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Auch in Mittelfranken fallen ihre Laster auf: Thorsten Scholz, Niederlassungsleiter Luft- und Seefracht (l.), und Michael Katerla, Logistikleiter für Nürnberg

Italienische Pasta mit dem Lkw über die Alpen, kolumbianische Kaffeebohnen mit dem Schiff über den Atlantik, fränkische Stifte mit dem Flugzeug in die USA: Frachten aller Art und auf allen Transportwegen – zu Land, zu Wasser und in der Luft – bewegt die Niederlassung Nürnberg der Gebrüder Weiss GmbH in der Donaustraße. „Jeden Monat bearbeiten wir hier knapp 50 000 Sendungen, die aus aller Welt kommen und in alle Welt gehen“, erklärt Thorsten Scholz, Niederlassungsleiter Luft- und Seefracht in Nürnberg. Scholz hat selbst lange in den USA gelebt und brennt für seine Arbeit bei dem international tätigen Unternehmen.

Gebrüder Weiss ist weltweit an 180 Standorten vertreten, an denen rund 8 600 Beschäftigte arbeiten – 220 davon am Standort Nürnberg. Der Hauptsitz des Logistikkonzern ist in Lauterach im österreichischen Vorarlberg. Dort ganz in der Nähe hatten 1487 ein paar findige Vorfahren der Eigentümerfamilie eine Geschäftsidee: Sie richteten Botendienste zwischen den zwei wichtigen Handelszentren Lindau und Mailand ein und transportierten erste Güter über die Alpen. „Unsere Geschichte im Transportwesen reicht also mehr als 500 Jahre zurück und damit sind wir das älteste Transport- und Logistikunternehmen der Welt“, sagt Michael Katerla, Logistikleiter der Niederlassung Nürnberg.

In der Frankenmetropole ist Gebrüder Weiss erst seit knapp neun Jahren aktiv. 2017 wurde die Niederlassung im Zuge einer Firmenübernahme gegründet, seitdem fahren jeden Tag die orangefarbenen Lkws mit dem auffallenden Logo zwischen Nürnberg und Paris, Barcelona, Rom, Wien, Prag oder Bukarest hin und her und transportieren Güter auf dem Landweg. Im Sommer 2023 wurde das Portfolio um den Bereich „Air & Sea“ ergänzt. Inzwischen kann die Niederlassung Nürnberg deshalb sowohl Landtransporte, Lagerlogistik, Verzollung und Supply Chain Management als auch Luft- und Seefracht aus einer Hand anbieten. In der Praxis sieht das dann so aus: „Schiffscontainer aus Asien oder Lateinamerika landen im Hamburger Hafen an und wir transportieren das Frachtgut per Bahn oder mit dem Lkw weiter“, erzählt Thorsten Scholz. „Luftfracht kommt dagegen meistens in Frankfurt oder München an und wir bringen sie mit dem Lkw nach Nürnberg. Der Airport Nürnberg bietet für unsere Region vor allem bei zeitkritischen Sendungen Vorteile durch kurze Wege und schnelle Abfertigung.“

Nürnberg zählt nach Einschätzung von Scholz und Katerla zu den Top-Logistikstandorten in Deutschland. „Die Metropolregion Nürnberg liegt in der geografischen Mitte Europas und ist hervorragend an das Autobahn- und Schienennetz angebunden. Deshalb können wir alle Sendungen schnell und zuverlässig von A nach B bewegen.“ Wo sich ihre Fracht gerade befindet, können die Kunden der Gebrüder Weiss übrigens immer in Echtzeit im digitalen Kundenportal verfolgen. Außerdem finden sie dort alle Dokumente auf einen Blick und können schnell mit ihrem Ansprechpartner in der Spedition kommunizieren. „Dieser direkte Draht ist uns ausgesprochen wichtig“, sagt Tomas Fekete, Niederlassungsleiter von Gebrüder Weiss in Nürnberg. „So können wir schnell auf die Bedürfnisse unserer Kunden reagieren und ihre Supply Chain optimieren.“ 

www.gw-world.com/de/spedition-nuernberg

Autori: Elke Zapf

Webcode: N2096