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Wie können Unternehmen Menschen mit Flucht- und Zuwanderungshinter grund erfolgreich integrieren? Um Be triebe dabei zu unterstützen, wurde 2016 das  „Netzwerk Unternehmen integrieren Flüchtlinge“ (NUiF) ins Leben gerufen. Gegründet wurde es als gemeinsame Initiative der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) und des Bundeswirt schaftsministeriums. Heute gehören ihm 4 900 Mitgliedsunternehmen aus allen Branchen und Regionen Deutschlands an.

Zum Jubiläum hat das Netzwerk zehn Praxistipps zusammengestellt, die es aufgrund der zehnjährigen Erfahrungen als besonders wichtig ansieht, um Flüchtlinge erfolgreich in Arbeitsmarkt und Berufsleben zu integrieren:

IHK-Veranstaltung

„Arbeitsmarktintegration von Zugewanderten – Wie gelingt sie in der Metropol region Nürnberg?“: Diesen Titel trägt eine Veranstal tung am Mittwoch, 8. Juli, 10 bis 13 Uhr, in der IHK Nürn berg für Mittelfranken. Ver anstalter sind die IHK und das „Netzwerk Unternehmen integrieren Flüchtlinge“ (NUiF). Aus dem Programm: betriebliche Integration von geflüchteten und zugewan derten Mitarbeitern, be schleunigtes Fachkräftever fahren sowie Austausch von Unternehmen, Behörden und Organisationen.

https://event.dihk.de/arbeitsmarktintegrationvonzugewanderten 

Belegschaft von Anfang an informieren und ein beziehen: Betriebe sollten ihre Belegschaft frühzeitig über die neuen Kollegen sowie über deren Herkunftsländer informieren.

Ein gutes Onboarding ist das A und O: Eine Will kommensmappe, definierte Kommunikationsrou tinen und klare Aufgaben unterstützen das An kommen. Ebenso wertvoll ist die Unterstützung bei alltäglichen Aufgaben – von der Kontoeröffnung über die Auswahl der Krankenversicherung bis zur Wohnungssuche.

Patenprogramm aufbauen: Erfahrene Mitarbeiter oder ältere Auszubildende können den neuen Kol legen als Mentoren zur Seite stehen. Sie erklären Abläufe, Gepflogenheiten im Betrieb (z. B. zu Ar beitszeiten, Krankmeldung, Kantine) und stehen als vertrauensvolle Ansprechpersonen bereit.

gezielte Sprachförderung ermöglichen: Betriebe können beispielsweise mit Azubi- und Berufs des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) unterstützen. Sie sollten darauf achten, dass auch die Fachsprache früh geübt wird. Das Netzwerk stellt hierfür Vokabel-Flyer für verschiedene Branchen kostenfrei zur Verfügung.

gute Kommunikationsstrukturen aufbauen: Regelmäßige Gespräche und eine wertschätzende Feedback-Kultur helfen, Schwierigkeiten früh zu erkennen und Lösungen zu finden.

Unterstützungsangebote nutzen: Egal ob schlechte Noten in der Berufsschule, sprachliche Hürden oder psychische Belastungen – Geflüch tete und Zugewanderte stehen oft vor zusätzlichen Herausforderungen. Unternehmen sollten die regional verfügbaren Beratungs-, Förder- und Unter stützungsangebote kennen.

realistische Erwartungen: Integration ist ein Prozess, der nicht immer gleich glatt läuft. Ein Perspektivwechsel kann helfen, mit mehr Empathie, Kreativität und Geduld auf herausfordernde Situationen zu reagieren und neue Lösungen zu finden.

kulturelle Sensibilität entwickeln und stärken: Schulungen oder interkulturelle Trainings können helfen, das gegenseitige Verständnis zu fördern und Vorurteile abzubauen.

Beratungsangebote nutzen (z. B. von IHKs, Wel come-Center vor Ort oder „NUiF“)

sich mit anderen Betrieben vernetzen: Damit das Rad nicht immer wieder neu erfunden werden muss, hilft der Austausch mit anderen Unter nehmen, erprobte Lösungen zu finden.

www.unternehmen-integrieren-fluechtlinge.de 

Webcode: N2216