Zahlen und Bilanzen (06-07|2026)
BayBG > Bedarf an Beteiligungskapital sinkt erneut
Die BayBG Bayerische Beteiligungsgesellschaft mbH hat im Geschäftsjahr 2024/25 bayernweit rund 38 Mio. Euro in mittelständische Unternehmen und Start-ups investiert, 16 Prozent weniger als im Vorjahr. Die anhaltend schwache wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und Bayern sowie die Zurückhaltung mittelständischer Unternehmen bei Investitionen hätten das Neugeschäft wiederholt spürbar gedämpft, so Geschäftsführer Peter Pauli. In Mittelfranken wurden 1,25 Mio. Euro investiert – deutlich weniger als im Vorjahr mit 4,2 Mio. Euro. Insgesamt ist die BayBG mit 30,4 Mio. Euro (knapp acht Prozent weniger als im Vorjahr) an mittelfränkischen Unternehmen beteiligt, beispielsweise an der Vedes AG in Nürnberg.
Bayernhafen > Minus bei Schiffsgütern, Plus bei Schwergütern
In den Bayernhäfen Nürnberg und Roth wurden im vergangenen Jahr über 4,1 Mio. Tonnen Güter per Schiff und Bahn umgeschlagen – zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Der Umschlag von Schiffsgütern in Nürnberg und Roth ging um 13 Prozent auf 238 000 Tonnen zurück. Der Bahngüterumschlag legte mit 3,9 Mio. Tonnen um drei Prozent zu. Im Schwergutbereich gab es in Nürnberg und Roth ein Plus von 23 Prozent auf 19 000 Tonnen, das waren 133 Einzelkomponenten wie Transformatoren oder Kessel. Die Hafen Nürnberg-Roth GmbH investierte über eine Mio. Euro in den Ausbau des Terminals für den kombinierten Verkehr. Dieser Kurs soll im laufenden Jahr mit knapp sieben Mio. Euro fortgesetzt werden.
Weitere Informationen zu den Geschäftszahlen der Bayernhäfen Nürnberg und Roth
Bio-Gate > Veterinärgeschäft stabilisiert Umsatz
Das Nürnberger Medizintechnik-Unternehmen Bio-Gate AG hat seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2025 um über vier Prozent auf 7,4 Mio. Euro gesteigert. Der Konzernverlust reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um rund ein Viertel auf 1,2 Mio. Euro. Ein starker Umsatzzuwachs im Veterinärgeschäft von 48 Prozent kompensierte die Rückgänge im Geschäftsfeld Dermakosmetik und Wundpflege. Ein Umsatzplus verzeichneten auch die Bereiche Medizintechnik und die Labordienstleistungen der ebenfalls in Nürnberg ansässigen Tochter QualityLabs. Das Vorjahres-Minus beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) konnte Bio-Gate um rund 31 Prozent auf 896 000 Euro verringern.
Datev > Wachstum mit Cloud-Angeboten
Der Nürnberger IT-Dienstleister Datev eG hat seinen Umsatz im vergangenen Jahr auf rund 1,7 Mrd. Euro gesteigert, ein Plus von neun Prozent. Es verteilte sich auf alle Produktgruppen, wobei der Großteil des Zuwachses auf Cloud-Services und -Anwendungen zurückgeht: Sie sorgten für fast zwei Drittel (63 Prozent) der Mehreinnahmen und machen mit rund 757 Mio. Euro fast die Hälfte des Gesamtumsatzes aus. Die Zahl der Kunden legte ebenso zu (plus 24 Prozent), die der Genossenschaftsmitglieder und der Belegschaft blieben auf dem Niveau des Vorjahres. Das Betriebsergebnis des vorangehenden Geschäftsjahres wurde um knapp 43 Prozent übertroffen, es lag 2025 bei rund 132 Mio. Euro.
Dorfner > Positiven Trend fortgesetzt
Der Nürnberger Gebäude- und Sicherheitsdienstleister Dorfner GmbH & Co. KG ist im Geschäftsjahr 2025 erneut gewachsen: Der Umsatz legte um 6,5 Prozent auf 372 Mio. Euro zu. Zum Wachstum trugen alle drei Geschäftsbereiche bei (Gebäudereinigung, Catering sowie Gebäudemanagement inklusive Sicherheitsdienste). Auch die Auslandsgesellschaften in Österreich und Tschechien legten um rund fünf Prozent auf 18,1 Mio. Euro zu. Die Zahl der Beschäftigten bei Dorfner wuchs leicht auf über 11 000.
Geis-Gruppe > Wachstum und Akquisitionen
Der Logistikdienstleister Hans Geis GmbH + Co KG, Bad Neustadt/Nürnberg, hat 2025 ein Umsatzwachstum von rund neun Prozent auf 2,1 Mrd. Euro erzielt. Der Geschäftsbereich „Road Services“ legte um knapp 14 Prozent zu, „Logistics Services“ blieb auf dem Niveau des Vorjahres und „Air + Sea Services“ leicht darunter. Die Geis-Gruppe hat im vergangenen Jahr vier Logistik- und Speditionsdienstleister in Deutschland und Österreich übernommen. Rund 10 000 Beschäftigte arbeiten an über 200 Standorten in 14 europäischen Ländern – etwa 650 Mitarbeiter mehr als im Vorjahr.
Weitere Informationen zu den Geschäftszahlen der Geis-Gruppe
LfA > Förderkredite legen in Mittelfranken zu
Die LfA Förderbank Bayern hat 2025 rund 285 Mio. Euro an Förderkrediten an rund 530 Unternehmen und Kommunen in Mittelfranken vergeben. Das entspricht einem Plus von fast 60 Prozent bei den Förderkrediten und einem Plus von rund zehn Prozent bei der Anzahl der Empfänger. Mit den Förderkrediten konnten die Begünstigten neue Investitionen in Höhe von mehr als 355 Mio. Euro realisieren. Die Unternehmen konnten über 19 750 Arbeitsplätze festigen und 540 neue Stellen schaffen. Insgesamt fiel das Jahr 2025 für die LfA positiv aus: Die Gesamtförderleistung für Bayern stieg auf 2,67 Mrd. Euro, ein Plus von 45 Prozent zum Vorjahr. Die Bilanzsumme betrug rund 25 Mrd. Euro.
Weitere Informationen zu den Geschäftszahlen der LfA
N-Ergie > Ergebnis-Plus trotz erwartetem Umsatzrückgang
Die N-Ergie AG in Nürnberg hat für das vergangene Geschäftsjahr eine positive Bilanz gezogen: Das Ergebnis der Geschäftstätigkeit lag bei 161 Mio. Euro, obwohl sich die Energiemärkte zusehends normalisiert hatten und der Umsatz durch die rückläufigen Marktpreise erwartungsgemäß zurückgegangen war. Über 300 Mio. Euro – knapp elf Prozent mehr als im Vorjahr – investierte die N-Ergie in Sachanlagen: Der Anstieg ging vor allem auf den Ausbau des Stromnetzes in der Region und die Umsetzung der Wärmewende in der Stadt Nürnberg zurück. Der Investitionsbedarf wird laut N-Ergie in den kommenden Jahren deutlich ansteigen. Aktuell arbeiten rund 2 700 Beschäftigte bei dem Energieversorger.
Nürnberger Versicherung > Sanierungsprogramm wirkt
Die Nürnberger Versicherung hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Konzernergebnis von 46,8 Mio. Euro abgeschlossen – im Gegensatz zum Minus von 77 Mio. Euro im Vorjahr. Der Konzernumsatz ging leicht um knapp zwei Prozent auf rund 4,5 Mrd. Euro zurück. Die Sanierung der Schaden- und Unfallsparte ist nach eigenen Angaben gut vorangekommen, sodass sich das Minus von 157,4 Mio. Euro aus dem Vorjahr auf ein Minus von 38,2 Mio. Euro verbesserte. Die Lebensversicherungen blieben unter der Prognose, die Krankenversicherungen und die Bankdienstleistungen übertrafen dagegen die Erwartungen. Um Kosten zu sparen, wurde auch Personal abgebaut: Die Zahl der Beschäftigten sank um rund zehn Prozent auf über 3 800.
Weitere Informationen zu den Geschäftszahlen der Nürnberger Versicherung
Sparkasse Nürnberg > Wertpapiere und Baufinanzierungen beflügeln
Die Sparkasse Nürnberg hat für 2025 ein positives Ergebnis bekanntgegeben. Die Bilanzsumme belief sich auf 13,3 Mrd. Euro (plus 1,7 Prozent), die Kundeneinlagen lagen bei 10,5 Mrd. Euro (plus zwei Prozent) und das Kundenkreditvolumen bei 8,3 Mrd. Euro (plus 1,3 Prozent). Die Darlehenszusagen für Unternehmen und Selbstständige stiegen leicht auf rund 628 Mio. Euro (plus 3,7 Prozent). Vor allem das Wertpapiergeschäft und die Baufinanzierungen haben sich laut Sparkasse positiv entwickelt. Die Belegschaft wuchs um 41 auf über 1 600 Beschäftigte.
Weitere Informationen zu den Geschäftszahlen der Sparkasse Nürnberg
Universa > Milliardengrenze geknackt
Bei den Universa-Versicherungen in Nürnberg stiegen im letzten Jahr die gebuchten Bruttobeiträge nach vorläufigen Zahlen um 8,2 Prozent auf über eine Mrd. Euro. Zudem haben laut Universa alle drei Teilunternehmen (Kranken, Leben, Allgemeine) zum sechsten Mal in Folge zugelegt. Das Ergebnis wuchs um 6,4 Prozent auf rund 232 Mio. Euro. Die gesamten Leistungen (Bruttoaufwand für Versicherungsfälle und der Zuführung zu versicherungstechnischen Rückstellungen) stiegen um 5,5 Prozent auf knapp 1,8 Mrd. Euro. Das Geschäftsergebnis vor Steuern betrug 116,2 Mio. Euro (minus drei Prozent). Unter dem Strich blieb ein Gewinn von rund 89 Mio. Euro. 840 Beschäftigte arbeiten im Innendienst.
Weitere Informationen zu den Geschäftszahlen der Universa-Versicherungen
VR-Banken in Mittelfranken > Zahlen im Plus
Gute Zahlen für 2025 bei den 15 Volks- und Raiffeisenbanken in Mittelfranken: Das operative Ergebnis legte auf 230 Mio. Euro zu (plus 14,5 Prozent) zu, das Ergebnis vor Steuern lag bei 204 Mio. Euro (plus 18 Prozent). Die Bilanzsumme stieg 2025 um knapp vier Prozent auf rund 21 Mrd. Euro und im Durchschnitt auf rund 1,4 Mrd. Euro. Die Kreditvergabe legte insgesamt um 4,6 Prozent auf über 15 Mrd. Euro zu – bei Firmenkunden lag das Plus bei 4,3 Prozent und bei Privatkunden bei 4,7 Prozent. Die bilanziellen Kundengelder erhöhten sich um 4,4 Prozent auf 16,1 Mrd. Euro.
Webcode: N2202