IT-Pionier aus Nürnberg
DATEV: Die Nürnberger Datev eG hat ihr Jubiläumsjahr zum 60-jährigen Bestehen eingeläutet.
Die Nürnberger Datev eG hat ihr Jubiläumsjahr zum 60-jährigen Bestehen eingeläutet. Die Geschichte des Unternehmens begann 1966, als sich 65 Steuerbevollmächtigte aus dem Kammerbezirk Nürnberg zusammenschlossen – darunter der langjährige Datev-Chef Heinz Sebiger. Sie wollten die damals neue elektronische Datenverarbeitung für Steuerkanzleien nutzbar machen. Früh setzte die Genossenschaft auf die sichere Verarbeitung sensibler Finanzdaten, zunächst durch Rechenzentrumsleistungen, später durch Software für Buchführung, Lohn und Steuern. Mit dem Aufkommen des PC, dem Übergang ins Internet und schließlich der Cloud wuchs die Produktwelt stetig weiter. Heute kombiniert das Unternehmen Datev Software, Plattformdienste, IT-Sicherheit, Wissen und Beratung für Kanzleien und mittelständische Firmen.
Datev-Mitgründer Heinz Sebiger war lange Zeit eng mit der IHK Nürnberg für Mittelfranken verbunden. Über viele Jahre war er Mitglied der IHK-Vollversammlung. Für seine unternehmerischen Verdienste erhielt er 1996 die „IHK-Ehrenmedaille“. Im „Haus der Wirtschaft“ trägt zudem einer der Sitzungsräume seinen Namen. Auf ihn folgte Dieter Kempf, der die Genossenschaft bis 2016 führte. Seitdem ist Dr. Robert Mayr Vorstandsvorsitzender und damit erst der dritte in der 60-jährigen Geschichte.
Heute zählt das Unternehmen zu den größten Arbeitgebern der Region: Über 9 000 Beschäftigte arbeiten an 23 Standorten in Deutschland, der Hauptsitz befindet sich weiterhin in Nürnberg. Die Genossenschaft, der rund 40 000 Mitglieder angehören, ist mit einem Jahresumsatz von über 1,5 Mrd. Euro (2024) einer der großen europäischen IT-Dienstleister für Steuerkanzleien und deren Mandanten. Die Zahl der Kunden hat sich nach eigenen Angaben in den vergangenen fünf Jahren fast verdreifacht – auf heute rund 850 000. Aktuell setzt das Unternehmen auf die digitale Transformation der mittelständischen Wirtschaft, neue Plattformangebote und den weiteren Ausbau sicherer Cloud-Services. Die Genossenschaft möchte ihr Produktportfolio in den kommenden Jahren Schritt für Schritt in reine Cloud-Lösungen überführen. Besonders für Prozesse wie Finanzbuchführung, Lohn oder die E-Rechnung sollen so digitale Arbeitsumgebungen entstehen.
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