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IHK-Kammergespräch mit Ministerpräsident Dr. Markus Söder: „Wirtschaft braucht Vorfahrt - wie Bayern Wachstum möglich macht“

IHK-Fachforum bot Handlungsempfehlungen für den Umgang mit der EmpCo-Richtlinie

26.10.2026

Die Kommunikation von Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen wird zunehmend schwieriger. Daher nutzten zahlreiche Unternehmen die Gelegenheit, ihre Fragen bei der Veranstaltung der Nürnberger IHK direkt mit Experten aus Recht, Nachhaltigkeitsberatung und Kommunikation zu diskutieren.

Hintergrund ist die europäische Empowering Consumers for the Green Transition Directive (EmpCo), die Verbraucherinnen und Verbraucher besser vor irreführenden Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen schützen soll. Künftig gelten strengere Anforderungen für freiwillige Umweltaussagen, Nachhaltigkeitssiegel und Werbeaussagen zu Klimaneutralität. Unternehmen müssen sicherstellen, dass entsprechende Aussagen nachvollziehbar, belegbar und für Verbraucher verständlich sind.

Die Experten von Rödl & Partner, Intechnica Consult GmbH und media4nature GmbH machten deutlich, dass Nachhaltigkeitskommunikation zunehmend zu einem Compliance-Thema wird. Ihre Empfehlung: Webseiten, Werbematerialien und Social-Media-Auftritte überprüfen, pauschale Aussagen wie „umweltfreundlich“ oder „nachhaltig“ kritisch hinterfragen und sämtliche Umweltversprechen durch belastbare Nachweise absichern. Auch die Verwendung von Nachhaltigkeitssiegeln sowie Aussagen zur Klimaneutralität sollten sorgfältig geprüft und dokumentiert werden.

Besonders wertvoll war der intensive Austausch zwischen den Unternehmen und den Experten vor Ort. Anhand konkreter Beispiele aus der Unternehmenspraxis konnten individuelle Fragestellungen diskutiert und mögliche Risiken identifiziert werden. Die Diskussionen zeigten, dass viele Betriebe Pläne zur weiteren Reduktion von Treibhausgasemissionen aktiv vorantreiben, Umwelt- und Nachhaltigkeitsberichte veröffentlichen und freiwillige Maßnahmen zum Umweltschutz umsetzen, zugleich aber Rechtssicherheit bei ihrer Kommunikation benötigen.

Das IHK-Fachforum knüpfte an die bereits im Juli durchgeführte IHK-Veranstaltung an und verdeutlichte erneut die Unsicherheit der regionalen Wirtschaft die Vielzahl an Maßnahmen richtig zu kommunizieren. Besonders auch Unternehmen, die nicht mit Verbraucherinnen und Verbrauchern im Kontakt stehen sind verunsichert. Der direkte Dialog mit den Experten bot den Teilnehmenden Orientierung, um sich intensiver auf die neuen rechtlichen Rahmenbedingungen vorzubereiten und Greenwashing-Vorwürfen wirksam vorzubeugen.

Weitere Informationen zum Thema: EmpCo-Richtlinie

IHK-Ansprechpartner:
Katharina Boehlke

Webcode: N2512