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Geschichte

Mit dem Elektromobil durch München

 

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Katharina Söll

Katharina Söll

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Mit ihren zahlreichen Sehenswürdigkeiten entwickelte sich die Isarmetropole zum Besuchermagnet für den aufkommenden Fremdenverkehr.

Der bayerische König Ludwig I. wollte aus München eine Stadt machen, "die Teutschland so zur Ehre gereichen soll, dass keiner Teutschland kennt, wenn er nicht München gesehen hat!" Mit ihren zahlreichen Sehenswürdigkeiten entwickelte sich die Isarmetropole zum Besuchermagnet für den aufkommenden Fremdenverkehr.

Fremdenrundfahrt

Auch das Umland boomte bald. Die rasch zunehmende Schar von Bergsteigern, "Sommerfrischlern" und Erholungssuchenden erschloss dem noch vorwiegend ländlich geprägten Oberbayern eine neue "Quelle des Wohlstands". 1911 verzeichnete die amtliche Statistik allein für München 550.000 polizeilich gemeldete Besucher, fast so viele wie die Stadt Einwohner hatte.

Zu den besonderen Attraktionen gehörte eine Stadtrundfahrt mit dem Elektromobil, ein für damalige Zeiten hochmodernes Verkehrsmittel. Motorfahrzeuge prägten noch gar nicht so lange das Straßenbild. Die erste Münchner Buslinie verkehrte 1906 zwischen Promenadeplatz und Odeonsplatz. Im gleichen Jahr wurden die ersten sechs Autodroschken zugelassen. Damals wurden im Deutschen Reich erstmals polizeiliche Kennzeichen eingeführt. Für die Stadt München galt ab 1907 das Nummernschild II A und für Oberbayern II B.

Dr. Richard Winkler, stv. Archivleiter Bayerisches Wirtschaftsarchiv BWA: "Diese Postkarte zeigt, wie wichtig der Tourismus seit 100 Jahren für München und Oberbayern ist. Außerdem wird deutlich, welche Bedeutung damals noch elektrisch betriebene Fahrzeuge hatten. Schrittweise verdrängten schließlich die 'Benziner' die 'Stromer'."

Foto: Bayerisches Wirtschaftsarchiv BWA

 
 
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