Ein Jahrhundert Schutzkleidung
Uvex
Die Uvex Group GmbH in Fürth, Hersteller von Schutzausrüstung für Arbeit, Sport und Freizeit, feiert 2026 ihr 100-jähriges Bestehen. Aus dem kleinen Handwerksbetrieb von einst ist bis heute eine Unternehmensgruppe mit rund 3 000 Beschäftigten und 49 Tochterfirmen in 23 Ländern geworden. Im Lauf seiner Geschichte hat Uvex immer wieder Innovationen auf den Markt gebracht: die ersten Schutz- und Skibrillen in den 30er Jahren, eine beschlagfreie Skibrille 1964 sowie 2006 die zum damaligen Zeitpunkt nach eigenen Angaben leichteste Arbeitsschutzbrille der Welt.
Doch der Reihe nach: Seinen Anfang nahm das Unternehmen 1926 in einem kleinen Handwerksbetrieb im Fürther Vorort Poppenreuth, wo Firmengründer Philipp M. Winter die ersten Schutzbrillen entwickelte. Schon bald waren seine Produkte nicht nur bei Arbeitern und Handwerkern gefragt: Bei den Olympischen Winterspielen 1936 stattete Winter erstmals verschiedene Sportler mit Schutzbrillen aus. 1938 kletterten deutsche Bergsteiger mit Gletscherbrillen aus Fürth auf den Nanga Parbat.
Der Markenname „Uvex“ entstand im Jahr 1956: Nach einem Aufenthalt in den USA entwickelte Rainer Winter, der Sohn von Philipp M. Winter, diese Bezeichnung als Kurzform von „ultra violet excluded“, also UV-Schutz. Winter junior trieb in der Folgezeit die Internationalisierung und Diversifikation des Unternehmens voran. Durch sportliche Erfolge alpiner Skifahrer mit Uvex-Brillen in den 70er und 80er Jahren stieg die Markenbekanntheit. Das Familienunternehmen expandierte und verkaufte seine Produkte inzwischen in weite Teile der Welt. Parallel dazu entwickelte sich Uvex im Bereich Schutzausrüstung weiter.
Im Sommer vergangenen Jahres kündigte Uvex eine Mehrheitsbeteiligung des Investors Warburg Pincus an. Die Gesellschafterfamilien Winter und Grau bleiben der damaligen Mitteilung zufolge mit einem Minderheitsanteil am Unternehmen beteiligt. Momentan leiten Georg Höfler und Stefan Brück als Geschäftsführer die Firmengruppe, die zuletzt 683 Mio. Euro umsetzte. Unter ihrem Dach versammeln sich heute insgesamt vier Gesellschaften: Uvex Safety Group mit den Marken Uvex, Hexarmor, Laservision und Heckel, Uvex Sports Group mit Uvex, Alpina und Hiplok, Filtral Group mit Filtral und Primetta sowie die UD2C Group für das Online-Geschäft mit Endverbrauchern. Ein Wachstumsfeld sieht die Fürther Firma in der Fertigung von Schutzausrüstung für Militär-, Polizei- und Sicherheitswirtschaft.
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