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Die Geschäftsführer Simon Heinrich, Tobias Lüpfert und Dr. Alexander Vollet (v. l.).

Schwankende Energiepreise machen den Unternehmen in Deutschland nicht erst seit den jüngsten Kriegen im Nahen Osten zu schaffen. Auch mit Blick auf das Ziel der Klimaneutralität wird es immer wichtiger, dass Energieanlagen in Betrieben energieeffizienter werden. Denn bestehende Infrastrukturen sind oft stark in die Jahre gekommen, überdimensioniert und arbeiten ineffizient. So werden auch Synergien aus Wärme, Dampf, Kälte, Druckluft und Stromerzeugung nicht bestmöglich genutzt. Solche Anlagen zu optimieren und nachhaltige Energiekonzepte umzusetzen, darum kümmert sich die LHV Ingenieur GmbH in Burgoberbach. Das Unternehmen wurde 2025 von Dr. Alexander Vollet, Tobias Lüpfert und Simon Heinrich gegründet. Das mittlerweile auf zehn Köpfe gewachsene Team plant Energie- und Versorgungsprojekte vom ersten Konzept über die technische Planung bis zur Bauüberwachung. Mit Methoden wie 3D-Planung und digitaler Bestandserfassung entwickelt LHV Lösungen für zukunftsfähige Energieversorgung. Zu den Kunden zählen Industrieunternehmen ebenso wie Stadtwerke und Energieversorger, Kliniken oder Flughäfen.

Das Unternehmen ist eng vernetzt mit Hochschulen in der Region, etwa der Technischen Hochschule Nürnberg Georg-Simon-Ohm und der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, erklärt Vollet. Er selbst hat dort einen Bachelor-Studiengang im Bereich Erneuerbare Energien absolviert und sein Mitgründer Tobias Lüpfert unterrichtet an der Hochschule. Durch diesen Kontakt kann das Start-up leicht qualifizierte Nachwuchskräfte rekrutieren. Fachwissen in diesem Bereich werde trotz Künstlicher Intelligenz noch wichtiger werden, erklärt er. Und das, obwohl auch KI im Unternehmen an Bedeutung gewinne. „Ohne Mensch wird es nicht gehen“, so der Gründer, der zuvor bei Bosch Industriekessel in Gunzenhausen das Gesamtgeschäft in Osteuropa verantwortet hatte.

Großes Geschäftspotenzial sieht er in den kommenden Jahren darin, dass sich Betriebe weitgehend energieautark machen, etwa mit Photovoltaik und Großbatteriespeichern. Damit soll der Netzstromanteil auf nur noch fünf Prozent reduziert werden. „Beim Aufwand, die Energieversorgung umzustellen, wird die Schere immer weiter auseinandergehen zwischen Unternehmen, die jetzt handeln, und denen, die weiter warten“, so Vollets Prognose. Einen pauschalen Weg dorthin gebe es aber nicht: Jeder Betrieb habe unterschiedliche Bedürfnisse und benötige deshalb eine individuelle Analyse, wie die Energieversorgung zukunftsfest aufgestellt werden kann. Neben dem Schwerpunkt Energieversorgung für Industrieunternehmen hat LHV bereits auch den Bereich der Technischen Gebäudeausrüstung als eigene Sparte aufgebaut und will diese künftig gezielt weiterentwickeln.

www.lhv-ing.de

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