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Musikfest ION in St. Sebald: Schülerinnen und Schüler aus 4. und 5. Klassen werden zu einem Konzertauftritt herangeführt.

Mit ihrer Gründung im Jahr 1993 hat die IHK-Kulturstiftung der mittelfränkischen Wirtschaft ein dauerhaftes Zeichen für das Zusammenspiel von Wirtschaft und Kultur gesetzt. Sie wurde damals anlässlich des 150-jährigen IHK-Jubiläums ins Leben gerufen. Was mit der Förderung einzelner Projekte begann, wurde zu einem langfristigen Engagement. „Wir stehen heute für ein ehrenamtlich getragenes Engagement, das Wirtschaft und Kultur in der Region Nürnberg seit Jahren wirkungsvoll verbindet“, so der frühere IHK-Präsident Dirk von Vopelius. Er engagiert sich als Vorsitzender des Stiftungsvorstands und lenkt die Geschicke der Stiftung gemeinsam mit dem amtierenden IHK-Präsidenten Dr. Armin Zitzmann, der als Vorsitzender des Stiftungsrates fungiert. „Wichtig ist uns, dass durch das ehrenamtliche Engagement des IHK-Präsidiums und das ebenfalls ehrenamtlich geführte Backoffice keine Verwaltungskosten entstehen“, so von Vopelius. „Wir freuen uns immer über Unternehmen, die die Stiftung mit Projektvorschlägen oder Zustiftungen unterstützen möchten.“

Seit 2020 konzentriert sich die IHK-Kulturstiftung der mittelfränkischen Wirtschaft konsequent auf kulturpädagogische Projekte. „Wir wollen damit die Begabungen und Fähigkeiten junger Menschen jenseits der akademischen Laufbahn entfalten und ihren Weg ins Berufsleben ebnen“, so von Vopelius. „Wir glauben, dass wir damit am ehesten einen zentralen Auftrag unserer Kulturstiftung unterstützen.“ Im Vordergrund stehe die aktive Einbindung der Kinder und Jugendlichen, idealerweise mit Theateraufführungen und dem damit verbundenen Bühnenerlebnis. Insgesamt wurden bisher mehr als 80 Projekte für diese Zielgruppe gefördert. Hier eine Auswahl dieser „Herzensprojekte“, wie es Dirk von Vopelius ausdrückt:

„BeruflICH“ (Leitung: Lisa Stützer / Wundersam anders e. V.): Dieses theaterpädagogische Projekt wendet sich gezielt an Jugendliche kurz vor dem Berufseinstieg. Es soll dabei unterstützen, die Frage „Was willst du nach der Schule machen?“ zu beantworten. Zielgruppen sind vorrangig Jugendliche der 8. Klassen aus sozial schwächeren Verhältnissen, aus sogenannten Brennpunktvierteln. Der Fokus liegt auf der persönlichen Entwicklung. Es werden also Stärken und Herausforderungen in Schule und Alltag thematisiert, die für den Übergang von der Schule ins Berufsleben wichtig sind. Das Projekt ist als Gruppenangebot konzipiert und erreichte bis heute mehr als 500 junge Menschen.

„SingBach – Sing Beethoven – SingFrieden“ (Leitung: Moritz Puschke / Musikfest ION): Kinder werden zu Bühnenkünstlern – das könnte als Motto über diesem Projekt stehen. Dabei werden Schülerinnen und Schüler aus 4. und 5. Klassen, die vorher im Singen ungeübt waren, zu einem Projektchor geformt, der bei zwei Konzerten des jährlichen ION-Musikfestivals in St. Lorenz auftritt. Jährlich nehmen daran ca. 250 Schülerinnen und Schüler teil. Sie lernen, gemeinsam zu singen und auf einer Bühne aufzutreten. Durch dieses Gemeinschaftserlebnis gewinnen sie Selbstvertrauen und Zusammenhalt.

Poetry Slam: In Workshops entwickeln junge Leute ihr literarisches Können und ihre Bühnenpräsenz.

„Poetry Slam Nürnberg/Fürth“ (Leitung: Pauline Füg / Literaturhaus Nürnberg): In einer dreistufigen Workshop-Reihe werden die literarischen Fähigkeiten junger Menschen entwickelt. Zum einen werden dadurch ihre schriftlichen und mündlichen Kommunikationsfähigkeiten gestärkt, zum anderen bekommen sie erste Bühnenerfahrungen. Damit gewinnen sie Selbstbewusstsein und Mut zum Auftritt. Das sind auch Kompetenzen, die in Schule, Studium und Beruf wertvoll sind.

„Eine Schule singt mit“ (Leitung: Geraldino alias Gerd Grashaußer): Gerd Grashaußer produziert unter seinem Künstlernamen Geraldino seit 1983 mit großem Erfolg Kindermusik-CDs, Liederbücher und Musik-Clips für Kinder und Eltern. In Workshops führt er Schülerinnen und Schüler aus neun Grundschulklassen an Konzertauftritte heran. Dieses Projekt soll Kindern aus Brennpunktschulen eine besondere Form außerschulischer Bildung ermöglichen und ihnen auf der „großen Bühne“ ein einzigartiges Erfolgserlebnis schenken und ihr Selbstvertrauen stärken. Aktuell haben mehr als 500 Grundschulkinder im Alter von 6 bis 10 Jahren an dem Projekt teilgenommen.

Tanzensemble Lina Wagner: Mädchen aus verschiedenen Kulturen lernen, sich tänzerisch auszudrücken.

„gemEinsam“ (Leitung: Lina Wagner / Tanzensemble e V.): Das Tanzensemble besteht aus 16 Tänzerinnen und Tänzern im Alter zwischen 13 und 21 Jahren. Das Projekt soll Jugendlichen aller Religionen und Ethnien, die die Leidenschaft für Tanz teilen, einen geschützten Raum geben. Gemeinsam übersetzen die jungen Leute Themen wie beispielsweise Einsamkeit in Bewegungssprache. Auf diese Weise soll der Tanz die Persönlichkeitsentwicklung fördern und das Selbstwertgefühl stärken.

Kammermusik-Wettbewerb: Studentinnen und Studenten der Hochschule für Musik Nürnberg stellen sich dem Urteil des Publikums.

Kammermusik-Wettbewerb der Hochschule für Musik Nürnberg (Leitung: Prof. Rainer Kotzian): Seit ihrer Gründung ist die IHK-Kulturstiftung der Hochschule für Musik eng verbunden. Diese Tradition wird mit dem Wettbewerb für instrumentale Kammermusik fortgesetzt. Er wird von der Stiftung finanziell unterstützt und gemeinsam von der Hochschule und dem Mozartverein 1829 e. V. ausgerichtet. Das Gewinner-Konzert, bei dem auch ein gesonderter Publikumspreis vergeben wird, findet alljährlich im Atrium der IHK statt.

www.ihk-kulturstiftung.de

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