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Geschichte

Historische Werbeträger

 

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Katharina Söll

Katharina Söll

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Mit Leidenschaft wurden Reklamemarken einst gesammelt, gehandelt und getauscht. Als neues Medium der Werbung kamen ‎sie anlässlich der Weltausstellungen Mitte des 19. Jahrhunderts auf und erlebten ihre ‎Blütezeit im ersten Drittel des folgenden Jahrhunderts. Die bunten ‎Reklamemarken ließen damals die Herzen von Groß und Klein höher schlagen, bis sie nach ‎zwei Weltkriegen in Vergessenheit gerieten.

Die Reklamemarken klebten als ‎Verschlussmarken auf Briefen oder Päckchen. Dienstleistungsbetriebe, Groß- und ‎Einzelhandelsgeschäfte, Industrieunternehmen, Vereine und Verbände, Städte und ‎Gemeinden bedienten sich ihrer ebenso wie die Veranstalter von Messen und ‎Ausstellungen. Die "Plakate en miniature" wurden zum Teil von namhaften Künstlern ‎gestaltet wie Ludwig Hohlwein, Otto Hupp, Julius Diez und Koloman Moser und wandelten sich daher schnell zum ‎ begehrten Sammelobjekt.

Reklamemarke der Mars-Werke Aktiengesellschaft und der Vereinigten Margarine-Werke Nürnberg, beide um 1910.

Dr. Eva Moser, Leiterin des Bayerischen Wirtschaftsarchivs: "Die Reklamemarken stellen eine besonders liebenswürdige ‎Quellengattung mit kulturhistorischem Wert dar. Bildhaft ‎dokumentieren sie die Vielfalt unternehmerischen Wirkens und vermitteln mit ihren ‎zum Teil sehr originellen Motiven gleichzeitig das Lebensgefühl einer früheren ‎Epoche.‎"

Foto: Bayerisches Wirtschaftsarchiv BWA

 
 
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