftliche Stärke entsteht nicht nur in den großen Zentren, auch die ländlichen Räume sind tragende Säulen der Entwicklung in Deutschland. Hier entstehen Innovationen, werden Arbeitsplätze geschaffen und Zukunftsthemen vorangetrieben. Tatsächlich erwirtschaften Unternehmen außerhalb der Ballungsräume rund die Hälfte der Bruttowertschöpfung des Landes, 60 Prozent der Ausbildungsplätze sind dort verankert und rund 70 Prozent der deutschen „Hidden Champions“ haben dort ihren Sitz (laut „Vierter Bericht der Bundesregierung zur Entwicklung der ländlichen Räume“).
Die bundesweite Kampagne „Wo sonst – wenn nicht in ländlichen Räumen?“ der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) macht genau diese Potenziale sichtbar: Ländliche Regionen sind nicht nur Lebensräume, sondern wirtschaftliche Kraftzentren, Innovationsmotoren und Schlüsselorte der Transformation.
Auch in Mittelfranken zeigt sich diese Stärke eindrucksvoll. Mittelständische Unternehmen verbinden internationale Wettbewerbsfähigkeit mit regionaler Verwurzelung, übernehmen Verantwortung vor Ort und tragen aktiv dazu bei, Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit zu entwickeln – von Fachkräftesicherung über Digitalisierung bis hin zur Energie- und Mobilitätswende. Die IHK Nürnberg für Mittelfranken hat sich dieser Kampagne angeschlossen und stellt exemplarisch drei Unternehmen aus der Region vor, die für Innovationskraft und Zukunftsfähigkeit stehen und zugleich fest im ländlichen Raum verankert sind:
Die Mekra Lang GmbH & Co. KG in Ergersheim entwickelt und produziert Sichtsysteme und Sicherheitslösungen für Nutzfahrzeuge, die weltweit im Einsatz sind. Über Jahrzehnte gewachsen, verbindet das Familienunternehmen technologische Kompetenz mit regionaler Verwurzelung. Trotz internationaler Ausrichtung bleibt der Standort in Mittelfranken das Zentrum der Entwicklung und Fertigung. Enge Kooperationen mit Hochschulen, Technologietransfer und der regionale Austausch schaffen dabei die Grundlage für kontinuierliche Innovation.
Das Familienunternehmen Dr. C. Soldan GmbH in Adelsdorf steht seit über 120 Jahren für Premiumbonbons, die Wohlbefinden fördern und Menschen seit Generationen begleiten. Was einst als Apothekeridee begann, wird bis heute im ländlichen Raum mit einem klaren Fokus auf Qualität, Sorgfalt und Verlässlichkeit weiterentwickelt. Am Standort Adelsdorf sind seit 2014 Entwicklung, Produktion und Verwaltung wieder vereint. Hand in Hand entstehen hier hochwertige Produkte wie „Em-eukal – nur echt mit der Fahne“, die Tradition und Innovation auf besondere Weise verbinden.
Die Burgbad AG zeigt am Standort Greding-Grafenberg, wie moderne Industrieproduktion im ländlichen Raum aussehen kann. Das Unternehmen fertigt designorientierte Badmöbel hochautomatisiert und individuell in Losgröße 1. Durch Investitionen in digitale Fertigungstechnologien, Robotik und neue Produktionslogiken hat Burgbad seine Prozesse konsequent weiterentwickelt und verbindet industrielle Effizienz mit maximaler Flexibilität. Gleichzeitig bleibt der Standort eng mit der Region verbunden.
Begleitet wird die Kampagne durch Beiträge auf den Social‑Media‑Kanälen der IHK und Interviews mit den beteiligten Unternehmern.
Webcode: N2203